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Pelletöfen

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Schornsteinberechnung 2025/12

Ihr Berater zum Thema Pelletöfen:

Sie haben Fragen zu unseren Pelletöfen oder Pelletkesseln? Kevin Koepp unterstützt Sie gern bei der Auswahl des passenden Geräts – abgestimmt auf Ihren Heizbedarf und Ihre individuellen Anforderungen. Sie sind unsicher, welches Modell zu Ihnen passt? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern weiter.
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Kevin Koepp
Kevin Koepp Ihr Pelletöfen-Berater

Was ist ein Pelletofen und für wen lohnt er sich?

Ein Pelletofen ist ein Einzelraumofen, der gepresste Holzpellets automatisch aus einem eingebauten Vorratsbehälter in den Brennraum fördert, selbst zündet und die Leistung nach Ihrer Wunschtemperatur regelt. Sie sehen ein echtes Feuer, legen aber kein Holz nach. Die meisten Geräte heizen mit 6 bis 12 kW und erreichen 85 bis 96 Prozent Wirkungsgrad.

Technisch arbeitet der Ofen wie eine kleine Heizung: Eine Förderschnecke dosiert die Pellets in die Brennschale, ein elektrisches Zündelement entfacht das Feuer, ein Gebläse versorgt es mit Luft. Ein Raumgebläse bläst die Wärme zusätzlich als warme Luft in den Raum. Bei vielen Modellen lässt es sich abschalten, dann heizt der Ofen leiser über die Strahlungswärme seiner Oberfläche. Gesteuert wird per Display, Fernbedienung, Wochentimer oder, bei vielen Geräten, per App.

Im Alltag heizt er morgens per Timer auf, lässt sich abends per App einschalten, und eine Tankfüllung reicht je nach Stufe von mehreren Stunden bis über zwei Tage. Dafür braucht er Strom und einen Schornsteinanschluss. Vom Kaminofen hat er das Feuer hinter der Scheibe, daher heißt er im Handel auch Pelletkaminofen; Brennstoffzufuhr, Zündung und Regelung laufen aber automatisch.

Ein Pelletofen ist richtig, wenn …

  • Sie Feuer sehen, aber kein Holz hacken, lagern und nachlegen möchten
  • der Raum zu festen Zeiten warm sein soll, auch wenn niemand zu Hause ist
  • Sie Wohnzimmer und offene Bereiche gezielt beheizen und die Zentralheizung entlasten wollen
  • ein Schornstein vorhanden ist oder sich ein Edelstahlschornstein nachrüsten lässt

Ein Kaminofen passt besser, wenn …

  • der Ofen auch ohne Strom heizen soll – Kaminöfen für Scheitholz brauchen keine Steckdose
  • Sie das Knistern und Nachlegen von Holz als Teil des Erlebnisses schätzen
  • Sie eigenes Scheitholz haben und es trocken lagern können

Leistung

Welche Leistung passt zu Ihrer Wohnfläche?

Die passende Leistung richtet sich nach der Fläche, die der Ofen beheizen soll, und nach der Dämmung. Als Richtwert für gut gedämmte Gebäude reichen 6 bis 8 kW für rund 65 bis 90 m². Weil ein Pelletofen seine Leistung herunterregeln kann, gleicht er eine kleine Reserve besser aus als ein Scheitholzofen, ein deutlich zu großes Gerät aber nicht.

Leistungsklasse Wohnfläche gut gedämmt Typischer Einsatz
bis 6 kW bis 65 m² Wohnung, Niedrigenergiehaus, einzelner Raum – Pelletöfen bis 6 kW
6 bis 8 kW 65–90 m² Wohn- und Essbereich im Einfamilienhaus – Pelletöfen 6 bis 8 kW
9 bis 11 kW 100–125 m² offene Grundrisse, Altbau mit mittlerer Fläche – Pelletöfen 9 bis 11 kW
12 bis 15 kW 130–160 m² große, offene Etagen, unsanierter Altbau – Pelletöfen 12 bis 15 kW

Richtwerte nach dem maximalen Raumheizvermögen, das die Hersteller zur Nennwärmeleistung angeben, bei 2,5 m Deckenhöhe und für gut gedämmte Gebäude. Im unsanierten Altbau planen Sie eine Stufe höher; die genaue Heizlast ermittelt ein Fachbetrieb.

