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Ein Specksteinofen ist ein Kaminofen, dessen Verkleidung ganz oder teilweise aus Speckstein besteht. Der Naturstein nimmt die Hitze des Feuers auf und gibt sie zeitversetzt als milde Strahlungswärme ab. Bei kamdi24 finden Sie Holzöfen mit 4 bis 9,4 kW für rund 35 bis 120 m² Wohnfläche sowie Pelletöfen mit Specksteinmantel.
Speckstein, in der Fachsprache Steatit oder Talkstein genannt, besteht überwiegend aus Talk, dazu kommen Magnesit und Chlorit. Er ist dicht, nicht brennbar und so weich, dass er sich sägen, fräsen und schleifen lässt. Seinen Namen verdankt er der leicht fettigen Oberfläche. Weil jeder Block anders gemasert ist, sieht kein Specksteinofen genau aus wie der andere.
So ist ein Specksteinofen aufgebaut
In der Regel ist der Kaminofen innen aus Stahl gebaut, Specksteinplatten verkleiden Seiten, Deckel oder Front. Speicheröfen tragen zusätzlich massive Speichersteine. Anders als ein gemauerter Specksteinkamin ist ein Specksteinofen ein fertiges, freistehendes Gerät, das per Rauchrohr an den Schornstein angeschlossen wird. Schlanke Schwedenöfen mit Speckstein und großer Scheibe kommen im Sortiment von den dänischen Herstellern Lotus und TermaTech.
Der Unterschied zum reinen Stahlofen liegt im Wärmeverlauf: Stahl wird schnell heiß und kühlt schnell ab. Speckstein heizt langsamer an, hält die Wärme aber länger. Wie lange, hängt vor allem von der verbauten Steinmasse ab – mehr dazu im Abschnitt zur Wärmespeicherung.
Speckstein lohnt sich, wenn …
die Wärme nach dem Feuer im Raum bleiben soll, statt mit der Flamme zu verschwinden
Sie milde Strahlungswärme angenehmer finden als heiße Luft
der Ofen als Naturstein-Möbel zur Einrichtung passen soll
Sie abends einheizen und bis in die Nacht davon profitieren möchten
Ein Stahlofen reicht, wenn …
ein Raum in wenigen Minuten warm sein soll – dann reagiert ein Kaminofen aus Stahl schneller
der Boden kein zusätzliches Gewicht trägt und auch ein leichtes Modell mit Speckstein zu schwer ist
Sie nur selten und kurz heizen – dann nutzen Sie den Speichereffekt kaum
Vorteile
Vorteile von Specksteinöfen
Ein Specksteinofen verbindet zwei Wärmearten: die schnelle Konvektionswärme des Brennraums und die langsame Strahlungswärme des Steins. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Raumtemperatur mit weniger Spitzen nach dem Anheizen. Dazu kommen ein robustes, pflegeleichtes Material und eine Optik, die jedes Gerät zum Einzelstück macht.
Länger warm – der Stein gibt die gespeicherte Wärme nach dem Erlöschen des Feuers noch stundenlang ab, bei Speicheröfen laut Hersteller bis zu 14 Stunden.
Angenehme Wärme – Strahlungswärme wärmt Körper und Wände, ohne die Luft stark zu bewegen.
Gleichmäßiger Verlauf – der Stein puffert einen Teil der Spitzenleistung, die Raumtemperatur steigt nach dem Anheizen weniger stark an als bei einem reinen Stahlofen.
Robust und pflegeleicht – Speckstein ist nicht brennbar, meist genügt ein trockenes oder leicht feuchtes Tuch.
Unikat – Maserung und Farbton unterscheiden sich von Block zu Block, kein Ofen gleicht dem anderen. Kaminöfen mit Speckstein gibt es klassisch rund, oval oder modern kantig.
