Anforderungen an die Pelletlagerung
Holzpellets sind ein empfindlicher Brennstoff. Damit sie ihren vollen Heizwert behalten und problemlos in der Förderanlage transportiert werden können, muss das Lager bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten Faktoren sind Trockenheit, Belüftung und Schutz vor mechanischer Beschädigung.
Ein feuchter Lagerraum ist der größte Feind von Pellets. Schon geringe Feuchtigkeit lässt die Presslinge aufquellen und zerfallen – sie verlieren ihre kompakte Form und verstopfen die Förderschnecke. Daher gilt: Keine Wasserleitungen im Lagerraum, keine undichten Fenster und keine aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden.
Auch die Belüftung spielt eine zentrale Rolle. Pellets geben bei der Lagerung geringe Mengen an Gasen ab, darunter auch Kohlenmonoxid (CO). Besonders in geschlossenen Räumen kann dies gefährlich werden. Eine dauerhafte Belüftung – etwa durch zwei belüftende Deckel oder eine Öffnung ins Freie – ist deshalb Pflicht.
Ein gut geplantes Pelletlager schützt nicht nur den Brennstoff, sondern sorgt auch für eine zuverlässige und effiziente Heizleistung über die gesamte Heizsaison.
Die Wände des Lagerraums sollten glatt und staubabweisend sein – ideal sind Fliesen oder Betonfarbe. Bröckelnder Putz oder Abrieb können die Pellets verunreinigen und zu Problemen bei der Förderung führen. Zudem muss eine Prallschutzmatte vorhanden sein, die die eingeblasenen Pellets abfedert.
Lagerarten im Überblick
Je nach Platzangebot, Budget und baulichen Gegebenheiten stehen verschiedene Lagerlösungen zur Verfügung. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile.
Vergleich der Lagerarten
| Lagerart | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
| Pelletlagerraum | Große Kapazität, kostengünstig | Umbau erforderlich | Häuser mit Keller |
| Pelletsilo/Sacksilo | Flexibel, einfache Montage | Begrenzte Kapazität | Kleine Haushalte |
| Erdtank | Platzsparend, unsichtbar | Hohe Installationskosten | Neubauten |
| Sackware | Keine Installation nötig | Manuelles Befüllen | Pelletöfen |
Pelletlagerraum: Ein umgebauter Keller- oder Nebenraum bietet die größte Kapazität. Der Raum benötigt einen Schrägboden, damit die Pellets automatisch zur Entnahmestelle rutschen.
Pelletsilo und Sacksilo: Wenn im Haus kein Platz für einen eigenen Lagerraum ist, bieten Pelletsilos und Sacksilos eine flexible Alternative. Diese Behälter lassen sich im Keller, in der Garage oder im Außenbereich aufstellen.
Erdtank: Wer den Lagerplatz lieber verschwinden lassen möchte, kann auf einen unterirdischen Erdtank setzen. Diese elegante Lösung bietet optimalen Schutz vor Witterung und spart Platz im Haus.
Sackware: Für Pelletöfen mit geringem Verbrauch reicht oft die Lagerung von Sackware. Die 15-kg-Säcke müssen trocken und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden.
Platzbedarf berechnen: Wie viel Lagerraum brauche ich?
Die richtige Dimensionierung des Pelletlagers ist entscheidend. Als Faustregel gilt: Pro 1.000 kWh Wärmebedarf benötigst du etwa 0,2 bis 0,25 Kubikmeter Lagervolumen.
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und einem Wärmebedarf von 100 kWh pro Quadratmeter ergibt sich ein Jahresbedarf von etwa 3 bis 3,5 Tonnen Pellets. Das entspricht einem Lagervolumen von rund 5 bis 6 Kubikmetern.
Tipp: Wer seinen alten Öltank durch ein Pelletlager ersetzt, hat oft bereits den idealen Platz. Der Raum eines 3.000-Liter-Öltanks reicht in der Regel für den Jahresbedarf.
Bei der Berechnung solltest du berücksichtigen, dass je nach Raumgeometrie nur etwa zwei Drittel des Volumens tatsächlich nutzbar sind.
Häufige Fehler bei der Pelletlagerung vermeiden
Viele Probleme mit Pelletheizungen lassen sich auf Fehler bei der Lagerung zurückführen. Wer die folgenden Punkte beachtet, vermeidet teure Reparaturen.
Feuchtigkeit unterschätzen: Der häufigste Fehler ist ein feuchter Lagerraum. Schon leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit kann Pellets aufquellen lassen. Überprüfe regelmäßig, ob Wasser eindringt.
Mangelnde Belüftung: Ein schlecht belüftetes Lager führt zu Feuchtigkeitsproblemen und kann gefährlich sein. Pellets geben Kohlenmonoxid ab. Sorge für dauerhafte Belüftung und installiere einen CO-Melder.
Verunreinigte Pellets: Staub oder Abrieb von Wänden können die Förderschnecke verstopfen. Achte auf glatte, staubfreie Oberflächen.
Falsche Lagerung von Sackware: Pellets in Säcken sollten nicht direkt auf dem Boden stehen. Nutze Paletten und stapele so, dass Luft zirkulieren kann.
Überfüllung: Ein überfülltes Silo behindert die Förderanlage. Achte auf die maximale Füllmenge.
Sicherheit und Brandschutz
Die Pelletlagerung unterliegt Sicherheitsvorschriften, die je nach Lagermenge variieren. Die wichtigsten Regelungen sind in der Musterfeuerungsverordnung (M-FeuVO) festgelegt.
Abstand zum Kessel: Zwischen Pelletlager und Heizkessel muss ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. Bei Lagermengen über 6,5 Tonnen ist eine Trennwand vorgeschrieben.
Brandschutzanforderungen: Bei mehr als 6,5 Tonnen gelten erhöhte Brandschutzanforderungen: feuerhemmende Türen (T30), feuerbeständige Wände und Decken.
CO-Gefahr: Bei Lagern mit mehr als 15 Tonnen ist das Tragen eines CO-Melders beim Betreten Pflicht. Für die optimale Ausstattung findest du bei kamdi24 passende Pelletkessel mit automatischer Pelletzufuhr.
Lieferung und Einblasen der Pellets
Die Befüllung erfolgt durch ein Silofahrzeug, das die Pellets über einen Schlauch einbläst. Damit dies funktioniert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.
Erreichbarkeit: Das Lager muss erreichbar sein. Ideal ist eine Position an der Außenwand in der Nähe der Zufahrt. Die Einblasstrecke sollte nicht länger als 30 Meter sein.
Befüllanschlüsse: Standardisierte Befüllanschlüsse (Storz-Kupplungen) ermöglichen eine schnelle Verbindung mit dem Lieferfahrzeug.
Prallschutzmatte: Die Matte fängt den Aufprall der eingeblasenen Pellets ab. Der Abstand zur Wand sollte mindestens 0,5 Meter betragen.
Absaugung: Ein Absauganschluss leitet staubhaltige Luft ab und sorgt für saubere Befüllung.
Checkliste: Pelletlager richtig planen
Fazit: Gut gelagert ist halb geheizt
Die richtige Pelletlagerung ist die Grundlage für effizientes Heizen mit Holzpellets. Ob Lagerraum, Sacksilo oder Erdtank – entscheidend sind Trockenheit, Belüftung und Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Vermeide die typischen Fehler wie Feuchtigkeit, mangelnde Belüftung oder verunreinigte Pellets, und deine Heizanlage wird dich mit zuverlässiger Wärme und niedrigen Betriebskosten belohnen.
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