Ein Pelletofen arbeitet in mehreren Leistungsstufen und läuft die meiste Zeit in Teillast. Ist er stark überdimensioniert, taktet er häufig zwischen An und Aus oder brennt dauerhaft auf kleinster Stufe; die Brennschale verschlackt dann schneller und die Scheibe verrußt. Wählen Sie deshalb die Klasse, in die Ihre Fläche fällt, nicht die größte.

Entscheidend ist außerdem, wie die Wärme in die Nachbarräume kommt. Offene Türen und Treppen verteilen warme Luft gut, geschlossene Räume kaum. Einige Modelle bieten eine Warmluftkanalisierung, mit der Sie einen Teil der Wärme per Kanal in ein Nebenzimmer leiten.

Bauarten

Welche Bauart passt zu Ihrem Haus?

Der klassische Pelletofen ist luftgeführt: Er wärmt den Raum, in dem er steht, und angrenzende offene Bereiche. Daneben gibt es wasserführende Pelletöfen für die Zentralheizung, Pelleteinsätze für bestehende Kamine, Kombiöfen für Holz und Pellets sowie Pelletkessel für den Heizraum. Welche Bauart passt, hängt davon ab, was der Ofen versorgen soll.

Für die meisten Käufer ist der luftgeführte Pelletofen der richtige Einstieg: Er braucht keinen Heizungsbauer für die Einbindung und lässt sich wie ein Kaminofen an den Schornstein anschließen. Wasserführende Geräte lohnen sich, wenn ein Pufferspeicher vorhanden ist oder ohnehin die Heizung erneuert wird.

Einen Kaminbausatz mit Pelletofen, also Pelletfeuerung samt fertiger Kaminverkleidung, gibt es im Sortiment nicht. Wer einen Pelletofen zum Einbauen sucht, wählt einen Pelleteinsatz und lässt ihn in eine Kaminverkleidung oder einen bestehenden offenen Kamin setzen.

Vergleich

Pelletofen oder Kaminofen?

Beide Öfen zeigen ein echtes Feuer, unterscheiden sich aber im Alltag deutlich. Der Pelletofen nimmt Ihnen Zünden, Nachlegen und Regeln ab und hält die Temperatur konstant. Der Kaminofen heizt ohne Strom und mit Scheitholz, verlangt dafür aber Lagerplatz, Nachlegen und Aufmerksamkeit. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, die beim Kauf den Ausschlag geben.

Kriterium Pelletofen Kaminofen (Scheitholz)
Bedienung zündet und regelt automatisch, Timer, Thermostat, oft App von Hand anzünden, nachlegen, Luft regeln
Heizdauer ohne Eingriff bei Nennleistung meist 7 bis 14 Stunden, auf kleinster Stufe bis 60 Stunden eine Holzauflage, danach nachlegen
Strom nötig (230 V) für Zündung, Förderung und Gebläse nicht nötig
Wirkungsgrad gesetzlich mindestens 85 %, im Sortiment 85 bis 96 % gesetzlich mindestens 73 % (Zeitbrand) bzw. 70 % (Dauerbrand)
Brennstoff und Lager Pellets in 15-kg-Säcken, trocken und platzsparend Scheitholz, luftig gelagert und gut getrocknet
Geräusch leises Gebläse- und Fördergeräusch still, nur das Knistern des Holzes

Mindestwirkungsgrade nach Anlage 4 der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung.

Wer beides möchte, das Holzfeuer am Wochenende und die Automatik im Alltag, wählt einen Kombiofen: Er verbrennt Scheitholz und Pellets in einem Gerät an einem Schornsteinanschluss. Ein reiner Einzelraumofen bleibt aber beides: Pellet- wie Kaminofen ergänzen die Zentralheizung, statt sie zu ersetzen.

