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Dachdurchführungen

Bei kamdi24 finden Sie eine Vielzahl an hochwertigen Dachdurchführungen aus Edelstahl. Ob Sie einen Kaminofen oder einen Gaskamin besitzen, unsere Produkte bieten eine ideale Lösung für eine sichere und effiziente Installation Ihres Schornsteins. Bei uns erhalten Sie nicht nur Qualität, sondern auch fachkundige Beratung und Tipps rund um die Montage und Sicherheit. Mit unserer Auswahl an Dachdurchführungen sorgen Sie für einen optimalen Brandschutz. Lassen Sie sich von unserer Qualität und Vielfalt überzeugen. Mehr lesen...

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Orientierung

Dachdurchführung: Was sie leistet und wann Sie eine brauchen

Eine Dachdurchführung führt den Schornstein durch die Dachhaut und dichtet die Öffnung gegen Regen ab. Sie besteht aus einem Stutzen, durch den das Schornsteinrohr läuft, und einer Einfassung, die sich mit der Dacheindeckung verbindet. Damit sie dicht sitzt, muss sie zum Schornsteinsystem, zum Durchmesser und zur Neigung Ihres Daches passen.

Im Handel heißt das Bauteil auch Kamindurchführung: Es ist das Stück, mit dem der Kamin dicht durchs Dach kommt. Der Aufbau ist immer gleich: Unterhalb des Daches verläuft das doppelwandige Schornsteinrohr, oberhalb ragt es frei ins Freie, und dazwischen sorgt die Einfassung dafür, dass kein Wasser in Dämmung und Sparren gelangt. Ein Ofenrohr hat an dieser Stelle nichts zu suchen, dazu gleich mehr.

  • Außenschornstein mit Dachüberstand: Der Schornstein steht an der Außenwand und muss durch den Dachüberstand nach oben, damit er hoch genug über das Dach reicht.
  • Schornstein senkrecht durchs Dach: typisch für Gartenhaus, Werkstatt oder einen eingeschossigen Anbau ohne Dachraum. Der Schornstein geht direkt über dem Ofen nach oben, die Durchführung sitzt genau dort im Dach.
  • Gaskamin mit Luft-Abgas-System: Ein raumluftunabhängiger Gaskamin holt seine Verbrennungsluft über das äußere Rohr von oben und gibt das Abgas über das innere ab. Auch dieses Rohr-in-Rohr-System braucht eine eigene Einfassung.

Für Holzfeuerungen gibt es die Durchführungen von 130 bis 300 mm Durchmesser und für Dachneigungen von 0 bis 45 Grad sowie 56 bis 60 Grad, allerdings nicht jede Kombination in jedem System. Welche Kriterien zählen, zeigt der Abschnitt zur Auswahl.

Ofenrohr

Dachdurchführung am Ofen: So kommt das Abgas durchs Dach

Den Ofen einfach nach oben anschließen, mit einer Dachdurchführung für das Ofenrohr: Das liegt nahe, ist aber nicht zulässig. Das einwandige Rauchrohr darf diesen Weg nicht nehmen: Die Abgase von Holzöfen müssen in einen Schornstein, und Verbindungsstücke dürfen weder in Decken noch in Wänden verlaufen. Durchs Dach geht deshalb immer der Schornstein, mit einer Durchführung aus demselben System.

Das regeln die Feuerungsverordnungen der Länder. Sie setzen die Muster-Feuerungsverordnung der Bauministerkonferenz um, die selbst nur ein Muster ist; die Fundstellen auf dieser Seite folgen der Brandenburgischen Feuerungsverordnung, andere Länder können anders nummerieren. Abgase fester Brennstoffe gehören in einen Schornstein (§ 7 Abs. 2). Verbindungsstücke dürfen nicht in Decken, Wänden oder unzugänglichen Hohlräumen liegen und nicht in andere Geschosse geführt werden (§ 7 Abs. 9). Das Ofenrohr endet also im Aufstellraum am Schornsteinanschluss. Ab dort übernimmt ein doppelwandiger Edelstahlschornstein, der durch Decke und Dach nach oben führt.

