Die richtige Holzart wählen: Hartholz vs. Weichholz
Die Wahl der Holzart beeinflusst maßgeblich, wie effizient Ihr Kaminofen heizen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Harthölzern und Weichhölzern – beide haben ihre Berechtigung.
Harthölzer wie Buche, Eiche, Esche und Birke zeichnen sich durch einen hohen Brennwert aus. Sie brennen langsamer und gleichmäßiger, setzen dabei mehr Energie frei und hinterlassen weniger Asche. Buche ist besonders beliebt, da sie ein attraktives Flammenbild erzeugt und kaum funkenflug produziert. Birke verströmt beim Abbrennen einen angenehmen Duft.
Weichhölzer wie Fichte, Kiefer, Tanne und Lärche entzünden sich schneller und eignen sich daher hervorragend als Anzündholz. Da sie Harz enthalten, kann es zu Funkenflug kommen – ideal also für geschlossene Kaminöfen. Die Kombination beider Holzarten ist sinnvoll: Mit Weichholz anheizen und mit Hartholz nachlegen.
Qualität erkennen: So unterscheiden Sie gutes von schlechtem Brennholz
Hochwertiges Brennholz brennt sauber und effizient, während minderwertiges Holz starke Rauchentwicklung, Rußbildung und schlechte Heizleistung verursacht. Die folgenden Merkmale helfen Ihnen beim Erkennen von Qualität:
Restfeuchte: Laut Bundes-Immissionsschutzgesetz darf Brennholz maximal 25 % Restfeuchte enthalten. Optimal sind Werte unter 20 %. Zu feuchtes Holz vermindert die Heizleistung und kann den Kamin schädigen. Frisch geschlagenes Holz muss je nach Art ein bis drei Jahre trocknen.
Farbe und Risse: Trockenes, ofenfertiges Holz ist hell, während feuchtes Holz dunkel erscheint. Feine Risse an den Schnittflächen deuten auf ausreichende Trocknung hin. Zu starke Rissbildung sollten Sie jedoch meiden, da sie zu verstärktem Funkenflug führt.
Klangten: Schlägen Sie zwei Holzscheite zusammen, sollte ein heller, klingender Ton entstehen. Ein dumpfer Klang deutet auf hohe Feuchtigkeit hin.
Geruch: Trockenes Holz riecht leicht harzig, feuchtes dagegen muffig. Auch Verfärbungen und unangenehmer Geruch können auf Pilz- oder Ungezieferbefall hinweisen – dann besser nicht kaufen.
Brennholz-Vergleich: Holzarten und ihre Eigenschaften
| Holzart |
Brennwert |
Brenndauer |
Flammenbild |
Besonderheiten |
| Buche |
Sehr hoch |
Lang |
Sehr schön |
Beliebtestes Kaminholz |
| Eiche |
Sehr hoch |
Sehr lang |
Weniger attraktiv |
Ideal für Kachelöfen |
| Birke |
Hoch |
Mittel |
Schön |
Angenehmer Duft |
| Esche |
Sehr hoch |
Lang |
Schön |
Gute Alternative zu Buche |
| Fichte/Kiefer |
Mittel |
Kurz |
Lebhaft |
Ideal zum Anzünden |
"Gutes Brennholz mit unter 20 % Restfeuchte verbrennt nicht nur effizienter, sondern schont auch Ihren Kamin und die Umwelt – weniger Ruß, weniger Feinstaub, mehr Wärme."
Maßeinheiten verstehen: Raummeter, Schüttraummeter und Festmeter
Beim Preisvergleich von Brennholz ist es entscheidend, die unterschiedlichen Maßeinheiten zu kennen. Nur so können Sie Angebote fair vergleichen.
Raummeter (RM): Ein würfelförmiger Stapel mit jeweils einem Meter Höhe, Breite und Tiefe aus ordentlich geschichteten Holzscheiten. Durch die Zwischenräume ist weniger Holz enthalten als beim Festmeter. Der Raummeter ist die gebräuchlichste Einheit.
Schüttraummeter (SRM): Hier wird das Holz lose in einen Kubikmeter geschüttet. Die Zwischenräume sind größer, daher enthält ein SRM weniger Holz als ein RM. Ungefähr gilt: 1 RM = 1,5 SRM.
Festmeter (FM): Die reine Holzmasse ohne Zwischenräume. Ein Festmeter entspricht etwa 0,7 Raummetern. Beim Vergleich: 1 RM = 0,7 FM.
Achte beim Kauf immer darauf, dass die Preisangaben auf derselben Maßeinheit basieren. Ein günstiger Schüttraummeter kann am Ende teurer sein als ein Raummeter.
Preise und Spartipps: So kaufen Sie günstig ein
Die Preise für Brennholz schwanken je nach Saison, Region, Holzart und Aufbereitung. Im Sommer sind die Preise in der Regel am niedrigsten, da die Nachfrage gering ist. Wer vorausschauend plant und im Frühjahr oder Sommer kauft, spart bares Geld.
Mengenrabatte nutzen: Bei größeren Bestellmengen gewähren viele Händler Rabatte. Vielleicht haben Ihre Nachbarn ebenfalls einen Kamin – dann lohnt sich eine gemeinsame Bestellung.
Selbst spalten: Ofenfertiges, gespaltenes Brennholz ist deutlich teurer als ganze Stämme. Wer selbst spaltet und Zeit hat, spart erheblich. Auch frisches Holz ist günstiger – Sie brauchen dann aber Platz zum Lagern und Geduld zum Trocknen.
Regional kaufen: In ländlichen Regionen ist Brennholz oft günstiger als in städtischen Gebieten. Kurze Transportwege reduzieren zudem die Lieferkosten und verbessern die Ökobilanz.
Zur praktischen Aufbewahrung eignet sich ein Holzkorb direkt neben Ihrem Kaminofen.
Wo Brennholz kaufen: Bezugsquellen im Überblick
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an hochwertiges Brennholz zu kommen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile:
Fachhändler und Brennholzhändler: Hier bekommen Sie ofenfertiges, getrocknetes Holz mit Qualitätsgarantie. Die Lieferung erfolgt bequem nach Hause. Preise sind höher, dafür sparen Sie Zeit und Arbeit.
Baumärkte: Praktisch für kleinere Mengen und spontanen Bedarf. Die Qualität variiert, und die Preise sind oft höher als beim Fachhändler.
Forstämter und Waldbesitzer: Wer direkt beim Forstamt kauft, erhält Holz zu günstigen Konditionen. Allerdings muss es meist noch gespalten und getrocknet werden. Mit einem Sammelschein dürfen Sie in manchen Regionen auch Holz im Wald sammeln.
Sägewerke: Restholz und Abschnitte gibt es hier oft zu Sonderpreisen. Qualität und Trocknungsgrad sollten Sie jedoch prüfen.
Unabhängig von der Bezugsquelle gilt: Bestehe auf schriftlichen Angaben zu Holzart, Maßeinheit und Feuchtigkeitsgehalt. So vermeiden Sie Überraschungen.
Die Blog-Inhalte wurden von unserer Redaktion mithilfe von KI erstellt