Warum ein Kaminofen im Neubau besonders sinnvoll ist
Wer beim Hausbau von Anfang an einen Kaminofen einplant, profitiert von zahlreichen Vorteilen gegenüber einer nachträglichen Installation. Der Schornstein kann optimal in die Gebäudestruktur integriert werden, alle Anschlüsse sind von Beginn an vorgesehen und die Kosten bleiben überschaubar.
Ein Kaminofen ergänzt moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen ideal. Gerade an kalten Wintertagen, wenn die Luftwärmepumpe viel Strom benötigt, kann der Kaminofen unterstützen und die Heizkosten senken. Das Zusammenspiel beider Systeme schafft ein effizientes und zukunftssicheres Heizkonzept.
Darüber hinaus steigert ein Kaminofen den Wohnkomfort und die Immobilienwert deutlich. Das flackernde Flammenspiel sorgt für eine einzigartige Atmosphäre, die kein anderes Heizgerät bieten kann.
Bei Neubauten mit Wärmepumpe ist kein Schornstein für die Heizung nötig – er wird ausschließlich für den Kaminofen eingeplant. Das ermöglicht eine optimale Positionierung und individuelle Gestaltung.
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Schornsteinplanung: Das Herzstück der Kamininstallation
Der Schornstein ist das zentrale Element für den Betrieb eines Kaminofens. Im Neubau wird er bereits in der Rohbauphase eingeplant und errichtet. Dabei sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten.
Der richtige Schornsteinquerschnitt hängt von der Leistung des Ofens, der Abgastemperatur und der Höhe des Schornsteins ab. Ihr Schornsteinfeger kann die optimalen Maße berechnen und wichtige Ratschläge zur Installation geben.
Im energieeffizienten Neubau ist die externe Luftzufuhr besonders wichtig. Bei gut gedämmten Häusern muss die Verbrennungsluft von außen zugeführt werden, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Der Schornstein übernimmt dabei oft auch die Funktion der Frischluftzufuhr.
Schornsteinvarianten im Vergleich
| Schornsteinart |
Vorteile |
Nachteile |
| Gemauerter Schornstein |
Hohe Speicherkapazität, langlebig |
Höherer Platzbedarf, längere Bauzeit |
| Leichtbau-Schornstein |
Schnelle Montage, geringes Gewicht |
Geringere Speicherkapazität |
| Edelstahlschornstein |
Flexibel einsetzbar, korrosionsbeständig |
Höhere Kosten, äußere Montage |
Genehmigungen und rechtliche Voraussetzungen
Jeder Kaminofen ist genehmigungspflichtig und muss vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger abgenommen werden. Im Neubau sollten Sie den Schornsteinfeger frühzeitig in die Planung einbeziehen – idealerweise bereits in der Entwurfsphase.
Die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) legt verbindliche Grenzwerte für Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissionen fest. Neue Kaminöfen müssen die BImSchV Stufe 2 erfüllen, was moderne Geräte problemlos schaffen. Achte beim Kauf darauf, dass der Ofen entsprechend zertifiziert ist.
Zusätzlich gelten je nach Bundesland unterschiedliche Feuerungsverordnungen. Diese regeln unter anderem Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen und Anforderungen an die Verbrennungsluftzufuhr. Ihr Schornsteinfeger kennt die regionalen Vorgaben und berät Sie entsprechend.
Das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) schreibt vor: In Neubauten dürfen nur Kaminöfen mit externer Luftzufuhr eingebaut werden. Raumluftunabhängige Modelle sind daher die erste Wahl.
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Den perfekten Aufstellort finden
Der Aufstellort des Kaminofens wird im Neubau bereits beim Rohbau festgelegt, da hier der Schornsteinanschluss eingeplant wird. Berücksichtige dabei sowohl praktische als auch ästhetische Aspekte.
Ein zentraler Standort im Wohnbereich ermöglicht eine optimale Wärmeverteilung. Bei offenen Wohnkonzepten kann der Kaminofen auch als Raumteiler fungieren und zum architektonischen Highlight werden. Achte darauf, dass genügend Abstand zu Möbeln und brennbaren Materialien eingehalten wird.
Ein raumluftunabhängiger Kaminofen ist für energieeffiziente Neubauten die ideale Wahl. Er bezieht die Verbrennungsluft von außen und beeinträchtigt nicht die kontrollierte Wohnraumlüftung. Besonders in Passivhäusern sind nur Modelle mit DIBt-Zulassung erlaubt.
