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17.12.25

Kaminofen einbrennen

Kaminofen einbrennen: Anleitung für den ersten Brand | kamdi24
Kaminofen einbrennen: Anleitung für den ersten Brand | kamdi24
Kaminofen einbrennen: Glut im Feuerraum eines neuen Kaminofens. Holzscheite und Rauch sind sichtbar. Fokus auf erster
Kaminofen einbrennen: So gelingt die Erstinbetriebnahme

Bild wurde KI-generiert

Der neue Kaminofen steht endlich in Ihrem Wohnzimmer – doch bevor Sie das erste gemütliche Feuer genießen können, ist das korrekte Einbrennen ein unverzichtbarer Schritt. So härtet der Lack aus, Materialien werden getestet und Ihr Ofen ist für viele Jahre bereit!

17.12.25 | von kamdi24 Redaktion

Warum muss ein Kaminofen eingebrannt werden?

Das Einbrennen eines neuen Kaminofens ist kein optionaler Schritt, sondern eine technische Notwendigkeit. Der Begriff geht auf den sogenannten Einbrennlack zurück, mit dem die meisten Kaminöfen beschichtet sind. Dieser Lack muss bei den ersten Bränden einbrennen und durch anschließendes Abkühlen vollständig aushärten.

Während des Einbrennvorgangs werden zudem alle verbauten Materialien einem ersten Härteten unterzogen. Die Stahlhaut dehnt sich bei Hitze aus, Isoliersteine im Feuerraum werden erstmals thermisch belastet und alle Verbindungen werden auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Ein Knacken und Knistern während der ersten Brände ist dabei völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Das Einbrennen ist wie eine Generalprobe für Ihren Kaminofen – erst danach ist er vollständig einsatzbereit und optimal geschützt.

Ohne korrektes Einbrennen riskiern Sie, dass der Lack nicht richtig aushärtet, was zu unschönen Verfärbungen oder sogar zum Abblättern der Beschichtung führen kann. Außerdem könnten mögliche Materialfehler unentdeckt bleiben, die sich später im Dauerbetrieb als problematisch erweisen.

Neuer Kaminofen im Wohnzimmer vor dem ersten Einbrennen. Lack und Materialien werden vor dem ersten Feuer begutachtet.

Bild wurde KI-generiert

Die richtige Vorbereitung vor dem ersten Brand

Bevor Sie Ihren neuen Kaminofen zum ersten Mal anfeuern können, sollten Sie einige wichtige Vorbereitungen treffen. Diese gewährleisten nicht nur einen reibungslosen Einbrennvorgang, sondern auch Ihre Sicherheit.

Zunächst sollte der Ofen vom Schornsteinfeger abgenommen worden sein. Dieser prüft, ob alle Anschlüsse korrekt sind und die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Erst nach dieser Freigabe dürfen Sie den Ofen in Betrieb nehmen.

Checkliste vor dem Einbrennen

  • Abnahme durch den Schornsteinfeger erfolgt
  • Zubehörteile aus Feuerraum und Aschekasten entfernt
  • Aufkleber (außer Typenschild) vorsichtig abgelöen
  • Mindestabstände zu brennbaren Materialien geprüft
  • Funkenschutzplatte vorhanden (bei brennbarem Boden)
  • Trockenes Brennholz bereitgestellt
  • Fenster für Belüftung vorbereitet

Kontrolliere den Ofen auf lose Zubehörteile im Aschekasten oder Feuerraum – diese sollten Sie vor dem ersten Brand entfernen. Achte darauf, die lackierten Oberflächen nicht mit den Fingern zu berühren, da sich sonst unschöne Abdrücke einbrennen können.

Für brennbare Böden ist eine Funkenschutzplatte aus Glas oder eine Bodenplatte aus Stahl unbedingt erforderlich. Diese schützen Ihren Fußboden vor Funkenflug und Hitzeeinwirkung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einbrennen

Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, kann es losgehen. Befolge diese Schritte für ein sicheres und effektives Einbrennen Ihres Kaminofens:

1Luftregler und Drosselklappe öffnen

Öffne alle Luftregler und die Drosselklappe vollständig. So gewährleisten Sie eine optimale Sauerstoffzufuhr für die Verbrennung und ermöglichen den Abzug von Lackausgasungen.

2Brennholz schichten

Verwende für das erste Anfeuern ausschließlich trockenes Weichholz. Etwa 2-3 kg Brennstoff sind für den ersten Brand ideal. Als Anzündhilfe eignen sich natürliche Kaminanzünder oder etwas Holzwolle.

