Mit Solarthermie und Photovoltaik die Energie der Sonne nutzen
Nutzen Sie die Kraft der Sonne mit Solarthermie und Photovoltaik! Reduzieren Sie Ihre Energiekosten und steigern Sie Ihre Unabhängigkeit. Entdecken Sie innovative Lösungen bei kamdi24 – für eine nachhaltige Zukunft. Informieren Sie sich jetzt und profitieren Sie von unserer Expertise für Ihr Zuhause! Mehr lesen ...
Solarthermie: Kollektoren, Sets und Zubehoer | kamdi24
Welche Anlage passt auf Ihr Dach?
Kollektorfläche, Speichergröße, Dachneigung und die vorhandene Heizung hängen zusammen und lassen sich nicht einzeln entscheiden. Wir gehen Ihre Situation mit Ihnen durch – telefonisch, per Mail oder vor Ort in Dresden.
Sven KlitzschIhr Berater für Solarthermie und Speicher
Solarthermie oder Photovoltaik? – Finden Sie die beste Lösung für Ihr Zuhause
Solarthermie wandelt Sonnenstrahlung in Wärme um und deckt damit Warmwasser und einen Teil der Heizung, Photovoltaik erzeugt Strom. Beides liegt auf demselben Dach, löst aber verschiedene Aufgaben: Wer die Heizkosten senken will, beginnt bei der Solarthermie; wer Strom für Haushalt, Wallbox oder Wärmepumpe braucht, bei der Photovoltaik.
Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik?
Beide Anlagen nutzen dieselbe Energiequelle, verarbeiten sie aber unterschiedlich. Auf dem Dach der Solarthermieanlage liegen Solarkollektoren, in denen eine Flüssigkeit erhitzt wird; bei der Photovoltaik liegen dort Solarmodule, die Gleichstrom erzeugen. Umgangssprachlich heißt beides Solaranlage – im Gespräch mit Handwerkern und Behörden lohnt die genaue Bezeichnung, weil sich Genehmigung, Anmeldung und Förderung unterscheiden.
Für die Dachfläche hat das eine praktische Folge: Eine Photovoltaikanlage wird häufig so groß gebaut, wie das Dach hergibt, weil überschüssiger Strom ins öffentliche Netz geht. Eine Solarthermieanlage dagegen wird auf den Verbrauch des Hauses zugeschnitten – Wärme lässt sich nicht einspeisen, sondern nur im Pufferspeicher vorhalten. Zu groß geplant, steht die Anlage im Sommer still.
Kriterium
Solarthermie
Photovoltaik
Erzeugt
Wärme
Strom
Bauteil auf dem Dach
Solarkollektor
Solarmodul
Typische Nutzung
Warmwasser, Heizungsunterstützung
Haushaltsstrom, Wallbox, Wärmepumpe
Auslegung
auf den Eigenbedarf zugeschnitten
Überschuss geht ins Netz
Anmeldung
weder Netzagentur noch Finanzamt
Anmeldung erforderlich
Beides zusammen ist möglich und auf vielen Dächern sinnvoll – Solarthermie braucht dafür deutlich weniger Fläche als Photovoltaik.
Eine Solarthermieanlage arbeitet in einem geschlossenen Kreislauf: Der Kollektor auf dem Dach nimmt Sonnenstrahlung auf und gibt die Wärme an die Solarflüssigkeit ab. Diese fließt zum Speicher im Keller und erwärmt dort über einen Wärmetauscher das Wasser, das Sie später zapfen oder verheizen.
Die Sonne trifft auf den Kollektor
Der Kollektor nimmt die Strahlung auf und wandelt sie in Wärmeenergie um. Eine dunkle Beschichtung auf dem Absorber schluckt das Licht, die Dämmung dahinter hält die Wärme im Gehäuse.
Die Solarflüssigkeit transportiert die Wärme
Die erwärmte Flüssigkeit läuft über die Solarleitung nach unten zum Speicher, meist im Keller neben der Heizungsanlage, und gibt dort ihre Wärme an das Speicherwasser ab. Abgekühlt fließt sie zurück zum Dach.
Der Speicher gibt die Wärme ab, wenn Sie sie brauchen
Aus dem Speicher gelangt das warme Wasser bei Bedarf in den Trinkwasserkreislauf – also zum Wasserhahn oder zur Dusche – und, je nach Anlagengröße, zusätzlich in den Heizungskreislauf.