Vergiss nicht die Funkenschutzplatte unter dem Kaminofen. Sie schützen den Bodenbelag vor Funken und Hitze. Die Platte muss mindestens 50 cm vor und 30 cm seitlich über den Ofen hinausragen.
Die richtige Leistung für Ihren Neubau wählen
Die passende Heizleistung hängt von der Raumgröße und dem Dämmstandard des Gebäudes ab. In gut gedämmten Neubauten reichen oft bereits 5 bis 7 kW aus, um große Wohnbereiche zu beheizen.
Als Faustregel gilt: Bei einem Neubau mit guter Wärmedämmung werden etwa 0,7 kW pro 10 m² Wohnfläche benötigt. Ein überdimensionierter Ofen führt zu Überhitzung und ineffizientem Betrieb – weniger ist hier oft mehr.
Heizleistung nach Raumgröße im Neubau
| Raumgröße |
Empfohlene Leistung |
Geeigneter Ofentyp |
| Bis 50 m² |
3 - 5 kW |
Kompakter Kaminofen |
| 50 - 80 m² |
5 - 6 kW |
Standard-Kaminofen |
| 80 - 120 m² |
6 - 8 kW |
Kaminofen mit Speicher |
| Über 120 m² |
8 - 10 kW |
Wasserführender Kaminofen |
Kosten und Budgetplanung
Die Gesamtkosten für einen Kaminofen im Neubau setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Neben dem Ofen selbst fallen Kosten für den Schornstein, die Installation und das Zubehör an.
Für einen hochwertigen Kaminofen sollten Sie mit 2.000 bis 5.000 Euro rechnen. Besonders designstarke Modelle oder wasserführende Kaminöfen, die an die Heizungsanlage angeschlossen werden, können auch 10.000 Euro und mehr kosten.
Der Schornstein schlägt je nach Ausführung mit 1.500 bis 4.000 Euro zu Buche. Hinzu kommen Kosten für Ofenrohre (200 bis 600 Euro), die Bodenplatte (100 bis 300 Euro) und die Montage. Bei kamdi24 finden Sie auch einen professionellen Montageservice, der die fachgerechte Installation übernimmt.
Plane den Kaminofen von Anfang an mit ein. Eine nachträgliche Installation ist deutlich aufwendiger und teurer als die Integration während der Neubauphase.
Design und Stilrichtungen: Den passenden Ofen finden
Das Angebot an Kaminöfen ist vielfältig – von puristisch modern über skandinavisch schlicht bis zum rustikalen Landhausstil. Der Ofen sollte zum Einrichtungskonzept passen und den gewünschten Charakter des Raumes unterstreichen.
Moderne Kaminöfen überzeugen oft mit großen Sichtscheiben, die ein maximales Flammenspiel ermöglichen. Drehbare Modelle bieten zusätzliche Flexibilität bei der Ausrichtung. Speicheröfen mit Keramik- oder Specksteinverkleidung geben die Wärme langsam und gleichmäßig ab.
Überlege auch, welchen Brennstoff Sie bevorzugen. Neben klassischen Scheitholzöfen gibt es Pelletöfen mit automatischer Brennstoffzufuhr sowie Kombigeräte, die beide Brennstoffe nutzt können. Jede Variante hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile.
Brennholzlagerung nicht vergessen
Wer mit Scheitholz heizt, benötigt ausreichend Lagerplatz für das Brennmaterial. Plane bereits beim Hausbau einen geeigneten Standort ein – idealerweise trocken, belüftet und nicht zu weit vom Haus entfernt.
Je nach Heizgewohnheiten sollten Sie mit 4 bis 6 Raummeter Brennholz pro Saison rechnen. Ein überdachter Holzunterstand im Garten oder ein belüfteter Kellerraum eignen sich gut zur Lagerung. Direkt neben dem Ofen sollte zudem Platz für eine kleine Menge Holz sein, die griffbereit ist.
Erstes Feuer: So gelingt die Inbetriebnahme
Bevor Sie das erste Feuer entzünden, muss der Schornsteinfeger den Kaminofen abnehmen und die Betriebserlaubnis erteilen. Erst nach dieser offiziellen Freigabe darf der Ofen genutzt werden.
Die ersten Feuer sollten mit geringer Leistung gefahren werden, damit Ofen und Schornstein langsam einbrennen können. Dabei können vorübergehend leichte Gerüche entstehen, die nach einigen Heizvorgängen verschwinden.
Verwende nur zugelassenes Brennmaterial – trockenes, naturbelassenes Holz mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent. So brennt das Feuer sauber, effizient und schont Umwelt sowie Ofen.
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