3Feuer entfachen

Entfache das Feuer mit einem Streichholz oder Feuerzeug. Beginne mit einer kleinen Menge Brennholz und steigere die Brennstoffmenge erst bei späteren Bränden schrittweise.

4Ofentür anlehnen – nicht verriegeln!

Besonders wichtig: Die Ofentür darf beim ersten Brand nicht komplett verriegelt werden! Lehne sie nur mit geschlossenem Griff an oder klemme ein Stück Holz zwischen Tür und Feuerraum. Andernfalls könnte die Türdichtung einbrennen und die Tür ließe sich danach nicht mehr öffnen.

5Feuer beobachten

Lass das Feuer nie unbeaufsichtigt. Beobachte den Brennvorgang kontinuierlich und achte auf ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche. Normales Knacken und Knistern ist unbedenklich.

6Abkühlen lassen

Nachdem das Brennholz vollständig verbrannt ist, lass den Ofen mindestens 3 Stunden abkühlen. Erst während dieser Abkühlphase härtet der Lack endgültig aus.

Berühre den Ofen während des Einbrennens und der Abkühlphase niemals mit bloßen Händen – Fingerabdrücke würden sich dauerhaft im Lack einbrennen!

Kaminofen vor Einbrennen: Schornsteinanschluss geprüft, Teil einer Ofen-Vorbereitung.

Bild wurde KI-generiert

Wie oft und wie lange sollte eingebrannt werden?

Ein einzelner Einbrennvorgang reicht grundsätzlich aus, um den Kaminofen einsatzbereit zu machen. Viele Hersteller empfehlen jedoch 2-3 Brennvorgänge mit jeweils etwa 3 kg Brennholz, um dem Lack seine endgültige Festigkeit zu geben.

In der Praxis hat es sich bewährt, die Temperatur von Brand zu Brand langsam zu steigern und dem Ofenkörper 5-7 Brände Zeit zum vollständigen Aushärten zu geben. So vermeiden Sie Risse in den Isoliersteinen und verhindern, dass sich der Ofenkörper verzieht.

Empfohlener Einbrenn-Ablauf

Brand Brennstoffmenge Temperatur Hinweis
1. Brand ca. 2-3 kg niedrig Tür anlehnen, nicht verriegeln
2. Brand ca. 3 kg mittel Tür anlehnen, gut lüften
3. Brand ca. 3-4 kg mittel-hoch Tür kann geschlossen werden
4.-7. Brand normal steigern Normalbetrieb möglich

Nach etwa 3-5 Bränden ist der Lack in der Regel vollständig ausgehärtet und Sie können Ihren Kaminofen im Normalbetrieb nutzen. Vermeide es aber, den Ofen in den ersten Wochen auf maximale Leistung zu fahren – gib ihm Zeit, sich an die Wärmebelastung zu gewöhnen.

Warum stinkt der Kaminofen beim Einbrennen?

Ein unangenehmer Geruch während der ersten Brände ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Dieser entsteht durch die Lackausgasungen, wenn der Einbrennlack bei Hitze aushärtet. Auch das Rauchrohr kann beim ersten Betrieb Gerüche entwickeln.

Der Geruch kann recht intensiv sein und an verbrannten Kunststoff erinnern. Auch leichte Rauchentwicklung im Raum ist möglich. Diese Erscheinungen sind jedoch nur temporär und verschwinden nach dem vollständigen Aushärten des Lacks.

Profi-Tipp: Brenn Ihren neuen Kaminofen im Sommer bei geöffnetem Fenster ein – so können die Gerüche optimal abziehen und Sie müssen nicht in der kalten Jahreszeit lüften.

Sorge während der gesamten Einbrennphase für eine gute Belüftung des Raumes. Öffne Fenster oder Türen, um die Gerüche abzuleiten. Obwohl die Lackausgasungen als gesundheitlich unbedenklich gelten, sollten Sie sich während des Einbrennens idealerweise in einem anderen Raum aufhalten.

Nach dem vollständigen Abkühlen sollten keine ungewöhnlichen Gerüche mehr zu vernehmen sein. Falls der Geruch bei späteren Bränden wieder auftritt, könnte dies auf ein Problem mit der Verbrennung oder dem Brennmaterial hindeuten.

Die Blog-Inhalte wurden von unserer Redaktion mithilfe von KI erstellt