Angetrieben wird der Kreislauf von der Solarstation mit ihrer Pumpe, gesteuert von einem Regler mit mindestens zwei Temperaturfühlern: einem im Kollektor, einem im Speicher. Ist es oben wärmer als unten, läuft die Pumpe – sonst nicht. Genau deshalb arbeitet die Anlage auch an bedeckten Tagen, sobald der Kollektor über der Speichertemperatur liegt.
Diese Komponenten gehören zur Anlage
Zur Anlage gehören mehr Teile als der Kollektor. Erst zusammen ergeben sie einen funktionierenden Kreislauf – wer einzeln bestellt, sollte diese Liste vollständig abarbeiten.
Nimmt die Solarwärme über eine innenliegende Rohrschlange auf und hält sie vor. Die Bauart richtet sich danach, ob nur Trinkwasser oder auch die Heizung versorgt wird.
Deckt die Grundlast im Winter, wenn die Sonne allein nicht reicht, und erfüllt die Biomasse-Bedingung des Gebäudeenergiegesetzes.
Zweiter Speicher für große Anlagen
Ab etwa 15 m² Kollektorfläche lässt sich die Wärme oft nicht mehr sinnvoll in einem einzelnen Behälter unterbringen.
Ihr Nutzen
Welchen Nutzen bringt eine Solarthermieanlage?
Eine Solarthermieanlage senkt dauerhaft den Brennstoffbedarf Ihres Hauses: Für die reine Warmwasserbereitung genügen meist 4 bis 6 m² Kollektorfläche, für zusätzliche Heizungsunterstützung sind 10 bis 20 m² üblich. Die Anlagen halten 20 bis 30 Jahre, und der Energieaufwand ihrer Herstellung ist nach rund drei Jahren wieder eingespart.
Kostenlose Energiequelle. Die Sonnenwärme selbst kostet nichts. Was Sie im Speicher haben, müssen Sie nicht als Holz, Pellets, Gas oder Öl nachkaufen.
Weniger Abhängigkeit. Je höher die solare Deckung, desto weniger trifft Sie ein steigender Brennstoffpreis.
Staatlich gefördert. Solarthermie ist als Einzelmaßnahme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude förderfähig – die Sätze stehen weiter unten.
Weniger CO2. Jede Kilowattstunde aus dem Kollektor ersetzt eine aus dem Brenner. Ausgediente Anlagen gehen über den Recyclinghof in die Wiederverwertung.
Mehr Komfort im Sommer. Kaminofen oder Gastherme bleiben in der warmen Jahreszeit aus, das Warmwasser kommt trotzdem – ohne dass Sie nachlegen müssen.
Geprüfte Qualität. Alle Kollektoren im Shop sind nach DIN EN 12975 geprüft und beim BAFA für die Förderung gelistet.
Wert für die Immobilie. Eine moderne Wärmeerzeugung wirkt sich auf den Energieausweis und damit auf den Wert des Hauses aus.
Aus der Praxis
Erst den Speicher planen, dann das Dach
“
Die meisten Anfragen beginnen mit der Frage nach der Kollektorfläche. Ich drehe das um und frage zuerst nach dem Speicher: Wie viel Platz ist im Heizungsraum, wie breit ist die Tür, welches Kippmaß geht durchs Treppenhaus? Wärme, die Sie nicht speichern können, nützt Ihnen abends nichts.
Und wenn ohnehin ein Holzvergaser oder ein wassergeführter Pelletofen im Haus steht, lohnt sich der Blick auf ein Komplettset – ein gemeinsamer Speicher ist günstiger und hydraulisch sauberer als zwei getrennte Kreise.
Sven Klitzsch, Berater für Solarthermie und Speicher bei kamdi24
Bauarten
Flachkollektoren und Röhrenkollektoren im Überblick
Drei Bauarten sind am Markt: der Flachkollektor mit Absorberblech hinter einer Glasscheibe, die direkt durchströmte Vakuumröhre und die Vakuumröhre mit Heatpipe. Bei kamdi24 bekommen Sie die erste und die dritte – warum die direkt durchströmte Röhre fehlt, steht in der dritten Zeile.