Kaufberatung

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Sechs Punkte entscheiden beim Pelletofen-Kauf: die Leistung passend zur Fläche, der Schornsteinanschluss, die Verbrennungsluft, die Stellfläche, das Geräusch im Wohnraum und die Steuerung samt Tankgröße. Haken Sie die Liste ab, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden: Leistung, Anschlüsse und Maße lassen sich nach dem Kauf nicht mehr ändern.

Checkliste Pelletofen-Kauf

  1. Leistung zur Fläche

    Beheizte Fläche und Dämmstand festlegen, dann die Leistungsklasse aus der Tabelle oben wählen – nicht die größte.

  2. Schornstein und Rauchrohr

    Vorhandenen Schornstein vom Schornsteinfeger prüfen lassen. Fast alle Pelletöfen haben einen 80-mm-Abgasstutzen, die meisten brauchen 5 bis 12 Pa Förderdruck.

  3. Verbrennungsluft

    Im dichten Neubau oder mit Lüftungsanlage ein raumluftunabhängiges Gerät mit DIBt-Zulassung wählen und die Zuluft von außen einplanen.

  4. Stellplatz und Abstände

    Steckdose in Reichweite, Abstand zu brennbaren Möbeln vor der Scheibe meist 800 mm, seitlich und hinten 100 bis 200 mm. Für Nischen und Flure gibt es flache Modelle.

  5. Geräusch

    Für Wohn- und Schlafbereiche ein Modell mit abschaltbarem Raumgebläse oder geringer Gebläsestufe wählen.

  6. Steuerung und Tank

    Timer, Thermostat oder App nach Bedarf. Der Tank fasst meist 14 bis 30 kg. Wie lange er reicht, ist Tankinhalt geteilt durch Verbrauch; ein Pelletofen mit großem Tank läuft bei gleichem Verbrauch entsprechend länger.

0 / 6 Punkten geprüft

Zwei Beispiele zeigen, wie die Kriterien die Auswahl verengen. Im dichten Neubau mit Wohnraumlüftung kommen Modelle wie der Austroflamm Polly 2.0 oder der Clou infrage: Beide sind raumluftunabhängig mit DIBt-Zulassung und haben ein abschaltbares Gebläse. Für einen schmalen Flur oder eine Nische ist dagegen die Tiefe entscheidend: Der Extraflame Luisella 5.0 Maxi ist nur 290 mm tief, dafür fasst sein Tank 10 kg.

Pelletofen im Wohnzimmer: Verkleidung und Farbe

Im Wohnzimmer steht der Ofen jeden Tag im Blick, die Verkleidung ist dort auch eine Einrichtungsfrage. Die meisten Modelle haben einen Korpus aus Stahl, überwiegend in Schwarz, daneben gibt es Ausführungen in Grau, Weiß, Creme oder Bordeauxrot, eckig oder mit runden Formen. Verkleidungen aus Keramik, Speckstein oder Naturstein speichern nach Herstellerangaben Wärme und geben sie nach dem Abschalten noch eine Weile an den Raum ab. Viele Modelle gibt es in mehreren Verkleidungen oder Farben, sodass Sie das passende Gerät nicht wegen der Optik verwerfen müssen.

Aus der Praxis

Erst den Schornsteinzug klären, dann das Design

Die meisten Kunden kommen mit einem Lieblingsmodell. Ich frage dann zuerst, wie viel Förderdruck ihr Schornstein liefert. Viele Pelletöfen kommen mit 5 Pa aus, andere brauchen 10 bis 12 Pa, also doppelt so viel oder mehr. Zieht der Schornstein schwach, engt das die Auswahl auf Geräte mit niedrigem Förderdruck ein. Danach klären wir Steckdose und Lüftungsanlage, und erst dann schauen wir auf Optik und Steuerung.

