Pelletofen im Kontext moderner Heizsysteme
Moderne Neubauten setzen auf Energieeffizienz: Wärmepumpen, Fußbodenheizungen und eine optimale Dämmung gehören heute zum Standard. In diesem Umfeld erscheint ein Pelletofen auf den ersten Blick wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Ein Pelletofen kann im Neubau eine sinnvolle Ergänzung sein – vor allem als Backup-Heizquelle bei extrem kalten Temperaturen oder als Unterstützung für die Wärmepumpe während der Spitzenlastzeiten. Denn wenn die Außentemperaturen stark fallen, arbeiten Luft-Wasser-Wärmepumpen weniger effizient und benötigen mehr Strom.
Besonders attraktiv: Pellets bestehen zu 100 % aus Holzresten – einem nachwachsenden, CO₂-neutralen Rohstoff. Damit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, ohne auf behagliche Wärme und sichtbares Flammenspiel verzichten zu müssen.
Pelletofen und Wärmepumpe: Ein starkes Duo
Die Kombination aus Pelletofen und Wärmepumpe – oft als Hybridheizung bezeichnet – erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Im Winter unterstützt der Pelletofen die Wärmepumpe bei Spitzenlasten, wodurch deren Stromverbrauch deutlich sinkt. Das macht nicht nur ökonomisch Sinn, sondern erhöht auch die Versorgungssicherheit.
Meist wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Pelletofen kombiniert. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlaen, während der Pelletofen bei Bedarf zugeschaltet wird. So lassen sich die Gesamtkosten für den Wärmebedarf deutlich senken.
Ein weiterer Vorteil: Sie bleiben unabhängig von einem einzigen Energieträger. Sollte der Strompreis steigen oder die Wärmepumpe ausfallen, haben Sie mit dem Pelletofen immer eine zuverlässige Backup-Lösung.
Vergleich: Pelletofen vs. Wärmepumpe
| Kriterium |
Pelletofen |
Wärmepumpe |
| Energiequelle |
Holzpellets (nachwachsend) |
Strom + Umweltwärme |
| Wirkungsgrad |
ca. 90 % |
300–500 % (COP) |
| Anschaffungskosten |
ab ca. 1.500 € |
15.000–35.000 € |
| Betriebskosten/Jahr |
ca. 2.000 € (5 t Pellets) |
ca. 2.000 € (bei 40 ct/kWh) |
| Platzbedarf |
Pelletlager erforderlich |
Gering (Außengerät) |
| Ideal für |
Backup, Spitzenlaen, Atmosphäre |
Grundlaen, gut gedämmte Gebäude |
"Eine Pellet-Hybridheizung lässt sich auch mit Solarthermie oder Photovoltaik kombinieren. So nutzen Sie mehrere erneuerbare Energiequellen und maximieren Ihre Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen."
Wasserführende Pelletöfen für den Neubau
Für die Integration in moderne Heizsysteme eignen sich wasserführende Pelletöfen besonders gut. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Pelletofen: Er verfügt über eine integrierte Wassertasche, die einen Großteil der Wärme an das zentrale Heizungssystem abgibt.
In der Praxis geben wasserführende Pelletöfen nur etwa 20 Prozent der erzeugten Wärme an den Aufstellraum ab. Der Rest fließt direkt in den Heizkreislauf oder einen Pufferspeicher. So heizen Sie nicht nur das Wohnzimmer, sondern unterstützen Ihre Zentralheizung und können sogar Brauchwasser erwärmen.
Für Neubauten gibt es speziell raumluftunabhängige Modelle mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (DIBt). Diese sind bestens geeignet für den Einbau in Niedrigenergie- oder Passivhäusern – auch in Kombination mit kontrollierter Wohnraumlüftung. Wichtig ist, dass die Verbrennungsluftzufuhr über einen externen Schornstein gewährleistet wird.
Herausforderung Niedrigenergie-/Passivhaus
In Niedrigenergie- oder Passivhäusern stellt die geringe Heizlaen eine besondere Herausforderung dar. Der Wärmebedarf ist so niedrig, dass selbst kleine Öfen schnell zu viel Wärme abgeben würden – es droht Überhitzung im Aufstellraum.
Die Lösung: Wasserführende Pelletöfen, die den Großteil der Wärme in den Heizkreislauf einspeisen. Mit der richtigen Dimensionierung und einem passenden Komplett-Set mit Pufferspeicher können Sie die Wärmeabgabe optimal steuern und den Aufstellraum angenehm temperieren, ohne ihn zu überhitzen.
Ein weiterer Vorteil: Der vollautomatische Betrieb moderner Pelletöfen mit programmierbaren Heizzeiten und App-Steuerung bietet denselben Komfort wie eine konventionelle Heizung – kein manuelles Nachlegen wie bei einem klassischen Kaminofen erforderlich.
GEG-Konformität und Förderung
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt für Neubauten einen Mindestanteil erneuerbarer Energien vor. Pellets gelten als erneuerbare Energie und können zur Erfüllung dieser Anforderung beitragen – insbesondere als Hybridlösung in Kombination mit anderen Systemen.
Wasserführende Pelletöfen können über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sieht seit 2024 eine Grundförderung von 30 Prozent vor. Zusätzlich gibt es einen Klima-Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent, wenn das Projekt vor 2028 realisiert wird.
Voraussetzungen für die Förderung sind unter anderem: Installation in einem Bestandsgebäude oder Neubau, Anschluss an das zentrale Heizsystem mit Pufferspeicher und das Gerät muss auf der BAFA-Liste förderfähiger Produkte geführt sein. Viele wasserführende Pelletöfen bei kamdi24 sind BAFA-förderfähig.
Zukunftssicherheit: Pelletpreise und Verfügbarkeit
Ein häufiges Argument gegen Pelletöfen ist die Preisentwicklung bei Pellets. Tatsächlich schwankten die Pelletpreise in den vergangenen Jahren – jedoch deutlich weniger stark als Öl- oder Gaspreise. Aktuell kostet eine Tonne Pellets im Bundesdurchschnitt rund 400 Euro.
Die Versorgungssicherheit ist in Deutschland grundsätzlich gegeben: Pellets werden überwiegend regional aus Holzresten der Säge- und Holzindustrie hergestellt. Die Nachfrage nach Pellets steigt zwar, doch auch die Produktionskapazitäten werden kontinuierlich ausgebaut.
Für die Zukunft spricht: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird als Teil der Energiewende gefördert. Wer heute in einen modernen, effizienten Pelletofen investiert, ist damit gut aufgestellt für die kommenden Jahre.
Fazit: Pelletofen im Neubau – modern und sinnvoll
Ein Pelletofen im Neubau ist keineswegs überholt – im Gegenteil. Als Ergänzung zur Wärmepumpe, als Backup-Heizquelle oder als vollwertiger Teil einer Hybridheizung bietet er zahlreiche Vorteile: behagliche Wärme mit Flammenspiel, Unabhängigkeit von einem einzigen Energieträger und die Nutzung erneuerbarer Energie.
Besonders wasserführende Pelletöfen mit DIBt-Zulassung fügen sich nahtlos in moderne Heizkonzepte ein und können sogar gefördert werden. Die Investition lohnt sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch – vor allem, wenn Sie die staatlichen Förderungen nutzt.
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