Flachkollektoren
Im rechteckigen Gehäuse liegt ein Metallabsorber hinter einer transparenten Abdeckung aus Solarglas, Rückwand und Seiten sind wärmegedämmt. Rahmen und Rückwand bestehen meist aus eloxiertem Aluminium, Edelstahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff.
Diese Bauart ist die unkomplizierte Wahl, wenn genug Dachfläche da ist. Sie verträgt Hagel, lässt sich in die Dachfläche integrieren und ist im Winter schnell wieder schneefrei.
Hagelsicher durch 4 mm starkes Spezialglas
Hoher Ertrag über die große Aperturfläche
Für Indachmontage geeignet
Nicht für hohe Prozesstemperaturen, schwächer bei starker Kälte
Vakuumröhrenkollektoren mit Heatpipe
Jede Röhre besteht aus zwei Glasrohren mit Vakuum dazwischen – dem Prinzip einer Thermoskanne. Im Inneren sitzt ein geschlossenes Wärmerohr mit einer Flüssigkeit unter Unterdruck, die schon bei niedrigen Temperaturen verdampft, aufsteigt und beim Kondensieren die Wärme an den Sammler abgibt.
Weil jede Röhre einzeln angeschlossen wird, spricht man von einer trockenen Anbindung: Eine defekte Röhre lässt sich tauschen, ohne die Anlage zu entleeren. Der Kollektor kommt in Einzelteilen aufs Dach.
Bei kalten Außentemperaturen leistungsstärker
Einfachere Montage, leichterer Transport
Gut geeignet für hohe Temperaturen und Heizungsunterstützung
Mindestaufstellwinkel je nach Modell, empfindlicher gegen Hagel
Vakuumröhrenkollektoren, direkt durchströmt
Auch diese Röhre arbeitet nach dem Thermoskannen-Prinzip, führt die Solarflüssigkeit aber selbst: In der Röhre liegt ein U-Rohr mit Wärmeleitblech, das unmittelbar an Vor- und Rücklauf im Sammler hängt – die nasse Anbindung.
Diese Bauart erreicht den höchsten Wirkungsgrad und braucht bei gleicher Leistung die kleinste Fläche. Bei kamdi24 finden Sie sie nicht: Sie ist deutlich teurer, und ein Röhrentausch verlangt, die Anlage zu entleeren. Für Ein- und Zweifamilienhäuser bringt die Heatpipe das bessere Verhältnis aus Ertrag, Preis und Wartung.
Höchster Wirkungsgrad, geringster Flächenbedarf
Gute Ausbeute auch bei diffusem Licht
Fassaden- und Flachdachmontage möglich
Teuerste Bauart, keine Indachmontage, nicht für Dachheizzentralen
Flachkollektor passt, wenn …
Sie vor allem Warmwasser erwärmen wollen
auf dem Dach genug zusammenhängende Fläche frei ist
das Dach nach Süden zeigt und wenig verschattet wird
der Kollektor in die Dachfläche integriert werden soll
die Anlage möglichst wartungsarm bleiben soll
Eher die Vakuumröhre, wenn …
die Anlage auch die Heizung unterstützen soll
nur eine begrenzte Montagefläche zur Verfügung steht
das Dach nach Ost oder West abweicht
Sie in der Übergangszeit und im Winter Ertrag brauchen
der Kollektor an die Fassade oder aufs Flachdach soll
Kollektoren bei kamdi24 im Überblick
Wollen Sie die Anlage selbst zusammenstellen, bekommen Sie die Kollektoren einzeln; daneben stehen fertige Sets in abgestuften Größen und Komplettsets mit einer zweiten Wärmequelle. Die Flachkollektoren liegen alle bei rund 2 m² Bruttofläche, die Röhrenkollektoren bei rund 5 m².
Kollektor
Maße
Bruttofläche
Absorberfläche
Gewicht
Passt, wenn
Sunex AMP 2.0
2,01 m²
1,84 m²
34 kg
große Anlage, unkomplizierte Montage
Sunex AMX 2.0
2,03 m²
1,84 m²
34,7 kg
hoher Wirkungsgrad, starke Dämmung
Sunex Basicx 2.0 4C
2,02 m²
1,84 m²
39,2 kg
bester Ertrag, lange Haltbarkeit
Ensol EM1V/2.0…
2,00 m²
1,876 m²
40 kg
mittelgroße Anlage, einfaches Montagesystem
Gut zu wissen: Die vier Flachkollektoren sind untereinander fast gleich groß und unterscheiden sich vor allem im Gewicht und in der Befestigung: Sunex AMP, Basicx und der Ensol werden seitlich geklemmt, der AMX wird in eine Schiene eingehängt. Die Maße nennen Länge, Breite und Bautiefe.