Kevin Koepp, Berater für Pelletöfen und Pelletkessel bei kamdi24

Installation

Schornstein, Verbrennungsluft und Aufstellung

Ein Pelletofen braucht einen Schornstein, eine Steckdose und ausreichend Verbrennungsluft. Angeschlossen wird er über ein dünnes 80-mm-Rauchrohr, das sich leichter verlegen lässt als beim Kaminofen. Vor der ersten Nutzung nimmt der Bezirksschornsteinfeger die Anlage ab. Die folgenden Punkte klären Sie am besten vor dem Kauf.

Schornstein und Rauchrohr

  • Anschluss – fast alle Geräte haben einen Abgasstutzen mit 80 mm, je nach Modell hinten, oben oder seitlich. Kombiöfen für Holz und Pellets brauchen 120 oder 130 mm.
  • Förderdruck – die meisten Geräte benötigen 5 bis 12 Pa Förderdruck; je niedriger der Wert, desto eher kommt das Gerät auch mit einem schwach ziehenden Schornstein zurecht. Ob Ihr Schornstein genug liefert, berechnet der Schornsteinfeger oder unsere Schornsteinberechnung.
  • Mehrfachbelegung – viele Modelle sind als Bauart 1 für einen Schornstein mit mehreren angeschlossenen Feuerstätten geeignet; ob der Anschluss erlaubt ist, entscheidet der Schornsteinfeger.
  • Kein Schornstein – dann lässt sich ein Edelstahlschornstein außen am Haus nachrüsten.

Verbrennungsluft im dichten Haus

Der Ofen braucht Sauerstoff. In älteren Häusern zieht er ihn aus dem Raum, in luftdichten Neubauten oder bei laufender Wohnraumlüftung muss die Luft von außen kommen. Die meisten Geräte haben dafür einen Zuluftstutzen mit rund 50 mm, über den ein Außenluftanschluss die Verbrennungsluft direkt zuführt. Für den gemeinsamen Betrieb mit einer Lüftungsanlage verlangt der Schornsteinfeger in der Regel ein Gerät mit DIBt-Zulassung oder eine Sicherheitseinrichtung.

Abstände, Boden und Gewicht

  • Abstände – vor der Sichtscheibe verlangen viele Hersteller 800 mm zu brennbaren Gegenständen, seitlich und hinten 100 bis 200 mm. Maßgeblich ist die Montageanleitung des Modells.
  • Boden – vor brennbaren Böden wie Parkett oder Laminat gehört eine Funkenschutzplatte, etwa eine Bodenplatte aus Glas.
  • Gewicht – die Öfen wiegen rund 70 bis 280 kg und damit meist weniger als Speicheröfen; bei Holzbalkendecken trotzdem die Tragfähigkeit prüfen.

Stromanschluss

Einen stromlosen Pelletofen gibt es im Sortiment nicht: Zündung, Förderschnecke und Gebläse arbeiten elektrisch, angeschlossen wird an eine normale Steckdose mit 230 V. Den meisten Strom zieht der Ofen beim Zünden, im laufenden Betrieb arbeiten nur Förderschnecke, Gebläse und Steuerung. Fällt der Strom aus, stoppt die Pelletzufuhr und das Feuer geht aus. Viele Modelle starten nach einem Kontrollzyklus automatisch neu, sobald der Strom zurück ist. Wer ganz ohne Stromanschluss heizen möchte, ist mit einem Kaminofen für Scheitholz besser bedient.

Pflicht
  • Ofenrohr für Pelletöfen

    Verbindet den 80-mm-Stutzen dicht mit dem Schornstein.

  • Schornstein

    Vorhanden und geprüft oder als Edelstahlschornstein nachgerüstet.

  • Funkenschutz am Boden

    Vor brennbaren Böden zwingend, aus Glas oder Stahl.