Speicherung
Wärmespeicherung und Nachheizeffekt
Wie lange ein Specksteinofen nachheizt, hängt von der Steinmasse ab, nicht vom Material allein. Jede Specksteinverkleidung speichert Wärme und gibt sie mehrere Stunden ab. Ein Speicherofen trägt darüber hinaus zusätzliche Speichersteine: mittelschwer mit rund 255 bis 340 kg oder als schwerer Speicherofen mit 435 bis 545 kg. Speicheröfen geben je nach Modell 4 bis 14 Stunden Wärme ab. Die Tabelle ordnet die drei Bauarten nach Gewicht und Nachwärme.
Bauart
Gewicht im Sortiment
Nachwärme laut Hersteller
Passt zu
Kaminofen mit Specksteinverkleidung
94 bis 375 kg, meist bis 260 kg
mehrere Stunden
regelmäßigem Nachlegen, Wohnungen und kleineren Häusern
Speicherofen mit Speichersteinen
rund 255 bis 340 kg
mehrere bis über 12 Stunden
einem kräftigen Abbrand am Abend mit Wärme bis in die Nacht
Schwerer Speicherofen
435 bis 545 kg
4 bis 14 Stunden
langen Heizabenden auf tragfähigem Boden, meist im Erdgeschoss
Spannen aus den Herstellerangaben der Specksteinöfen im Sortiment. Die tatsächliche Dauer hängt von Holzmenge, Abbrand und Raumtemperatur ab.
Das Prinzip ist bei allen Modellen gleich: Während des Abbrands lädt sich der Stein auf, danach gibt er die Wärme langsam über seine Oberfläche ab. Je mehr Masse, desto länger dauert das Aufladen – und desto länger reicht die Wärme. Ein Speicherofen mit 500 kg ist deshalb kein Ofen für die schnelle Stunde, sondern für den ganzen Abend. Die Masse ist aber nicht alles: Wie die Speichersteine verbaut sind und wie viel Wärme als warme Luft entweicht, entscheidet mit.
Zwei Herstellerwerte zeigen die Spanne: Der Uno Xtra von Austroflamm gibt mit 116 kg Speichermasse über 12 Stunden Wärme ab, der als Speicherofen geprüfte Maestro 152M von Lotus mit 510 kg bis zu 14 Stunden. Die Angabe „Speichermasse“ ist dabei nicht einheitlich: Ein Kaminofen im Sortiment nennt 137 kg, gemeint ist dort die Specksteinverkleidung, nicht ein eigener Speicherkern. Vergleichen Sie deshalb, ob zusätzliche Speichersteine verbaut sind. Bei einigen Speicheröfen lässt sich die Konvektionswärme über ein Konvektionsgitter steuern: geschlossen bleibt mehr Wärme im Stein, offen wird der Raum schneller warm. Speicheröfen aus allen Materialien erreichen Sie über den Tab „Speicherofen“ im nächsten Abschnitt.
Bauformen
Welche Bauformen gibt es?
Specksteinöfen gibt es in vier Bauformen: kompakte Stahlöfen mit Specksteinverkleidung, schwere Speicheröfen mit Speichersteinen, Öfen zum Kochen und Backen sowie Pelletöfen mit Specksteinmantel. Je Bauform sehen Sie, welche Leistung, welches Gewicht und welche Ausstattung das Sortiment abdeckt.
Bei kompakten Modellen sitzt der Speckstein als Verkleidung oder Einsatz auf einem Stahlkorpus. Die meisten wiegen 100 bis 250 kg, heizen schnell an und halten die Wärme spürbar länger als reine Stahlöfen. Sie passen in Wohnungen und kleinere Häuser, in denen Boden und Treppenhaus keinen 500-kg-Ofen zulassen. Mehrere Modelle sind zusätzlich Dauerbrandöfen.
