Wann ist eine Funkenschutzplatte Pflicht?
Die Feuerungsverordnung (FeuVO) der Bundesländer regelt, wann eine Bodenplatte für Ihren Kaminofen vorgeschrieben ist. Grundsätzlich gilt: Steht Ihr Ofen auf einem brennbaren Untergrund, ist eine Funkenschutzplatte Pflicht.
Als brennbare Böden gelten unter anderem Holzdielen, Parkett, Laminat, PVC, Teppichboden und Kork. Nur bei nicht brennbaren Bodenbelägen wie Fliesen, Naturstein oder Beton können Sie unter Umständen auf eine Schutzplatte verzichten. Ihr zuständiger Schornsteinfeger prüft bei der Abnahme, ob alle Vorschriften eingehalten werden.
Eine Funkenschutzplatte erfüllt drei wichtige Aufgaben: Sie schützt vor Brandschäden durch Funkenflug, bewahrt den Boden vor Verschmutzung durch Asche und verteilt das Gewicht des Kaminofens gleichmäßig auf den Untergrund.
Die richtige Größe der Funkenschutzplatte
Die Mindestmaße für Funkenschutzplatten sind in der Feuerungsverordnung genau festgelegt. Ausgehend von der Feuerungsöffnung Ihres Kaminofens muss die Bodenplatte folgende Abstände einhalten:
| Bereich |
Mindestabstand |
| Nach vorne (vor der Feuerungsöffnung) |
mindestens 50 cm |
| Seitlich (links und rechts) |
mindestens 30 cm |
| Nach hinten (bei freistehenden Öfen) |
gemäß Wandabstand (mind. 20-40 cm) |
Bei Kaminöfen mit geschlossenem Bodenbereich genügt oft eine Vorlegeplatte, die nur den Bereich vor der Feuerraumtür abdeckt. Prüfen Sie hierzu die Herstellerangaben Ihres Ofens. Wird die Bodentemperatur unter dem Ofen unter 85 °C gehalten, reicht eine kleinere Vorlegeplatte aus.
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Materialien im Überblick: Glas, Stahl oder Stein?
Funkenschutzplatten sind in verschiedenen Materialien erhältlich. Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Bei kamdi24 finden Sie hochwertige Funkenschutzplatten aus Glas und Bodenplatten aus Stahl in vielen Formen und Größen.
Funkenschutzplatten aus Glas
Glasplatten bestehen aus bruchsicherem Einscheibensicherheitsglas (ESG) mit einer Stärke von mindestens 6 mm. Sie sind transparent, wodurch der Bodenbelag sichtbar bleibt und der Raum optisch größer wirkt. Glasplatten sind vergleichsweise günstig und in vielen Formen erhältlich. Ein Nachteil: Unter der Platte sichtbarer Schmutz erfordert eine gründliche Versiegelung der Ränder.
Funkenschutzplatten aus Stahl
Stahlplatten überzeugen durch Robustheit und Langlebigkeit. Sie sind bereits ab 1,5 mm Stärke belastbar und damit besonders flach. Die Oberfläche kann gehämmert, gebürstet oder pulverbeschichtet sein. Pulverbeschichtete Stahlplatten lassen sich in nahezu jeder RAL-Farbe individualisieren. Wichtig: Nach der Reinigung gut trocknen, um Rostbildung zu vermeiden.
Funkenschutzplatten aus Naturstein
Natursteinplatten aus Granit, Schiefer oder Marmor sind die edelste Variante. Sie bieten eine hohe Druckbelastbarkeit und passen hervorragend zu Kaminöfen mit Natursteinverkleidung. Die Oberflächen können poliert, gebürstet oder geflammt sein. Nachteile sind das hohe Gewicht, die größere Dicke und der höhere Preis.
Materialvergleich auf einen Blick
| Eigenschaft |
Glas |
Stahl |
Naturstein |
| Preis |
günstig (60-120 €) |
sehr günstig bis mittel |
hoch (ab 250 €) |
| Gewicht |
leicht (~20 kg) |
leicht bis mittel |
schwer |
| Dicke |
6 mm |
ab 1,5 mm |
10-20 mm |
| Pflege |
einfach |
einfach (trocken halten) |
spezieller Reiniger |
| Optik |
transparent, neutral |
modern, individuell |
edel, rustikal |
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Funkenschutzplatten gibt es in zahlreichen Formen, passend zu jedem Kaminofen und Aufstellort. Die gängigsten Formen sind:
Rechteck und Quadrat: Klassische Formen für freistehende Kaminöfen mit frontaler Feuerungsöffnung.
Sechseck und Fünfeck: Ideal für Öfen, die in Raumecken oder an schrägen Wänden stehen.
Rundbogen und Segmentbogen: Perfekt für Kamine, die in einer Nische oder an der Wand platziert werden.
Kreis und Ellipse: Besonders geeignet für runde oder drehbare Kaminöfen.
Tropfenform: Eine moderne Variante, die wenig Platz beansprucht und trotzdem alle Vorschriften erfüllt.
Montage und Dichtlippe
Die einfachste Variante ist das Auflegen der Platte auf den Bodenbelag. Damit jedoch kein Schmutz unter die Platte gelangt, empfiehlt sich die Verwendung einer Dichtlippe. Diese selbstklebende Gummilippe wird am Rand der Unterseite befestigt und schließt den Spalt zum Boden ab.
Tipp: Markiere die Position der Platte vor dem Aufkleben der Dichtlippe. So stellen Sie sicher, dass die Platte exakt an der gewünschten Stelle liegt, bevor Sie den Kaminofen darauf platziern.
Eine alternative Montage ist das Einlassen der Funkenschutzplatte in den Estrich. Diese Variante ist aufwendiger und teurer, bietet jedoch eine bündige Oberfläche ohne Stolperkanten. Diese Lösung sollten Sie bereits bei der Bauplanung berücksichtigen.
Kosten und Kauftipps
Die Preise für Funkenschutzplatten variieren je nach Material, Größe und Form. Hier ein Überblick über die typischen Preisspannen:
Glasplatten: 60 bis 120 Euro für Standardgrößen
Stahlplatten: Ab 20 Euro für einfache Bleche, hochwertige pulverbeschichtete Varianten ab 80 Euro
Natursteinplatten: Ab 250 Euro, Sonderanfertigungen entsprechend teurer
Bei der Auswahl sollten Sie neben dem Preis auch auf die passende Form und die Einhaltung der Mindestabstände achten. Im kamdi24 Kaminzubehör-Shop finden Sie eine große Auswahl an Funkenschutzplatten für jeden Bedarf.
Achte beim Kauf darauf, dass die Platte mindestens 50 cm nach vorne und 30 cm seitlich über die Feuerungsöffnung hinausragt. Miss vorher genau aus, welche Größe Sie benötigen.
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