Empfohlen

Rechtlicher Rahmen

Für jeden Pelletofen, der seit dem 1. Januar 2015 aufgestellt wird, gilt die zweite Stufe der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung. Geräte ohne Wassertasche dürfen bei der Typprüfung höchstens 0,25 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,03 g/m³ Staub ausstoßen und müssen mindestens 85 Prozent Wirkungsgrad erreichen, wasserführende Geräte 0,02 g/m³ Staub und 90 Prozent. Für Sie heißt das: Betrieben werden darf nur ein Ofen, dessen Hersteller diese Werte mit einer Typprüfung nachweist (Prüfgrundlage der Verordnung: DIN EN 14785); auf der Produktseite steht das meist unter den Normen als „BImSchV Stufe 2“. Vor der ersten Nutzung nimmt der Bezirksschornsteinfeger den Ofen ab.

Betrieb

Was kostet ein Pelletofen im Betrieb?

Die laufenden Kosten bestimmt vor allem der Pelletverbrauch. Bei voller Leistung verbrauchen die Geräte je nach Größe etwa 1,4 bis 2,7 kg Pellets pro Stunde, in der Teillast deutlich weniger. Dazu kommen etwas Strom und die jährliche Wartung. Mit dem Verbrauch Ihres Wunschmodells und dem aktuellen Pelletpreis rechnen Sie die Kosten selbst aus.

Wie lange ein Tank reicht, ergibt sich aus Tankinhalt geteilt durch Verbrauch. Ein 8-kW-Ofen mit 1,8 kg/h bei Nennleistung und 20-kg-Tank läuft rund 11 Stunden auf Volllast (20 kg ÷ 1,8 kg/h); ein 15-kg-Sack entspricht gut acht Stunden. Auf kleiner Stufe hält derselbe Tank deutlich länger – die Hersteller geben je nach Modell bis zu 60 Stunden an.

Den Wirkungsgrad sieht man in dieser Rechnung wieder: Ein Kilogramm Qualitätspellets hat einen Heizwert von mindestens rund 4,6 kWh. Je höher der Wirkungsgrad, desto mehr davon kommt als Wärme im Raum an. Die Geräte im Sortiment tragen fast durchweg die Energieeffizienzklasse A+.

Förderung

Luftgeführte Pelletöfen gehören nicht zu den förderfähigen Biomasseheizungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Infrage kommen bestimmte wasserführende Pelletöfen und Pelletkessel, die die Heizung des Hauses übernehmen und auf der amtlichen Liste der förderfähigen Biomasseanlagen stehen. Eine Auswahl finden Sie unter förderfähige Pelletöfen.

Pflege

Nachfüllen, Reinigung und Wartung

Ein Pelletofen braucht wenig, aber regelmäßige Pflege. Sie füllen den Tank von oben aus dem Sack nach, saugen je nach Nutzung alle paar Tage die Brennschale aus und leeren einmal pro Woche den Aschekasten. Einmal im Jahr empfehlen die Hersteller eine Wartung durch einen Fachbetrieb. So bleibt die Verbrennung sauber und der Wirkungsgrad hoch.

  • Nach Bedarf – Tank nachfüllen, Sichtscheibe im kalten Zustand reinigen.
  • Alle 2 bis 3 Tage – Brennschale aussaugen oder abklopfen, sofern sie sich nicht selbst reinigt.
  • Wöchentlich – Aschekasten leeren, Brennraum aussaugen.
  • Jährlich – Wartung von Wärmetauscher, Gebläsen und Dichtungen durch den Fachbetrieb; der Schornsteinfeger prüft die Abgaswege.

Die genauen Intervalle hängen von Modell, Pelletqualität und Heizdauer ab; maßgeblich ist die Bedienungsanleitung. Die Pelletqualität entscheidet mit darüber, wie oft Sie reinigen: Die Hersteller schreiben Holzpellets nach DIN EN ISO 17225-2 mit 6 mm Durchmesser vor, zertifiziert etwa als ENplus A1 oder DINplus. Billige Pellets mit hohem Aschegehalt verschlacken die Brennschale schneller. Lagern Sie die Säcke trocken, denn feuchte Pellets zerfallen und verstopfen die Förderschnecke.