Kaminofen aus Stahl mit Specksteinplatten
Leistung – 4 bis 8 kW, als Richtwert für rund 35 bis 85 m² in gut gedämmten Gebäuden
Gewicht – 94 bis 300 kg, die meisten Modelle zwischen 100 und 250 kg
Wirkungsgrad – 79 bis 86,9 Prozent
Ausstattung – einzelne Modelle raumluftunabhängig, teils mit DIBt-Zulassung; einige als Dauerbrandofen für Holz und Braunkohlebriketts
Gut zu wissen: Die kompakten Modelle nehmen Scheite von 25 bis 50 cm Länge auf, die meisten 33 cm. Messen Sie Ihr Brennholz vor dem Kauf: Wer 50-cm-Scheite lagert und einen Ofen für 25 cm wählt, muss jedes Scheit nachsägen.
Ein Speckstein-Speicherofen trägt deutlich mehr Stein und zusätzliche Speichersteine. Die Modelle wiegen rund 255 bis 545 kg und geben laut Hersteller nach dem Abbrand mehrere Stunden bis zu 14 Stunden Wärme ab. Sie heizen langsamer an, eignen sich aber für alle, die abends einheizen und die Wärme bis in die Nacht nutzen möchten. Einzelne Modelle sind zusätzlich als Wärmespeicherofen geprüft. Klären Sie vorab die Tragfähigkeit des Bodens.
Speicherofen mit Specksteinverkleidung
Leistung – 6 bis 8 kW, als Richtwert für rund 50 bis 85 m² in gut gedämmten Gebäuden
Gewicht – rund 255 bis 545 kg, davon 39 bis 116 kg Speichermasse bei den Modellen mit Herstellerangabe
Wirkungsgrad – 80 bis 83,5 Prozent
Ausstattung – teils raumluftunabhängig mit DIBt-Zulassung
Einige Specksteinöfen nutzen die Wärme doppelt: Auf der Kochplatte kochen Sie Wasser, Suppe oder Kaffee, im Backfach gelingen Brot, Pizza und Aufläufe. Ein Backfach im Sortiment misst zum Beispiel 35 × 25 × 28 cm (B × H × T) und erreicht laut Hersteller 180 bis 250 °C. Einige Modelle nehmen außerdem Scheite bis 50 cm auf, Sie legen also seltener nach. Die Leistung reicht von 7 bis 9,4 kW. Wer täglich kocht, ist mit einem Küchenherd mit Speckstein besser bedient: Er hat eine durchgehende Herdplatte auf Arbeitshöhe.
Specksteinofen mit Backfach
Leistung – 7 bis 9,4 kW, als Richtwert für rund 50 bis 120 m² in gut gedämmten Gebäuden
Gewicht – rund 220 bis 375 kg; ein Backfach bringt zusätzlich Masse
Wirkungsgrad – 78,7 bis 87,4 Prozent
Ausstattung – Kochplatte, Backfach oder beides; ein Modell ist zusätzlich als Herd nach EN 12815 geprüft
Wer Speckstein schätzt, aber nicht nachlegen möchte, wählt einen Pelletofen mit Specksteinverkleidung. Pellets werden automatisch dosiert und gezündet, die Steuerung läuft per Thermostat, Timer oder App. Die Tanks fassen meist 19 bis 25 kg Pellets; in kleiner Leistungsstufe reicht eine Füllung laut Hersteller bis über einen Tag. Pelletöfen brauchen Strom, einzelne Modelle arbeiten raumluftunabhängig.
Pelletofen mit Specksteinverkleidung
Leistung – 6,4 bis 8 kW, als Richtwert in gut gedämmten Gebäuden meist für rund 80 m², einzelne Modelle bis rund 100 m²
Gewicht – 105 bis 203 kg, also deutlich weniger Stein als bei Speicheröfen
Wirkungsgrad – 85,8 bis 92 Prozent
Anschluss – Rauchrohr mit 80 mm, Steckdose für Zündung und Förderschnecke; Steuerung je nach Modell per App
Vier Punkte entscheiden beim Specksteinofen: die Leistung passend zur Fläche, das Gewicht im Verhältnis zur Tragfähigkeit des Bodens, die Verbrennungsluft im dichten Neubau und der Rauchrohranschluss. Als Richtwert reichen 6 bis 7 kW für 40 bis 60 m² in einem gut gedämmten Haus.
