So funktioniert ein wasserführender Pelletofen
Ein klassischer Pelletofen ohne Wasserführung arbeitet als sogenannte Einzelraumfeuerstätte: Er verbrennt Holzpellets und gibt die entstehende Wärme direkt an den Aufstellraum ab. Das sorgt für wohlige Wärme im Wohnzimmer, aber andere Räume profitieren davon nicht unmittelbar.
Ein wasserführender Pelletofen geht einen entscheidenden Schritt weiter: Er verfügt über eine integrierte Wassertasche – einen Wärmetauscher direkt über der Brennkammer. Dieser erhitzt Wasser, das dann in Ihren Heizkreislauf eingespeien wird. So unterstützen der Ofen Ihre Zentralheizung und kann sogar warmes Brauchwasser bereitstellen.
Die Gesamtleistung eines wasserführenden Pelletofens teilt sich in zwei Komponenten auf:
Luftseitige Leistung: Die Wärme, die direkt an den Aufstellraum abgegeben wird – typischerweise 3 bis 5 kW.
Wasserseitige Leistung: Die Wärme, die über die Wassertasche in den Heizkreislauf fließt – oft 8 bis 15 kW oder mehr.
Diese Aufteilung ist besonders für gut gedämmte Häuser interessant: Der Aufstellraum wird nicht überheizt, während der Großteil der Energie ins Heizsystem wandert.
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Vorteile eines wasserführenden Pelletofens
Die Kombination aus Einzelraumheizung und Heizungsunterstützung macht wasserführende Pelletöfen zu echten Multitalenten. Hier die wichtigsten Pluspunkte:
Heizkosten senken: Sie unterstützen Ihre bestehende Heizung und reduzieren den Verbrauch von Öl oder Gas deutlich. Pellets sind in der Regel günstiger als fossile Brennstoffe und unterliegen geringeren Preisschwankungen.
Brauchwasser erwärmen: In Kombination mit einem Pufferspeicher kann der wasserführende Pelletofen auch Ihr Warmwasser erhitzen – ideal für Duschen und Bäder.
Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Pellets bestehen zu 100 % aus gepressten Holzresten – ein nachwachsender, CO₂-neutraler Rohstoff. Damit leisten Sie einen Beitrag zum Klimaschutz.
Hohe Wirkungsgrade: Moderne wasserführende Pelletöfen erreichen Wirkungsgrade von über 90 %. Das bedeutet: Fast die gesamte Energie der Pellets wird in nutzbare Wärme umgewandelt.
Komfortable Bedienung: Automatische Zündung, programmierbare Heizzeiten und App-Steuerung machen den Alltag einfacher. Sie können morgens aufwachen, und der Ofen hat bereits für angenehme Temperaturen gesorgt.
Attraktive Förderung: Über die BAFA können Sie großzügige Zuschüsse für wasserführende Pelletöfen erhalten – dazu später mehr.
Ein wasserführender Pelletofen vereint die Gemütlichkeit eines Kaminfeuers mit der Effizienz einer modernen Heizungsanlage – und das bei reduzierten Heizkosten.
Nachteile und Herausforderungen
So überzeugend die Vorteile auch klingen – wasserführende Pelletöfen bringen auch einige Nachteile mit sich, die Sie kennen sollten:
Höhere Anschaffungskosten: Im Vergleich zu einem einfachen Pelletofen kostet ein wasserführendes Modell deutlich mehr. Hinzu kommen Kosten für Pufferspeicher, Hydraulik-Set und Installation.
Aufwändige Installation: Der Anschluss an das Heizsystem erfordert Fachwissen. Ein qualifizierter Heizungsbauer muss die Einbindung planen und umsetzen. Zudem ist die Abnahme durch den Schornsteinfeger Pflicht.
Technische Komplexität: Mehr Komponenten bedeuten mehr potenzielle Fehlerquellen. Umwälzpumpen, Ausdehnungsgefäße und thermische Ablaufsicherungen müssen regelmäßig gewartet werden.
Platzbedarf: Sie benötigen nicht nur Platz für den Ofen selbst, sondern auch für den Pufferspeicher und ggf. ein Pelletlager.
Stromabhängigkeit: Im Gegensatz zu einem klassischen Kaminofen benötigt ein Pelletofen Strom für Förderschnecke, Gebläse und Steuerung. Bei Stromausfall funktioniert der Ofen nicht.