Gut zu wissen: Beide Röhrenkollektoren bringen mit einem Stück die Fläche von zweieinhalb Flachkollektoren aufs Dach und kommen in Einzelteilen, die oben zusammengesetzt werden. Der Sunex HP 30 nutzt seine Fläche besser aus, der Westech ist der günstigere Einstieg.
Bruttofläche, Aperturfläche, Absorberfläche – welche Zahl zählt?
Drei Flächen stehen in jedem Datenblatt, und sie meinen nicht dasselbe. Gerechnet wird nie mit dem Außenmaß: Bei den Flachkollektoren nimmt der Absorber rund 92 Prozent der Bruttofläche ein, bei den Röhrenkollektoren nur 48 bis 75 Prozent, weil zwischen den Röhren Luft steht. Für den Förderantrag gilt die Aperturfläche.
Die drei Flächen am Flachkollektor
Beim Flachkollektor liegen die drei Flächen dicht beieinander: Das Absorberblech (A) füllt fast die ganze Glasfläche, die Lichteintrittsfläche (B) ist kaum größer, und erst der Rahmen macht den Unterschied zur Bruttofläche (C).
Deshalb bringt hier jeder Quadratmeter Dach nahezu einen Quadratmeter Ertragsfläche – ein Grund, warum der Flachkollektor bei ausreichend Platz die einfachere Rechnung ist.
Die drei Flächen am Röhrenkollektor
Beim Röhrenkollektor klaffen die Werte auseinander: Der Absorber (A) sitzt in der Röhre, die Lichteintrittsfläche (B) zählt nur den durchsichtigen Teil, und zwischen den Röhren bleibt Luft, die zur Bruttofläche (C) mitzählt.
Vergleichen Sie zwei Kollektoren deshalb nie über das Außenmaß. Ein Röhrenkollektor mit 5 m² Bruttofläche kann weniger Ertragsfläche haben als zwei Flachkollektoren mit zusammen 4 m².
Beim Gewicht lohnt der zweite Blick: Ein Flachkollektor lässt sich zu zweit aufs Dach heben, der Röhrenkollektor kommt in Einzelteilen und wird oben zusammengesetzt. Für die Statik zählt ohnehin die Gesamtlast der Anlage samt Montagerahmen und Schneelast – das prüft der Fachbetrieb vor der Montage.
Kostenlose Fachberatung
Wir rechnen Ihre Kollektorfläche und Speichergröße durch und stellen die passenden Komponenten zusammen.
Kollektoren werden nach DIN EN 12975 geprüft – das ist die europäische Norm für thermische Solaranlagen und die Grundlage jeder Leistungsangabe. Darauf setzt das freiwillige Prüfzeichen Solar Keymark auf, das für die Förderfähigkeit in vielen Fällen vorausgesetzt wird.
Was das Solar Keymark aussagt
Das Solar Keymark ist ein europäisches Zertifizierungs- und Gütezeichen mit einheitlichen Prüf- und Überwachungskriterien. Entwickelt wurde es gemeinsam von Herstellern, Prüflaboren, Zertifizierungsstellen und der europäischen Solarindustrie.
Nur vom CEN-Zertifizierungsrat und von DIN CERTCO anerkannte Prüflabore dürfen bewerten und Zertifikate ausstellen.
Die Zertifikate gelten unbefristet, solange die jährliche Prüfung der Fertigung und die Kontrollprüfung der Produkte alle zwei Jahre bestanden werden.
Es ist freiwillig – aber häufig Voraussetzung dafür, dass eine Anlage gefördert wird.
Welche Nachweise die Kollektoren bei kamdi24 führen
Alle im Shop gelisteten Kollektoren sind nach DIN EN 12975 geprüft und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für die Bundesförderung für effiziente Gebäude gelistet. Beim Prüfzeichen gibt es einen Unterschied:
Flachkollektoren – Sunex AMP 2.0, AMX 2.0 und Basicx 2.0 4C tragen zusätzlich das Solar Keymark, geprüft vom spanischen Institut INTA; der Ensol EM1V/2.0 führt es ebenfalls.