Leistung
Wohnfläche gut gedämmt
Im Sortiment
4–5,5 kW
rund 35 m²
kompakte Holzöfen, meist unter 200 kg
6–7 kW
40–60 m²
größte Auswahl: kompakte Öfen, die meisten Speicheröfen, Öfen mit Backfach
7,2–8 kW
60–85 m²
größere Holzöfen, die meisten Pelletöfen
9–9,4 kW
110–120 m²
Holzöfen mit Kochplatte oder Backfach
Richtwerte für gut gedämmte Gebäude. Im Altbau planen Sie eine Stufe höher; die genaue Heizlast ermittelt ein Fachbetrieb.
Ein zu großer Ofen läuft gedrosselt: Das Holz verbrennt unvollständig und die Scheibe verrußt. Beim Specksteinofen kommt hinzu, dass der Stein die Wärme ohnehin über Stunden verteilt; die Leistung muss deshalb nicht großzügig bemessen sein.
Gewicht und Tragfähigkeit des Bodens
Die Specksteinöfen im Sortiment wiegen 94 bis 545 kg. Kein anderes Kriterium trennt die Bauformen so deutlich, deshalb klären Sie es vor der Modellwahl.
Prüfen – vor allem auf Holzbalkendecken und in oberen Etagen lassen Sie die Tragfähigkeit vorab von einem Statiker oder Fachbetrieb beurteilen.
Transport – Specksteinöfen wiegen ab rund 94 kg: Stellen Sie jeden Ofen mindestens zu zweit auf, schwere Modelle besser durch einen Fachbetrieb. Treppen und Türbreiten vorher messen.
Bodenschutz – vor brennbaren Böden gehört eine Bodenplatte gegen Funkenflug.
Verbrennungsluft im Neubau
In dichten Häusern mit kontrollierter Wohnraumlüftung darf die Lüftungsanlage im Aufstellraum keinen gefährlichen Unterdruck erzeugen, sonst können Abgase in den Raum gelangen. Der Ofen braucht deshalb eine Zulassung für den raumluftunabhängigen Betrieb, oder eine Sicherheitseinrichtung wie ein Differenzdruckwächter verhindert den gleichzeitigen Betrieb. Dafür gibt es Holz- und Pelletöfen mit Speckstein und DIBt-Zulassung, weitere Modelle sind raumluftunabhängig ausgelegt. Klären Sie die Luftzufuhr vor dem Kauf mit dem Bezirksschornsteinfeger, denn sie hängt auch von der Lüftungsanlage ab.
Abgasstutzen und Anschluss
Durchmesser – die meisten Holzöfen der Kategorie haben einen Abgasstutzen mit 150 mm, einige Modelle von Austroflamm und La Nordica 130 mm, die Pelletöfen 80 mm.
Lage – viele Modelle gibt es wahlweise mit Rauchabgang oben oder hinten; legen Sie die Variante passend zum Schornsteinanschluss fest.
Zubehör – das passende Rauchrohr verbindet Stutzen und Schornstein.
Brennstoff: Holz oder Briketts
Alle Holzöfen der Kategorie verbrennen Scheitholz, einige Modelle von Fireplace, Justus und Oranier sind zusätzlich für Braunkohlebriketts freigegeben. Einzelne Modelle sind als Dauerbrandofen ausgelegt: Sie dürfen über 24 Stunden betrieben werden und halten mit Braunkohlebriketts die Glut laut Hersteller bis zu 12 Stunden. Mit Holz legen Sie häufiger nach.
