Eigenleistung vs. Fachbetrieb: Was lohnt sich wirklich?
Die Montage eines Kaminofens können Sie grundsätzlich selbst durchführen – sofern Sie handwerklich versiert sind und die notwendigen Vorschriften kennen. Die Eigenmontage spart in der Regel zwischen 200 und 500 Euro an Montagekosten. Allerdings birgt sie auch Risiken: Fehlerhafte Installationen können zu Sicherheitsproblemen führen und die Abnahme durch den Schornsteinfeger gefährden.
Ein Fachbetrieb wie der kamdi24 Montageservice bietet hingegen den Vorteil einer fachgerechten Installation mit Gewährleistung. Besonders bei komplexeren Einbausituationen – etwa wenn eine Kernbohrung erforderlich ist oder ein neuer Schornstein installiert werden muss – empfiehlt sich die professionelle Montage.
Vergleich: Eigenmontage vs. Fachbetrieb
| Kriterium | Eigenmontage | Fachbetrieb |
| Kosten | Nur Materialkosten | 200–500 € zusätzlich |
| Zeitaufwand | 4–8 Stunden | 2–4 Stunden |
| Gewährleistung | Nur auf Material | Auf Material und Montage |
| Risiko bei Fehlern | Trägt der Heimwerker | Trägt der Fachbetrieb |
| Geeignet für | Einfache Installationen | Alle Situationen |
Vorbereitung und Planung: Der erste Schritt zum Erfolg
Bevor Sie mit der eigentlichen Montage beginnen, sollten Sie unbedingt einen Termin mit Ihrem zuständigen Schornsteinfeger vereinbaren. Bei einer Vor-Ort-Begehung prüft er, ob ein geeigneter Schornsteinanschluss vorhanden ist, welche Mindestabstände eingehalten werden müssen und ob bauliche Veränderungen notwendig sind.
Wählen Sie den Aufstellort sorgfältig: Der Kaminofen sollte möglichst nah am Schornstein positioniert werden, um die Länge des Ofenrohres zu minimieren. Beachten Sie dabei die vom Hersteller vorgegebenen Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien – in der Regel mindestens 20 cm zur Wand und 80–100 cm zu Möbeln im Strahlungsbereich.
„Der Schornsteinfeger ist Ihr wichtigster Partner bei der Kaminofen-Installation. Holen Sie sich vor dem Kauf eine fachkundige Einschätzung – so vermeiden Sie böse Überraschungen bei der Abnahme."
Die passenden Ofenrohre und Rauchrohre finden Sie in verschiedenen Durchmessern und Längen. Achten Sie darauf, dass der Rohrdurchmesser zum Rauchrohrausgang Ihres Kaminofens passt. Für den Bodenschutz empfehlen wir eine hochwertige Funkenschutzplatte aus Glas oder eine robuste Variante aus Stahl.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kaminofen aufstellen
Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, können Sie mit der eigentlichen Montage beginnen. Folgen Sie dieser Anleitung für eine sichere Installation:
1 Standort vorbereiten
Legen Sie die Funkenschutzplatte am gewählten Standort aus. Die Platte muss mindestens 30 cm seitlich und 50 cm vor dem Ofen überstehen.
2 Kaminofen positionieren
Stellen Sie den Kaminofen auf die Funkenschutzplatte und richten Sie ihn mit der Wasserwaage waagerecht aus. Achten Sie auf die Sicherheitsabstände.
3 Wandfutter einsetzen
Markieren Sie die Position für das Wandfutter am Schornstein. Setzen Sie das Wandfutter in die vorhandene Öffnung ein oder lassen Sie eine Kernbohrung durchführen.
4 Ofenrohre montieren
Verbinden Sie die Ofenrohre miteinander und stecken Sie sie auf den Rauchrohrausgang des Kaminofens. Führen Sie das letzte Rohrstück in das Wandfutter ein.
5 Dichtheit prüfen
Kontrollieren Sie alle Verbindungen auf festen Sitz. Bei Bedarf können Sie feuerfesten Dichtmörtel verwenden.
6 Abnahme beantragen
Kontaktieren Sie Ihren Schornsteinfeger für die offizielle Abnahme. Erst nach dessen Freigabe dürfen Sie den Kaminofen in Betrieb nehmen.
Häufige Fehler beim Kaminofen-Aufstellen vermeiden
Auch erfahrene Heimwerker machen bei der Kaminofen-Montage manchmal Fehler. Diese häufigen Probleme sollten Sie unbedingt vermeiden:
Zu geringe Sicherheitsabstände: Unterschätzen Sie nicht die Wärmeabstrahlung eines Kaminofens. Halten Sie immer die vom Hersteller angegebenen Mindestabstände zu brennbaren Materialien ein.
Falscher Rohrdurchmesser: Das Ofenrohr muss exakt zum Rauchrohrausgang des Kaminofens passen. Ein zu kleiner Durchmesser behindert den Abgasfluss, ein zu großer führt zu Undichtigkeiten.
Fehlende Verbrennungsluft: Moderne, gut gedämmte Häuser benötigen oft eine externe Luftzufuhr für den Kaminofen. Klären Sie dies vorab mit dem Schornsteinfeger.
Ungeeigneter Bodenbelag: Ohne ausreichende Funkenschutzplatte riskieren Sie Brandschäden am Bodenbelag. Die Platte ist bei brennbaren Böden Pflicht.
Schornsteinfeger-Abnahme: Was Sie wissen müssen
Die Abnahme durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ist in Deutschland Pflicht, bevor Sie einen Kaminofen in Betrieb nehmen dürfen. Der Schornsteinfeger prüft dabei folgende Punkte:
• Einhaltung der Sicherheitsabstände zu brennbaren Bauteilen
• Korrekte Dimensionierung und Verlegung der Ofenrohre
• Ausreichende Verbrennungsluftzufuhr
• Vorhandensein einer geeigneten Funkenschutzplatte
• Übereinstimmung mit den Angaben der Typprüfung
Für die Abnahme benötigen Sie die Bedienungsanleitung des Kaminofens sowie das Typenschild mit den technischen Daten. Die Kosten für die Abnahme liegen in der Regel zwischen 50 und 100 Euro.
„Nehmen Sie Ihren Kaminofen niemals ohne offizielle Abnahme in Betrieb. Bei einem Schadensfall kann dies zum Verlust des Versicherungsschutzes führen."
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