Viele Geräte haben eine Scheibenspülung, die das Glas länger sauber hält. Verschleißteile wie Dichtungen, Zündelemente oder Brennschalen finden Sie unter Pelletofen-Ersatzteile.

FAQ

Häufige Fragen zum Pelletofen

Wie laut ist ein Pelletofen?

Hersteller geben für einzelne Modelle je nach Stufe 35 bis 45 dB an, etwa so laut wie ein leiser Kühlschrank. Hörbar sind vor allem das Raumgebläse und das Rieseln der Pellets in die Brennschale. Wer es leiser möchte, wählt ein Modell mit abschaltbarem Raumgebläse; dann gibt der Ofen die Wärme vor allem über seine Oberfläche ab.

Kann ein Pelletofen das ganze Haus heizen?

Ein luftgeführter Pelletofen heizt den Aufstellraum und offen angrenzende Bereiche, über eine Warmluftkanalisierung auch einen Nebenraum. Für geschlossene Zimmer in anderen Etagen reicht das nicht. Soll das ganze Haus samt Warmwasser versorgt werden, brauchen Sie einen wasserführenden Pelletofen oder einen Pelletkessel, eingebunden in die Heizung.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Ohne Strom stoppen Förderschnecke und Gebläse, das Feuer in der Brennschale geht aus. Weil dabei auch das Abgasgebläse stillsteht, kann bis zum Erlöschen etwas Rauch austreten, vor allem bei schwachem Schornsteinzug; wie Sie dann vorgehen, steht in der Bedienungsanleitung. Viele Modelle zünden nach Rückkehr des Stroms und einem kurzen Prüfablauf selbstständig neu. Wer auch bei Stromausfall heizen muss, braucht zusätzlich einen Kaminofen für Scheitholz.

Wie lange reicht eine Tankfüllung?

Bei Nennleistung reicht eine Tankfüllung meist 7 bis 14 Stunden, auf kleinster Stufe geben die Hersteller je nach Modell 16 bis 60 Stunden an. Die meisten Tanks fassen 14 bis 30 kg, also ein bis zwei Säcke; wie lange sie reichen, hängt von Tankgröße und Leistungsstufe ab.

Welche Pellets darf ich verwenden?

Verwenden Sie Holzpellets mit 6 mm Durchmesser nach DIN EN ISO 17225-2, erkennbar an Zertifikaten wie ENplus A1 oder DINplus. Andere Brennstoffe, etwa Getreide oder Holzhackschnitzel, sind in Pelletöfen nicht zugelassen; minderwertige Pellets verstopfen zudem die Brennschale und können die Garantie gefährden.

Wird ein Pelletofen staatlich gefördert?

Luftgeführte Pelletöfen nicht: Sie gehören nicht zu den förderfähigen Biomasseheizungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Infrage kommen bestimmte wasserführende Pelletöfen und Pelletkessel, die das Haus über die Zentralheizung versorgen. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Gerät auf der amtlichen Liste der förderfähigen Biomasseanlagen steht und in einem bestehenden Gebäude eingebaut wird.

Darf ich einen Pelletofen selbst anschließen?

Aufstellen und das Rauchrohr montieren können handwerklich geübte Käufer selbst. Achten Sie dabei auf die Mindestabstände aus der Montageanleitung, einen geeigneten Untergrund und ausreichenden Schornsteinzug. In Betrieb nehmen dürfen Sie den Ofen aber erst, wenn der Bezirksschornsteinfeger Anschluss, Abstände und Verbrennungsluft abgenommen hat. Sprechen Sie ihn am besten schon vor dem Kauf an.

Den passenden Pelletofen finden

Wir führen Pelletöfen von Herstellern wie Extraflame, Edilkamin, Austroflamm, Aduro, Justus und Olsberg – vom flachen Modell für die Nische bis zum raumluftunabhängigen Ofen für den Neubau. Gemeinsam mit Ihnen klären wir, welches Gerät zu Raum, Schornstein und Alltag passt.

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