Zulassung und Abnahme
Kaminöfen, die nach dem 31. Dezember 2014 errichtet werden, müssen die Stufe 2 der 1. BImSchV einhalten: höchstens 1,25 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,04 g/m³ Staub, bei Geräten mit Herdprüfung nach DIN EN 12815 höchstens 1,50 g/m³ Kohlenmonoxid. Der Mindestwirkungsgrad hängt von der Bauart ab: 73 Prozent für Raumheizer mit Flachfeuerung, 70 Prozent für Dauerbrandöfen mit Füllfeuerung und für Herde, 75 Prozent für Speicheröfen. Die Holzöfen im Sortiment geben 78,7 bis 87,4 Prozent an.
Einige Modelle, etwa von Fireplace, Schmitzker und TermaTech, weisen zusätzlich die Münchner, Regensburger oder Aachener Norm aus. Ob am Aufstellort eine örtliche Vorgabe gilt, weiß der Bezirksschornsteinfeger. Vor der ersten Nutzung nimmt der Bezirksschornsteinfeger den Ofen ab.
Empfehlung
Welcher Specksteinofen passt zu Ihnen?
Welcher Specksteinofen passt, entscheiden drei Fragen: Wie groß ist der Raum, wann heizen Sie, und was trägt der Boden? Die vier Ausgangslagen zeigen, welche Bauform wofür spricht: vom dichten Neubau über den Speicherofen für lange Abende bis zum Pelletofen, der ohne Nachlegen auskommt.
Beim Specksteinofen frage ich zuerst nach dem Tagesablauf. Wer abends nach der Arbeit einheizt und die Wärme bis zum Morgen nutzen möchte, ist mit einem schweren Speicherofen gut beraten. Wer am Wochenende mehrmals kurz anfeuert, fährt mit einem kompakten Modell mit Specksteinverkleidung besser, weil es schneller warm wird. Danach prüfen wir Gewicht und Boden – bei über 400 kg ist das keine Nebensache.
Silvio Wirth, Ofen-Fachberater bei kamdi24
Pflege
Pflege und Reinigung
Speckstein ist pflegeleicht: Meist genügt gelegentliches Abstauben mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch. Flecken lösen Sie mit warmem Wasser und milder Seife. Aggressive und scheuernde Reinigungsmittel sind dagegen tabu, sie greifen die Oberfläche an. Reinigen Sie die Steinflächen immer nur im kalten Zustand.
Staub – mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abwischen, wenn der Ofen ausgekühlt ist.
Flecken – mit warmem Wasser und milder Seife lösen, ohne zu scheuern.
Kratzer – Speckstein ist vergleichsweise weich, vermeiden Sie deshalb Stöße und scharfkantige Gegenstände. Ob und wie sich Kratzer beheben lassen, steht in der Pflegeanleitung Ihres Modells; fragen Sie im Zweifel den Hersteller.
Scheibe und Brennraum – Glasreiniger, Aschesauger und Bürsten finden Sie unter Kaminreinigung.
Für einen sauberen Ofen und eine klare Scheibe zählt vor allem trockenes Holz: Nach § 3 Abs. 3 der 1. BImSchV muss der Feuchtegehalt von Scheitholz unter 25 Prozent liegen, bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht. Hersteller empfehlen ofentrockenes Holz mit höchstens 20 Prozent Restfeuchte.
Kostenlose Fachberatung zum Specksteinofen
Unsere Berater prüfen mit Ihnen Leistung, Gewicht und Verbrennungsluft und schlagen passende Specksteinöfen vor.
Öfen mit Specksteinverkleidung geben laut Hersteller nach dem Erlöschen des Feuers noch mehrere Stunden Wärme ab, Speicheröfen mit zusätzlichen Speichersteinen je nach Modell bis zu 14 Stunden:
Speicheröfen mit Speichersteinen – rund 255 bis 340 kg, mehrere bis über 12 Stunden
Schwere Speicheröfen – 435 bis 545 kg, laut Hersteller 4 bis 14 Stunden
Mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch mehr Stunden: Aufbau der Speichersteine und Abbrand entscheiden mit.
Eignet sich ein Specksteinofen für jedes Haus?