Westech WT-B58-30 – geprüft nach EN 12975, Solar Keymark vom Schweizer Institut SPF, Kollektorlistung beim BAFA, Fertigung nach ISO 9001.
Sunex HP 30 – nach DIN EN 12975 geprüft und BAFA-gelistet, weist im Datenblatt aber kein Solar Keymark aus.
Prüfen Sie die Kollektorlistung des BAFA vor dem Förderantrag – nur gelistete Kollektoren sind förderfähig.
Woran Sie im Datenblatt die Qualität ablesen
Wirkungsgrad – der optische Wirkungsgrad gibt an, wie viel der auftreffenden Strahlung überhaupt in Wärme umgesetzt wird.
Stagnationstemperatur – zeigt, welcher Belastung Dichtungen und Solarflüssigkeit im Stillstand standhalten müssen.
Absorber und Rahmen – Kupfer und Aluminium sind korrosionsbeständig; ein Rahmen ohne Schweißnähte an den Ecken bleibt länger dicht.
Verglasung – 4 mm starkes Spezialglas ist der übliche Hagelschutz beim Flachkollektor.
Kosten
Was kostet eine Solarthermieanlage?
Den Preis bestimmen vier Größen: die Kollektorfläche, die Bauart der Kollektoren, das Speichervolumen und der Montageaufwand auf Ihrem Dach. Eine Anlage nur für Warmwasser liegt deutlich unter einer mit Heizungsunterstützung – sie kommt mit etwa einem Drittel der Fläche und einem kleineren Speicher aus.
Größe der Anlage. Je mehr Kollektorfläche und je größer der Speicher, desto höher der Preis – und desto höher der Anteil, den die Sonne im Jahr deckt.
Bauart der Kollektoren. Flachkollektoren sind günstiger, Vakuumröhren liefern pro Quadratmeter mehr und kosten entsprechend mehr.
Speicherart. Ein reiner Trinkwasserspeicher ist kleiner und günstiger als ein Kombispeicher für Warmwasser und Heizung.
Regelung und Zubehör. Solarsteuerung, zusätzliche Fühler und die Anbindung an die Haustechnik schlagen sich in der Rechnung nieder.
Montageaufwand. Dachform, Eindeckung, Leitungsweg und Gerüst entscheiden mit – ein kurzer Weg vom Dach zum Keller spart bares Geld.
Förderung. 30 bis 70 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Bund; das verschiebt die Rechnung erheblich.
Die aktuellen Preise der Einzelkollektoren, Sets und Komplettsets sehen Sie direkt im Produktlisting oberhalb dieses Textes. Was Ihre Anlage am Ende kostet, hängt an Ihrem Dach – deshalb rechnen wir sie mit Ihnen durch, bevor Sie bestellen.
Förderung
Fördermöglichkeiten für Solarthermieanlagen – So sparen Sie bei Ihrer Installation
Solarthermie ist als Einzelmaßnahme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude förderfähig; den Zuschuss beantragen Sie bei der KfW. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten, mit Boni sind bis zu 70 Prozent möglich. Gefördert wird gezielt der Gebäudebestand, nicht der Neubau.
Ihre Konstellation
Fördersatz
Zusammensetzung
Neue Solarthermieanlage
30 %
Grundförderung
Anlage ersetzt eine alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung
50 %
Grundförderung + Klimabonus
Haushaltseinkommen unter der Einkommensgrenze
60 %
Grundförderung + Einkommensbonus
Heizungstausch und Einkommensbonus zusammen
70 %
gedeckelter Höchstsatz
Der Klimabonus gilt auch für Gasetagenheizungen und mindestens 20 Jahre alte Gasheizungen. Er ist befristet und wird danach schrittweise abgesenkt. Einkommensgrenze, Bagatellgrenze und die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten stehen im Ratgeber und ändern sich – prüfen Sie beides vor dem Antrag.
Angebot einholen und Kollektor prüfen
Lassen Sie sich ein Angebot mit den konkreten Komponenten erstellen und gleichen Sie den Kollektor mit der BAFA-Liste der förderfähigen Solaranlagen ab.
Antrag stellen, bevor Sie beauftragen
Der Zuschuss wird vor der Auftragsvergabe beantragt. Wer zuerst kauft und dann beantragt, verliert die Förderung.