Das Rauchrohr genügt, wenn …

  • bereits ein Schornstein im Haus steht und der Anschluss im Aufstellraum liegt
  • ein Außenschornstein an der Wand steht und das Rohr über eine Wanddurchführung anschließt; die Wanddurchführung gehört zur doppelwandigen Abgasanlage, das Ofenrohr endet davor im Aufstellraum
  • die Strecke vom Ofen zum Anschluss keine Decke und keinen Dachraum quert

Schornstein durchs Dach, wenn …

  • es noch keinen Schornstein gibt und das Abgas senkrecht nach oben soll
  • der Weg eine Decke, einen Dachraum oder ein anderes Geschoss quert
  • ein raumluftunabhängiger Gaskamin über ein Luft-Abgas-System angeschlossen wird, wie es die Abgassysteme für Gaskamine bieten

Im Gartenhaus oder im Anbau ohne Dachraum ist der Weg kurz: Das Ofenrohr führt vom Ofen bis zum Anschluss des Schornsteins im Raum, ab dort laufen die doppelwandigen Schornsteinelemente durch das Dach. Im Wohnhaus mit Dachboden kommen strengere Brandschutzregeln dazu, die im Abschnitt zum Brandschutz stehen.

Auswahl

System, Durchmesser, Dachneigung: So wählen Sie die richtige Durchführung

Die passende Durchführung finden Sie in drei Schritten: Zuerst legt der Schornstein das System und den Durchmesser fest, dann bestimmt die Dachneigung die Ausführung, zuletzt die Eindeckung die Art der Einfassung. Weil Stutzen und Schornsteinrohr ineinandergreifen, lassen sich die Teile verschiedener Hersteller nicht mischen.

  • System: Die Durchführung stammt vom Hersteller Ihres Schornsteins. Schiedel-Durchführungen passen zum ICS-System, die Ausführungen für Ø 130/150 und 180/200 mm auch zu PRIMA PLUS. Die von Opsinox zu deren doppelwandigem Edelstahlsystem.
  • Durchmesser: Maßgeblich ist der Innendurchmesser des Schornsteins, im Sortiment von 130 bis 300 mm, bei Opsinox bis 250 mm. Manche Stutzen decken zwei Größen ab, etwa 130 und 150 mm.
  • Dachneigung: Jede Ausführung ist für einen Winkelbereich gebaut. Liegt Ihr Dach auf der Grenze zweier Bereiche, klären Sie die Auswahl mit dem Hersteller oder dem Dachdecker.
  • Eindeckung: Flachdach, Ziegel, Blech oder Schindeln brauchen jeweils eine andere Einfassung.
Dachneigung Typische Dächer Passende Neigungsstufen
0° (waagerecht) Flachdach ohne Gefälle 0°, 0–10°
1 bis 10° Flachdach mit Gefälle, Gründach 0–10°
11 bis 15° flaches Pultdach 10–15°, 5–25°, 5–30°
16 bis 25° Pultdach, Gartenhaus 16–25°, 5–25°, 5–30°
26 bis 35° flaches Satteldach 26–35°, 20–45°
36 bis 45° Satteldach, Walmdach 36–45°, 30–45°, 20–45°
46 bis 55° steiles Satteldach 45–60° (nur Gas)
56 bis 60° sehr steiles Satteldach 56–60°, 45–60° (Gas)

Je Zeile stehen nur Stufen, die den ganzen Bereich abdecken; die Tabelle umfasst Schiedel, Opsinox und das Gas-System von Trimline. Welche Stufen es für Ihren Durchmesser gibt, zeigt der Filter im Listing.

Bei Opsinox gibt es drei Stufen für 0 bis 10, 5 bis 30 und 30 bis 45 Grad, bei Schiedel feinere Schritte von 10 bis 45 Grad und eine flache Platte für 0 Grad. Das Gas-System von Trimline deckt 0 bis 10, 5 bis 25, 20 bis 45 und 45 bis 60 Grad ab. Für 46 bis 55 Grad gibt es bei den Holzfeuerungs-Systemen keine Stufe; 56 bis 60 Grad gibt es nur bei 250 mm.

Die Einfassung braucht Platz auf dem Dach. Die Grundplatten messen bei Opsinox 600 × 600 mm für 0 bis 10 Grad und für die geneigten Stufen meist 800 × 800 mm, bei Trimline je nach Größe und Schürze 460 × 460 bis 800 × 700 mm. Zwischen Durchführung und Dachfenster, Gaube oder Grat sollte diese Fläche frei bleiben.

Einfassung

Flachdach, Ziegeldach oder Gaskamin: die richtige Einfassung

Die Einfassung entscheidet, ob das Dach rund um den Schornstein dicht bleibt. Auf dem Flachdach wird eine Platte in die Dachabdichtung eingebunden, auf dem geneigten Dach legt sich eine verformbare Schürze an Ziegel oder Pfannen an. Die Abdichtung zur Eindeckung übernimmt in der Regel der Dachdecker.

  • Flache Edelstahlplatte mit senkrechtem Stutzen für einen Schornstein auf dem Flachdach

    Flachdach: Platte mit Stutzen

    Für 0 Grad gibt es eine flache Edelstahlplatte mit senkrechtem Stutzen. Sie wird auf der Dachfläche befestigt und vom Dachdecker in die Abdichtungsbahn eingebunden.

  • Edelstahlstutzen auf einer schwarzen, verformbaren Einfassung für geneigte Dächer

    Geneigtes Dach: anformbare Schürze

    Auf Ziegel- und Pfannendächern sitzt der Stutzen schräg auf einer flexiblen Schürze. Die Einfassung aus Wakaflex formt sich laut Hersteller an die Dacheindeckung an und dichtet den Durchgang ab, in Schwarz oder Rot passend zum Dach.

  • Schräger Edelstahlstutzen auf einer Bleischürze für ein konzentrisches Abgassystem

    Gaskamin: konzentrische Durchführung

    Für das Luft-Abgas-System der Trimline-Gaskamine gibt es die CC-Durchführung mit Edelstahl- oder Bleischürze. Die Bleischürze lässt sich laut Hersteller flexibel anpassen, auch an Ziegeldächer.

Gegen Wasser, das am Rohr herabläuft, sitzt oberhalb der Einfassung ein Regenkragen. Opsinox empfiehlt ihn ausdrücklich zusätzlich zur Durchführung, damit das Regenwasser auf die Dachhaut abgeleitet wird; in den Schiedel-Komplett-Sets ist er bereits enthalten.

Sicherheit

Abstand, Brandschutz und Mündungshöhe am Dach

Wo der Schornstein durch Sparren, Lattung und Dämmung läuft, dürfen sich diese Bauteile bei Nennleistung höchstens auf 85 Grad erwärmen, bei einem Rußbrand auf 100 Grad (§ 8 Abs. 1 Feuerungsverordnung). Erreicht wird das über den Abstand zum Brennbaren. Wie hoch die Mündung über das Dach reichen muss, regelt für Holzöfen zusätzlich die 1. BImSchV.

  • Abstand nach Hersteller: Maßgeblich ist der Abstand aus der Kennzeichnung des Systems, bei Opsinox 80 mm, beim Gas-System von Trimline 50 mm. Fehlt eine solche Angabe, gilt für hinterlüftete Abgasanlagen bis 400 Grad Abgastemperatur ein Mindestabstand von 40 cm (§ 8 Abs. 2).
  • Rußbrand: Opsinox gibt für sein System eine Ausbrandbeständigkeit bis 1.000 °C und die Korrosionsbeständigkeitsklasse V3 an. Das betrifft das Rohr selbst. Am Holz daneben bleibt die Grenze von 100 Grad, deshalb gilt der Abstand auch bei diesem Wert.
  • Zwischenraum schließen: Wird der Spalt zwischen Rohr und brennbarem Bauteil verschlossen, dann nur mit nicht brennbaren Baustoffen geringer Wärmeleitfähigkeit (§ 8).
  • Geschosse überbrücken: Überbrückt ein Schornstein in einem Gebäude Geschosse, braucht er dort 90 Minuten Feuerwiderstand oder einen entsprechenden Schacht (§ 7 Abs. 7). Im Wohnhaus mit Dachboden klären Sie das vorab mit dem Schornsteinfeger.
  • Freistehende Höhe: Oberhalb der letzten Befestigung darf der Schornstein laut Hersteller nur begrenzt frei stehen, bei Opsinox 1,8 m, bei Trimline 1,5 m. Reicht das nicht, sichert ihn ein Sparrenhalter oder eine Abspannung.

Mündungshöhe über Dach

  • Holzöfen und andere feste Brennstoffe: Für Feuerungsanlagen, die nach dem 31.12.2021 errichtet werden, verlangt die 1. BImSchV eine firstnahe Mündung, die den First um mindestens 40 cm überragt. Bei weniger als 20 Grad Dachneigung zählt ein gedachter First mit 20 Grad. Bis 50 kW muss die Mündung außerdem Fenster, Türen und Lüftungsöffnungen im Umkreis von 15 m um mindestens 1 m überragen (§ 19 Abs. 1).
  • Altanlagen, Austausch und Umstieg: Bei wesentlich geänderten Altanlagen, beim Austausch der Feuerstätte und beim Umstieg von Öl oder Gas auf feste Brennstoffe gilt § 19 Abs. 2. Bis 20 Grad Dachneigung muss die Mündung den First um 40 cm überragen oder 1 m von der Dachfläche entfernt sein, über 20 Grad 40 cm über dem First liegen oder 2,30 m waagerecht von der Dachfläche entfernt sein. Bis 50 kW muss sie zusätzlich Fenster, Türen und Lüftungsöffnungen im Umkreis von 15 m um 1 m überragen. Dasselbe gilt für neue Anlagen in Gebäuden von vor 2022, wenn die Anforderungen nach Abs. 1 im Einzelfall unverhältnismäßig sind.
  • Alle Feuerstätten: Nach den Feuerungsverordnungen muss eine Mündung grundsätzlich den First um 40 cm überragen oder 1 m von der Dachfläche entfernt sein; für feste Brennstoffe gilt zusätzlich die 1. BImSchV. Dachaufbauten und Öffnungen zu Räumen im Umkreis von 1,5 m überragt die Mündung um 1 m, ebenso ungeschützte Bauteile aus brennbaren Baustoffen. Bei weicher Bedachung wie Reet muss sie bei festen Brennstoffen am First austreten und ihn um 80 cm überragen (§ 9 Abs. 1).

Wie Sie die Höhe für Ihr Dach ermitteln und welche Regeln für Kennzeichnung und Genehmigung gelten, steht bei den Schornsteinen.

Kamindurchführung im Holzdach

Beim Gartenhaus und beim Carport sind Schalung und Sparren meist aus Holz. Für die Dachdurchführung gilt dort dasselbe wie überall: Ein Ofenrohr führt nicht durch ein Holzdach, durch die Schalung läuft der doppelwandige Schornstein mit dem Herstellerabstand zu Brettern und Sparren. Halten Sie diesen Abstand rundum ein: Die Öffnung ist im Durchmesser um das Doppelte des Abstands größer als der Außendurchmesser des Rohrs, bei 80 mm Abstand also um 160 mm. Schließen Sie den Spalt nur mit nicht brennbarem Material.

Montage

Einbau und Abnahme: Wer macht was?

Den Schornstein können geübte Heimwerker selbst stellen, die Einfassung am Dach übernimmt in der Regel der Dachdecker. Laut Schiedel erfolgt der Einbau üblicherweise durch den Dachdecker oder einen Fachbetrieb. Vor dem ersten Feuer nimmt der Bezirksschornsteinfeger die Abgasanlage ab.

  1. Schornstein planen

    Höhe, Durchmesser und Verlauf mit dem Schornsteinfeger klären. Für die Bemessung gibt es die Schornsteinberechnung nach DIN EN 13384-1.

  2. Dach aufnehmen

    Dachneigung messen, Eindeckung bestimmen und die Lage zwischen zwei Sparren festlegen, damit kein Sparren durchtrennt werden muss.

  3. Passend bestellen

    Durchführung, Regenkragen und Befestigung aus demselben System und Durchmesser wie der Schornstein wählen.

  4. Öffnung herstellen

    Dach öffnen, Abstand zu brennbaren Teilen einhalten und Zwischenräume nur nicht brennbar schließen.

  5. Einfassen und abdichten

    Durchführung einsetzen, an die Eindeckung anpassen, Regenkragen über der Einfassung am Rohr befestigen.

  6. Abnahme

    Der Bezirksschornsteinfeger prüft Abstände, Mündungshöhe und Anschluss, bevor der Ofen in Betrieb geht.

Aus der Praxis

Vier Angaben führen zur passenden Durchführung

Eine häufige Frage am Telefon ist, ob das Ofenrohr einfach durchs Dach darf. Dann erkläre ich, dass dort der Schornstein hingehört, und frage zuerst nach seinem System und Durchmesser, danach nach Dachneigung und Eindeckung. Mit diesen vier Angaben ist die passende Durchführung schnell gefunden. Steht noch gar kein Schornstein, ist ein Komplett-Set der einfachere Weg, weil die Durchführung in der gewählten Neigung schon dabei ist. Die Montage am Dach übernimmt dann in der Regel der Dachdecker.