Emissionen: Auch wenn Pellets CO₂-neutral verbrennen, entstehen Feinstaub-Emissionen. Moderne Öfen halten die Grenzwerte ein, aber im Vergleich zu einer Wärmepumpe ist die Bilanz schlechter.
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Kosten im Vergleich: Mit vs. ohne Wasserführung
Die Entscheidung für oder gegen Wasserführung ist auch eine finanzielle Frage. Hier ein Überblick über die typischen Kosten:
| Kostenart |
Pelletofen (ohne Wasser) |
Wasserführender Pelletofen |
| Anschaffung Ofen |
1.500 – 4.000 € |
3.000 – 7.000 € |
| Pufferspeicher |
entfällt |
1.000 – 2.500 € |
| Hydraulik-Set / Zubehör |
entfällt |
500 – 1.500 € |
| Installation |
500 – 1.000 € |
1.500 – 3.000 € |
| Schornsteinanpassung (falls nötig) |
500 – 2.000 € |
500 – 2.000 € |
| Gesamtkosten (ca.) |
2.500 – 7.000 € |
6.500 – 16.000 € |
Die höheren Investitionskosten für die wasserführende Variante amortisieren sich über die Jahre durch eingesparte Heizkosten – besonders, wenn Sie bisher mit teurem Öl oder Gas geheizt haben. Als Faustregel gilt: Je mehr Sie heizen und je höher Ihr Energieverbrauch, desto schneller rechnet sich die Investition.
Die jährlichen Betriebskosten für Pellets liegen bei etwa 1.000 bis 1.500 € für einen Vierpersonenhaushalt. Hinzu kommen ca. 250 bis 400 € für Wartung und Schornsteinfeger.
BAFA-Förderung: So holen Sie Ihnen Zuschüsse
Ein großer Vorteil wasserführender Pelletöfen: Sie sind förderfähig über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Das kann die Investitionskosten erheblich senken.
Aktuelle Fördersätze (Stand 2025/2026):
• 30 % Basisförderung für den Einbau einer Biomasseheizung
• Bis zu 20 % Klimageschwindigkeits-Bonus beim Austausch alter Öl-, Gas- oder Kohleheizungen (in Kombination mit Solaranlage oder Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung)
• 30 % Einkommensbonus für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 €
Die Förderungen sind kombinierbar – maximal 70 % der förderfähigen Kosten werden bezuschusst.
Wichtig: Der Förderantrag muss vor dem Kauf gestellt werden! Erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids dürfen Sie den Kaufvertrag unterschreiben.
Voraussetzungen für die Förderung:
• Installation in einem Bestandsgebäude (mindestens 5 Jahre alt)
• Anschluss an das zentrale Heizsystem mit Pufferspeicher
• Das Gerät muss auf der BAFA-Liste förderfähiger Produkte geführt sein
• Installation durch einen Fachbetrieb
Viele wasserführende Pelletöfen bei kamdi24 sind BAFA-förderfähig – achte auf die entsprechende Kennzeichnung im Shop.
Fazit: Welche Variante passt zu Ihnen?
Die Entscheidung zwischen einem Pelletofen mit oder ohne Wasserführung hängt von Ihrer individuellen Situation ab:
Ein einfacher Pelletofen (ohne Wasserführung) ist ideal, wenn:
• Sie primär einen einzelnen Raum beheizen möchten
• Ihr Budget begrenzt ist
• Sie eine unkomplizierte Installation bevorzugen
• Ihre bestehende Heizung gut funktioniert und keine Unterstützung benötigt
Ein wasserführender Pelletofen lohnt sich, wenn:
• Sie Ihre Heizkosten langfristig senken wollen
• Sie mehrere Räume oder das gesamte Haus mit unterstützen möchten
• Sie Fördermittel nutzen können
• Sie auf erneuerbare Energien setzen und fossile Brennstoffe reduzieren wollen
• Sie ein Bestandsgebäude haben und die Investition über Jahre amortisieren können
Unser Tipp: Lassen Sie vor der Entscheidung von einem Fachbetrieb beraten. Eine Heizlastberechnung zeigt Ihnen, welche Leistung Sie wirklich brauchen – und ob sich die Wasserführung für Ihr Zuhause rechnet.
Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Ein wasserführender Pelletofen bietet mehr Funktionalität und langfristige Einsparungen, erfordert aber eine höhere Anfangsinvestition und mehr Planungsaufwand. Ein klassischer Pelletofen ist die unkompliziertere Wahl für alle, die einfach nur gemütliche Wärme im Wohnraum genießen möchten.
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