Bagatellgrenze im Blick behalten
Die förderfähigen Kosten müssen eine Bagatellgrenze übersteigen, sonst greift die Förderung nicht. Anschaffung, Installation, Inbetriebnahme und nötige Umfeldmaßnahmen zählen dazu.
Nach der Inbetriebnahme abrechnen
Fachunternehmererklärung und Rechnungen reichen Sie nach Abschluss ein; danach wird der Zuschuss ausgezahlt.
Neben der Bundesförderung gibt es Programme von Ländern und Kommunen sowie steuerliche Vergünstigungen; beides lässt sich mit dem Bundeszuschuss teilweise kombinieren. Welche Programme in Ihrem Bundesland offen sind, ändert sich laufend – fragen Sie vor dem Antrag bei Ihrer Kommune nach.
Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Solarthermie?
In den meisten Fällen brauchen Sie keine Baugenehmigung: Wer die Kollektoren auf oder in der Dachfläche montiert und dabei unter einem Drittel der Fläche bleibt, ist verfahrensfrei. Eine Anmeldung bei Bundesnetzagentur oder Finanzamt entfällt, weil Solarwärme nicht eingespeist und nicht vergütet wird.
Wann Sie keine Baugenehmigung brauchen
Genehmigungsfrei und damit verfahrensfrei ist die Anlage in der Regel, wenn sie diese Punkte erfüllt:
Sie nimmt nicht mehr als ein Drittel der Dach- oder Fassadenfläche ein.
Sie ist auf das Dach montiert oder in die Dachfläche integriert.
Sie ist in die Fassade integriert oder senkrecht darauf befestigt.
Sie liegt flach oder aufgeständert auf einem Flachdach.
Unabhängig davon gelten die Bauvorschriften: ausreichende Tragfähigkeit des Daches für Schneelast und Kollektorgewicht, ein asbestfreier Montagegrund und die Brandschutzvorschriften.
Wann eine Genehmigung doch erforderlich ist
Die Kollektoren ragen aus der Fassade heraus oder werden mit eigenem Neigungswinkel angebracht.
Die Kollektoren werden ab einer bestimmten Größe im Garten aufgestellt – die Grenze legen die Landesbehörden fest.
Das Haus steht unter Denkmalschutz oder gehört zu einem geschützten Bauensemble.
Die Vorschriften unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und oft sogar innerhalb der Kreise. In unklaren Fällen fragen Sie vorab beim zuständigen Bauamt an – das kostet nichts und erspart teure Rückbauten.
Solarthermie im Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Das Gebäudeenergiegesetz regelt die energetischen Anforderungen an beheizte Gebäude, also Heizungs- und Klimatechnik ebenso wie Wärmedämmung und Hitzeschutz. Wollen Sie Ihre alte Heizung ersetzen und die Wärme hauptsächlich solar erzeugen, kombinieren Sie die Anlage mit einem zweiten System – etwa einem Holzvergaserkessel oder einem wassergeführten Pelletofen. Das ist eine Solarthermie-Hybrid-Heizung.
Mindestgröße – die Anlage muss mindestens 0,07 m² Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche haben; bei Häusern mit ein bis zwei Wohneinheiten.
Vakuumröhren – werden sie eingesetzt, verringert sich die anzusetzende Aperturfläche um 20 Prozent.
Zweite Quelle – mindestens 60 Prozent des zusätzlichen Wärmebedarfs müssen aus Biogas, Bio-Öl oder zertifizierter Biomasse stammen, also aus Holz oder Pellets.
Checkliste
Kaufberatung: Schritt für Schritt zur eigenen Solarthermieanlage
Vor der Bestellung sind neun Punkte zu klären – vom Nutzungsziel über Dachausrichtung und Statik bis zum Stellplatz des Speichers. Haken Sie die Liste ab, bevor Sie ein Angebot anfordern; mit den Antworten lässt sich die Anlage in einem Gespräch auslegen statt in dreien.
Checkliste: Kauf einer Solarthermieanlage
Nutzungsziel festlegen
Nur Brauchwasser? Dann reichen 4 bis 6 m². Auch Heizungsunterstützung? Dann planen Sie ab 10 bis 20 m² und eher mit Vakuumröhren.
Verbrauch und Bewohnerzahl erfassen
Zahl der Bewohner inklusive Familienplanung, beheizte Nutzfläche und die Verbrauchsdaten des letzten Jahres bereitlegen.