Für die meisten Häuser ja, mit zwei Einschränkungen. Erstens das Gewicht: Bei schweren Speicheröfen bis 545 kg muss der Boden die Last tragen, leichte Modelle beginnen bei 94 kg. Zweitens die Luftdichtheit: In Neubauten mit Lüftungsanlage brauchen Sie in der Regel ein raumluftunabhängiges Modell mit DIBt-Zulassung.
Im Altbau planen Sie eine Leistungsstufe höher als im Neubau; die genaue Heizlast ermittelt ein Fachbetrieb.
Was unterscheidet Speckstein von anderen Ofenverkleidungen?
Speckstein ist selbst ein Naturstein. Er ist dicht und nicht brennbar, aber vergleichsweise weich. Stöße und Kratzer sollten Sie vermeiden; wie sich Kratzer beheben lassen, steht in der Pflegeanleitung Ihres Modells. Für die Wärmespeicherung zählt vor allem die Masse: Je mehr Stein am Ofen verbaut ist, desto länger heizt er nach. Ein Stahlofen ohne Steinverkleidung kühlt dagegen schnell ab.
Wer eine andere Natursteinoptik bevorzugt, findet Modelle unter Kaminöfen mit Sandstein. Manche Modelle gibt es wahlweise mit Speckstein, Sandstein oder Keramik.
Welche Leistung braucht mein Specksteinofen?
Als Richtwert für gut gedämmte Gebäude: 4 bis 5,5 kW für rund 35 m², 6 bis 7 kW für 40 bis 60 m², 7,2 bis 8 kW für 60 bis 85 m² und 9 bis 9,4 kW für 110 bis 120 m². Im Altbau planen Sie eine Stufe höher. Die Holz-Specksteinöfen im Sortiment decken 4 bis 9,4 kW ab, die Pelletöfen 6,4 bis 8 kW, meist für rund 80 m², einzelne Modelle laut Hersteller bis rund 100 m².
Kann man auf einem Specksteinofen kochen oder backen?
Ja, mit den passenden Modellen. Im Sortiment gibt es Specksteinöfen mit Kochplatte, mit Backfach oder mit beidem, von 7 bis 9,4 kW. Auf der Kochplatte halten Sie Töpfe warm oder kochen Wasser, im Backfach gelingen Brot und Aufläufe. Die Leistung wählen Sie trotzdem nach der Raumgröße, nicht nach dem Kochwunsch.
Gibt es Specksteinöfen auch als Pelletofen?
Ja. Im Sortiment tragen Pelletöfen von Oranier und Austroflamm eine Specksteinverkleidung. Sie heizen mit 6,4 bis 8 kW und erreichen 85,8 bis 92 Prozent Wirkungsgrad; mehrere Modelle lassen sich per App steuern. Mit 105 bis 203 kg tragen sie deutlich weniger Stein als Speicheröfen: Der Speckstein macht die Wärme milder, ersetzt aber keinen Speicherofen.
Kann ich einen Kaminofen mit Specksteinplatten nachrüsten?
Nur mit Teilen, die der Hersteller für genau Ihr Modell anbietet, etwa eine Topplatte oder eine Seitenplatte aus Speckstein. Ersatz- und Zubehörteile der Hersteller finden Sie unter Kaminofen-Ersatzteile. Selbst zugeschnittene Platten weichen vom geprüften Aufbau des Ofens ab; klären Sie solche Umbauten vorab mit Hersteller und Bezirksschornsteinfeger.
Eine nachgerüstete Platte macht aus einem Stahlofen außerdem keinen Speicherofen. Wer die lange Nachwärme sucht, wählt besser gleich einen Specksteinofen mit genügend Steinmasse.
Den passenden Specksteinofen finden
Wir führen Specksteinöfen von Herstellern wie Austroflamm, Lotus, Spartherm, Oranier, Justus und Fireplace – vom leichten Stahlofen mit Speckstein bis zum Speicherofen mit über 500 kg. Gemeinsam mit Ihnen klären wir, welches Modell zu Raum, Boden und Schornstein passt.
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