Ein Kaminofen mit 6 bis 7 kW trifft den Bedarf der meisten Wohnräume – weder überdimensioniert noch zu schwach. Diese Leistungsklasse eignet sich besonders für normale bis gut gedämmte Häuser mit Wohnflächen zwischen 50 und 80 Quadratmetern. Im Sortiment finden Sie Modelle von Spartherm, Oranier, Justus, Fireplace und weiteren renommierten Herstellern – vom kompakten Stahlkaminofen bis zum wärmespeichernden Specksteinmodell. Unsere Öfen bei kamdi24 erfüllen die BImSchV Stufe 2 und sind optional raumluftunabhängig erhältlich, was sie auch für Niedrigenergiehäuser geeignet macht.
Warum ein Kaminofen mit 6 bis 7 kW?
Die Leistungsklasse zwischen 6 und 7 Kilowatt gilt als die vielseitigste Kategorie im Kaminofen-Segment. Sie bietet ausreichend Heizleistung für durchschnittlich große Wohnräume, ohne den Raum zu überhitzen – ein häufiges Problem bei zu stark dimensionierten Öfen. Gerade in Zeiten steigender Energiekosten schätzen viele Haushalte die Möglichkeit, mit Holz als nachwachsendem Rohstoff zuzuheizen.
Ein Kaminofen mit 6 kW erzeugt bei Nennleistung rund 5.000 bis 6.000 Watt tatsächliche Wärmeabgabe an den Raum – der Rest geht über den Schornstein ab. Bei 7 kW liegt dieser Wert entsprechend höher. Für gut gedämmte Neubauten oder sanierte Altbauten reicht diese Leistung problemlos aus, um einen Hauptwohnraum von 50 bis 80 Quadratmetern auch an kalten Tagen angenehm zu temperieren.
💡 Profi-Tipp: Lieber einen Ofen mit etwas geringerer Nennleistung wählen und bei Bedarf öfter nachlegen, als einen überdimensionierten Ofen mit gedrosselter Luftzufuhr zu betreiben – das mindert die Effizienz und erhöht den Schadstoffausstoß.
Für welche Raumgröße eignet sich ein 6-7 kW Kaminofen?
Die passende Ofenleistung hängt nicht nur von der Quadratmeterzahl ab. Entscheidend sind auch Deckenhöhe, Dämmstandard und Raumaufteilung. Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt Nennleistung können etwa 10 bis 15 Quadratmeter beheizt werden – bei gut gedämmten Gebäuden eher 15, bei Altbauten ohne Dämmung eher 10.
| Nennleistung | Altbau (ungedämmt) | Teilsaniert | Neubau / KfW-Standard |
| 6 kW | 40–60 m² | 50–70 m² | 60–90 m² |
| 7 kW | 50–70 m² | 60–85 m² | 70–100 m² |
Bei offenen Wohnbereichen mit Galerie oder Treppenhaus sollten Sie eher zum oberen Leistungswert greifen. Ist der Aufstellraum hingegen durch Türen abgetrennt, genügt oft die kleinere Variante.
Kompakt und leistungsstark: Der Oranier Polar W 20 passt in Räume mittlerer Größe.
⚠️ Achtung: Die Heizlastberechnung durch einen Schornsteinfeger oder Energieberater ist bei Neubauten und Niedrigenergiehäusern besonders wichtig. Überdimensionierte Öfen führen zu Schwitzwasser im Schornstein und erhöhtem Holzverbrauch.
Marken und Serien im Sortiment
Im Sortiment finden Sie Kaminöfen mit 6 bis 7 kW von namhaften Herstellern, die sich durch unterschiedliche Stärken auszeichnen:
- Spartherm: Bekannt für klare Linienführung und große Sichtscheiben. Die Serien Passo, Piko und Cubo bieten verschiedene Bauformen – vom schmalen Standobjekt bis zum raumteilenden Modell. Viele Varianten sind als RLU (raumluftunabhängig) erhältlich.
- Oranier: Traditionsmarke mit Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit. Die Polar-Serie ist besonders beliebt, da sie kompakte Maße mit hoher Heizleistung verbindet. Der Oranier Polar Neo 6 erfüllt die DIBt-Anforderungen und eignet sich für den Betrieb in Häusern mit kontrollierter Wohnraumlüftung.
- Justus: Breites Sortiment von preisgünstigen Einstiegsmodellen wie Vegas V bis zu Premiumöfen mit Specksteinverkleidung. Die Dauerbrand-Varianten ermöglichen längere Abbrandzeiten mit Braunkohlebriketts.
- Fireplace: Preis-Leistungs-starke Modelle mit ansprechendem Design. Der Tuvalu überzeugt durch seine großzügige Panoramasicht, während der Elite Budapest mit Sandstein- oder Specksteinverkleidung wärmespeichernde Eigenschaften mitbringt.
- Austroflamm: Österreichischer Hersteller mit innovativen Lösungen wie dem Austroflamm Koko 2.0, der ein Warmhaltefach integriert und in verschiedenen Materialvarianten erhältlich ist.
- Haas+Sohn, Hergom, La Nordica: Klassische Designs bis hin zu nostalgischen Gusseisenöfen. Besonders Hergom bietet mit der Glow-Serie robuste Gusseisenkonstruktionen, die lange Wärme speichern.
Der Fireplace Tuvalu verbindet großzügige Sichtscheibe mit klarer Formensprache.
Welche Ausstattung ist sinnvoll?
Nicht jeder Kaminofen braucht alle verfügbaren Extras. Je nach Einbausituation und Nutzungsgewohnheiten sind bestimmte Merkmale jedoch empfehlenswert:
| Ausstattung | Wann sinnvoll? |
| Raumluftunabhängig (RLU) | Pflicht bei Neubauten mit Lüftungsanlage, empfohlen bei dichten Gebäudehüllen. Benötigt externe Verbrennungsluftleitung. Mehr dazu: raumluftunabhängige Kaminöfen |
| DIBt-Zulassung | Notwendig, wenn der Ofen zusammen mit einer Lüftungsanlage betrieben werden soll. Das Deutsche Institut für Bautechnik prüft die Dichtheit. |
| Speicherstein / Speckstein | Verlängert die Wärmeabgabe nach dem Abbrand um mehrere Stunden. Ideal, wenn Sie nicht ständig nachlegen möchten. |
| Dauerbrandfähigkeit | Ermöglicht den Betrieb mit Braunkohlebriketts für längere Abbrandzeiten – praktisch über Nacht oder bei längerer Abwesenheit. |
| Automatische Abbrandsteuerung | Regelt die Luftzufuhr selbstständig und sorgt für einen optimalen Abbrand. Reduziert Bedienfehler und verbessert die Effizienz. |
| Panorama- oder Eckverglasung | Für Aufstellung in Raumecken oder als Raumteiler. Bietet Feuersicht von mehreren Seiten. |
Wer mehr Heizleistung benötigt, findet im Bereich Kaminöfen mit 8 bis 9 kW entsprechende Alternativen. Für klassische Optik eignen sich Gusseisen-Kaminöfen, die ebenfalls in dieser Leistungsklasse erhältlich sind.
Was kostet ein guter Kaminofen mit 6-7 kW?
Die Preisspanne bei Kaminöfen dieser Leistungsklasse ist breit gefächert. Entscheidend sind Material, Marke, Ausstattung und Design:
| Preisklasse | Merkmale | Beispielhafte Modelle |
| Einstieg | Stahlkorpus, einfache Ausstattung, solide Qualität | Justus Vegas V, Justus Texas V |
| Mittelklasse | Bessere Verarbeitung, Speichersteine, größere Sichtscheiben | Fireplace Elite Budapest, Oranier Polar Eck, Haas+Sohn Tirol |
| Gehoben | Speckstein, DIBt-Zulassung, Designerlinien | Spartherm Passo S, Oranier Arena W+, Hergom Glow |
| Premium | Hochwertige Materialien, innovative Technik, lange Garantie | Austroflamm Koko 2.0, Lotus Prio 7M |
Bedenken Sie bei der Budgetplanung auch die Kosten für Rauchrohre, Bodenplatte und gegebenenfalls die Schornsteinsanierung. Eine fachgerechte Installation durch den Schornsteinfeger ist in jedem Fall Pflicht.
Welcher Kaminofen 6-7 kW ist der beste?
Die Frage nach dem "besten" Kaminofen lässt sich nicht pauschal beantworten – zu unterschiedlich sind die Anforderungen. Die folgende Übersicht zeigt bewährte Modelle für typische Einsatzzwecke:
| Einsatzzweck | Empfehlung | Stärken |
| Neubau mit Lüftungsanlage | Oranier Polar Neo 6 | DIBt-Zulassung, kompakte Bauform, bewährte Technik |
| Design-Liebhaber | Spartherm Passo S / Cubo L | Klare Linien, große Sichtscheibe, raumluftunabhängig verfügbar |
| Wärmespeicherung | Austroflamm Koko 2.0 | Speckstein speichert Wärme, Warmhaltefach integriert |
| Klassische Optik | Hergom Glow | Robustes Gusseisen, langlebig, verschiedene Standfüße |
| Preis-Leistung | Fireplace Elite Budapest | Sandstein oder Speckstein, faire Preise |
| Dauerbrand | Justus Bavaria | Für Braunkohlebriketts geeignet, längere Abbrandzeiten |
FAQ: Häufige Fragen zu Kaminöfen 6-7 kW
Reichen 6 kW für mein Wohnzimmer?
Für einen gut gedämmten Raum von 60 bis 80 Quadratmetern reichen 6 kW in der Regel aus. Bei Altbauten ohne Dämmung sollten Sie eher 7 kW oder mehr einplanen. Ihr Schornsteinfeger kann eine individuelle Heizlastberechnung durchführen.
Was bedeutet raumluftunabhängig?
Ein raumluftunabhängiger Kaminofen bezieht die Verbrennungsluft nicht aus dem Aufstellraum, sondern über eine externe Leitung von außen. Das ist in dichten Gebäuden mit Lüftungsanlage wichtig, um Unterdruck zu vermeiden und den sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Brauche ich eine DIBt-Zulassung?
Wenn in Ihrem Haus eine kontrollierte Wohnraumlüftung installiert ist, verlangt der Schornsteinfeger in der Regel einen Ofen mit DIBt-Zulassung. Diese bestätigt, dass der Ofen auch bei Unterdruck sicher funktioniert. Bei älteren Häusern ohne Lüftungsanlage ist die Zulassung meist nicht erforderlich.
Welches Holz eignet sich am besten?
Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche hat einen höheren Heizwert als Nadelholz und brennt länger. Das Holz sollte mindestens zwei Jahre getrocknet sein und eine Restfeuchte unter 20 Prozent aufweisen. Zu feuchtes Holz führt zu Rußbildung und mindert die Effizienz.
Erfüllen alle Kaminöfen die BImSchV Stufe 2?
Alle neuen Kaminöfen im Handel müssen die Grenzwerte der BImSchV Stufe 2 einhalten. Bei gebrauchten Öfen oder Lagerware kann das anders sein – prüfen Sie vor dem Kauf die Typprüfung. Die Grenzwerte betreffen vor allem Feinstaub und Kohlenmonoxid.
Wie oft muss der Schornsteinfeger kommen?
Bei regelmäßiger Nutzung erfolgt die Kehrrung in der Regel zwei- bis dreimal pro Jahr. Den genauen Turnus legt der zuständige Bezirksschornsteinfeger fest. Vor der Inbetriebnahme eines neuen Kaminofens muss der Schornsteinfeger die Feuerstätte abnehmen.
Fazit
Kaminöfen mit 6 bis 7 kW treffen den Bedarf der meisten Wohnräume und bieten ein ausgewogenes Verhältnis aus Heizleistung, Effizienz und Bedienkomfort. Ob Sie einen kompakten Stahlofen für kleinere Räume, einen wärmespeichernden Specksteinofen oder ein designorientiertes Modell mit Panoramascheibe suchen – im Sortiment finden Sie passende Lösungen von Spartherm, Oranier, Justus, Fireplace und weiteren Herstellern.
Achten Sie bei der Auswahl auf die Rahmenbedingungen Ihres Gebäudes: Ist eine Lüftungsanlage vorhanden, sollte der Ofen raumluftunabhängig und idealerweise DIBt-zertifiziert sein. Bei Unsicherheiten hilft die Abstimmung mit Ihrem Schornsteinfeger vor dem Kauf.
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