Sanierungszustand einschätzen
Gedämmt oder ungedämmt, Alt- oder Neubau? Im Altbau ist das Einsparpotenzial größer, im Neubau der solare Deckungsgrad.
Ausrichtung und Neigung prüfen
Süden ist optimal, eine Abweichung nach Ost oder West kostet wenig Ertrag. Für Brauchwasser sind 20 bis 50 Grad sinnvoll, mit Heizungsunterstützung 45 bis 70 Grad.
Verschattung beobachten
Bäume und Nachbarhäuser mindern den Ertrag. Schatten am frühen Morgen ist weniger kritisch als Schatten um die Mittags- und Nachmittagszeit.
Dach und Statik klären
Freie Fläche auf Schrägdach, Flachdach oder Fassade, Tragfähigkeit für Kollektor und Schneelast, Art der Eindeckung: Pfannenziegel, Biberschwanz, Falz- oder Blechdach.
Leitungsweg festlegen
Außen am Haus, durch einen stillgelegten Schornstein oder mit Durchbrüchen im Haus? Die Länge bestimmt Dimension und Dämmung der Solarleitung.
Stellplatz des Speichers ausmessen
Keller oder Heizungsraum im Erdgeschoss? Entscheidend sind Türbreite und das Kippmaß, mit dem der Speicher um die Ecke kommt.
Förderantrag vorbereiten
Kollektor auf der BAFA-Liste prüfen und den Antrag stellen, bevor Sie den Auftrag vergeben.
0 / 9 Punkten geprüft
Angebot statt Bauchgefühl
Schicken Sie uns Ihre ausgefüllte Checkliste – wir stellen die Anlage zusammen und rechnen den Ertrag durch.
Die Montage läuft in vier Etappen und gehört in die Hand eines Fachbetriebs: Dacharbeit, Hydraulik und Inbetriebnahme greifen ineinander, und die Fachunternehmererklärung ist Bedingung für die Förderung. Von der Planung bis zur Abnahme vergehen üblicherweise ein bis zwei Arbeitstage.
Beratung und Planung
Bedarf klären, Systemgröße festlegen, den besten Standort für die Kollektoren bestimmen. Hier fällt auch die Entscheidung zwischen Flachkollektor und Vakuumröhre.
Kollektoren montieren
Kollektoren samt Solarwellrohr aufs Dach bringen und ausrichten. Neigung und Himmelsrichtung entscheiden über den Ertrag, die Befestigung über die Dichtheit des Daches.
Speicher und Steuerung einbinden
Der Speicher wird ins Heizsystem eingebunden, die Solarstation gesetzt und die Regelung angeschlossen. Die Fühler kommen in Kollektor und Speicher – ihre Position bestimmt, wann die Pumpe läuft.
Abnahme und Inbetriebnahme
Anlage befüllen, entlüften, Druck und Frostschutz messen, Funktion prüfen und die Regelung einstellen. Danach folgen Protokoll und Fachunternehmererklärung.
Planen Sie die Montage nicht in den Hochsommer: Steht der Kollektor bei voller Sonne ohne Durchfluss auf dem Dach, erreicht er seine Stagnationstemperatur, und das Befüllen wird zur Geduldsprobe. Früher Morgen oder eine abgedeckte Fläche lösen das Problem.
Wartung
Wartung und Pflege Ihrer Solarthermieanlage
Einmal im Jahr sollte ein Fachbetrieb die Anlage prüfen. Kontrolliert werden Druck und Zustand der Solarflüssigkeit, die Funktion von Pumpe und Regelung sowie der Speicher auf Verschleiß. Mehr Aufwand entsteht selten – die Kollektoren selbst sind wartungsfrei.
Jährliche Inspektion. Der Fachbetrieb erkennt beginnende Probleme, bevor sie den Ertrag kosten – das verlängert die Lebensdauer der Anlage.
Solarflüssigkeit messen. Sie verliert über die Jahre Frostschutz und Alkalität und wird bei Bedarf getauscht.
Anlagendruck prüfen. Fällt er ab, ist irgendwo Flüssigkeit verloren gegangen oder das Ausdehnungsgefäß hat seinen Vordruck verloren.
Kollektoren reinigen. In Regionen mit hoher Staubbelastung sinnvoll; sonst übernimmt der Regen den größten Teil.