Silvio Wirth, Ofen-Fachberater bei kamdi24

Zusammenstellen

Komplett-Set oder Einzelteile: was am Dach dazugehört

Wer neu baut, spart sich mit einem Komplett-Set die Suche nach passenden Einzelteilen. Die Sets für Schiedel ICS gibt es mit 130 bis 200 mm Durchmesser, 3,8 bis 6,8 m Länge und mit Durchführung für 0, 16 bis 25, 26 bis 35 oder 36 bis 45 Grad; Sparrenhalter und Regenkragen gehören zum Lieferumfang.

Pflicht
  • Schornstein-Komplett-Set

    Alle Teile vom Anschluss bis zur Mündung, mit Durchführung in der gewählten Neigung. Die Sets sind für den Außenschornstein an der Wand ausgelegt, mit Wandhalterungen und Wandfutter.

  • Doppelwandige Einzelteile

    Längenelemente, Befestigungen und Regenkragen, wenn Sie selbst zusammenstellen.

Je nach Dach

FAQ

Häufige Fragen zur Dachdurchführung

Wie führe ich den Ofen im Gartenhaus durchs Dach?

Mit einem doppelwandigen Edelstahlschornstein, der knapp über dem Ofen auf einer nicht brennbaren Konsole oder Grundplatte beginnt und mit passender Einfassung durch das Dach läuft. Eine Dachdurchführung nur für das Ofenrohr ist auch im Gartenhaus nicht zulässig, denn Abgase fester Brennstoffe gehören in einen Schornstein (§ 7 Abs. 2 Feuerungsverordnung). Auf Trapezblech oder Wellplatten braucht es eine Einfassung, die der Dachdecker an das Profil anpasst; eine eigene Kamindurchführung für Trapezblech führen wir nicht.

Welche Durchführung brauche ich für ein Flachdach?

Eine Ausführung für 0 Grad oder 0 bis 10 Grad, also eine flache Platte mit senkrechtem Stutzen, die in die Dachabdichtung eingebunden wird. Für Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe, die nach dem 31.12.2021 errichtet werden, muss die Mündung einen gedachten First mit 20 Grad Dachneigung um mindestens 40 cm überragen; bis 50 kW kommt 1 m über Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen im Umkreis von 15 m dazu (1. BImSchV § 19 Abs. 1). Bei wesentlich geänderten Altanlagen, beim Austausch der Feuerstätte und beim Umstieg von Öl oder Gas auf feste Brennstoffe gilt § 19 Abs. 2: auf dem Flachdach 40 cm über dem First oder 1 m Abstand zur Dachfläche, bis 50 kW zusätzlich 1 m über Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen im Umkreis von 15 m.

Was ist der Unterschied zwischen Durchführung und Regenkragen?

Die Durchführung dichtet das Loch in der Dachhaut ab. Der Regenkragen sitzt darüber fest am Rohr und lenkt Wasser, das am Schornstein herunterläuft, auf die Einfassung und von dort auf das Dach. Beide gehören zusammen.

Wer dichtet die Durchführung am Dach ab?

In der Regel der Dachdecker, denn er bindet die Einfassung in Ziegel, Blech oder Abdichtungsbahn ein. Den Schornstein darunter kann ein Fachbetrieb oder ein geübter Heimwerker stellen. Abgenommen wird die Abgasanlage vom Bezirksschornsteinfeger.

Passt eine Durchführung für Holzöfen auch zum Gaskamin?

Nein, nicht beim Gaskamin mit Luft-Abgas-System. Ein Luft-Abgas-System ist nur für raumluftunabhängige Feuerstätten zulässig und braucht getrennte, durchgehende Luft- und Abgasführungen (§ 7 Abs. 10 Feuerungsverordnung). Die Durchführung muss deshalb zu diesem Rohr-in-Rohr-System passen. Die Trimline-CC-Durchführungen sind laut Hersteller extra für den Betrieb der Trimline-Gaskamine gebaut.

Wie messe ich die Dachneigung?

Am einfachsten mit einem digitalen Neigungsmesser oder einer Wasserwaage mit Winkelanzeige, angelegt an einen Sparren im Dachraum. Alternativ messen Sie über einen Meter waagerecht den Höhenunterschied des Sparrens: 18 cm entsprechen etwa 10 Grad, 58 cm etwa 30 Grad, 100 cm genau 45 Grad.

Die passende Durchführung finden

Sie sind unsicher bei System, Durchmesser oder Dachneigung? Schicken Sie uns ein Foto vom Dach und die Daten Ihres Schornsteins, dann suchen wir mit Ihnen die richtige Einfassung heraus. Weitere Hersteller finden Sie in der Markenübersicht.

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