Regelung und Fühler kontrollieren. Verstellte oder defekte Fühler sind die häufigste Ursache, wenn der Ertrag plötzlich einbricht.
Speicher ansehen. Anode, Dämmung und Anschlüsse gehören bei jeder Wartung auf die Liste.
FAQ
Häufige Fragen zu Solarthermieanlagen
Wie viel Kollektorfläche braucht ein Vier-Personen-Haushalt?
Für die Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushalts sind 4 bis 6 m² Kollektorfläche der übliche Ansatz, kombiniert mit einem Speicher um 300 Liter. Soll die Anlage zusätzlich die Heizung unterstützen, planen Sie 10 bis 20 m² und einen Pufferspeicher mit etwa 1.000 Litern.
Bei Vakuumröhrenkollektoren fällt die benötigte Fläche kleiner aus, weil sie bei Kälte und diffusem Licht mehr aus derselben Fläche holen; dafür ist bei ihnen der wirksame Anteil der Bruttofläche geringer, weil zwischen den Röhren Luft steht. Die genaue Auslegung hängt am Verbrauch, am Sanierungszustand und an der Dachausrichtung – dafür lohnt eine Fachplanung.
Welche Dachausrichtung und Dachneigung sind optimal?
Optimal ist eine Ausrichtung nach Süden, aber eine Abweichung nach Ost oder West verringert den Ertrag nur wenig. Auch ein Ost-West-Dach mit Kollektoren auf beiden Seiten erzielt gute Erträge.
Nur Warmwasser – ein flacherer Winkel von 20 bis 50 Grad, weil die Anlage vor allem im Sommer arbeitet.
Mit Heizungsunterstützung – ein steilerer Winkel von 45 bis 70 Grad, weil die Sonne in der Übergangszeit und im Winter tiefer steht.
Grundsätzlich lässt sich eine Anlage auf nahezu jedem Haus betreiben; die Sonneneinstrahlung reicht in ganz Deutschland aus, auch wenn sie zwischen Nord und Süd variiert.
Was passiert bei Verschattung des Daches?
Verschattung mindert die Leistung der Kollektoren, weil weniger Strahlung auf den Absorber trifft. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Schatten am frühen Morgen fällt kaum ins Gewicht, Schatten um die Mittags- und Nachmittagszeit kostet spürbar Ertrag.
Beobachten Sie Ihr Dach über den Tag und über die Jahreszeiten, bevor Sie planen – ein Baum, der im Juni nur streift, kann im Oktober die halbe Fläche verdecken.
Wie lange hält eine Solarthermieanlage?
Solarthermieanlagen erreichen eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren, manche Flachkollektoren halten länger. Die Energie, die ihre Herstellung gekostet hat, ist nach rund drei Jahren Betrieb wieder eingespart.
Verschleißteile sind nicht die Kollektoren, sondern Pumpe, Solarflüssigkeit und Dichtungen. Ausgediente Anlagen geben Sie über den Recyclinghof Ihrer Kommune ab, die Materialien gehen in die Wiederverwertung.
Lässt sich Solarthermie mit einem Kaminofen kombinieren?
Ja, und das ist die häufigste Kombination in unserem Sortiment. Ein wassergeführter Kaminofen, ein Pelletofen oder ein Holzvergaserkessel speist denselben Pufferspeicher wie die Solaranlage: Im Sommer arbeitet die Sonne allein, im Winter übernimmt das Feuer die Grundlast.
Für eine Solarthermie-Hybrid-Heizung nach dem Gebäudeenergiegesetz ist genau diese Kombination gefragt – mindestens 60 Prozent des zusätzlichen Wärmebedarfs müssen aus Holz, Pellets oder anderer zertifizierter Biomasse kommen. Fertig abgestimmte Komplettsets sparen dabei die hydraulische Planung.
Die passende Solaranlage finden
Von der einzelnen Solarpumpenstation bis zum abgestimmten Komplettset: Wir führen Kollektoren, Speicher und Zubehör der Hersteller, die im Solarbereich seit Jahren liefern. Eine Übersicht aller Marken finden Sie unter Kamin-Marken, Ergänzungen rund um die Anlage im Solarthermie-Ratgeber.
Fachberatung zu Auslegung und Hydraulik per Telefon, Mail oder vor Ort in Dresden
Förderfähige Kollektoren mit BAFA-Listung
Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands