Welcher Fisch eignet sich zum Grillen?
Nicht jeder Fisch ist gleich gut für den Grill geeignet. Idealerweise wählst du Fischartest mit festem, fettreichem Fleisch – sie bleiben beim Grillen saftig und zerfallen nicht so leicht. Zu den beliebtesten Grillfischen gehören Lachs, Forelle, Dorade, Wolfsbarsch, Makrele und Thunfisch.
Für Einsteiger empfehlen sich besonders Lachs und Forelle: Beide Fische haben ein festes Fleisch und verzeihen kleine Fehler bei Temperatur oder Garzeit. Wer es mediterraner mag, greift zu Dorade oder Wolfsbarsch – beide eignen sich hervorragend zum Grillen im Ganzen.
Auch Sardinen sind echte Grillklassiker, vor allem im mediterranen Raum. Die kleinen Fische werden komplett auf den Rost gelegt und entwickeln eine herrlich knusprige Haut. Für festliche Anlässe bieten sich edle Fische wie Seeteufel, Heilbutt oder Schwertfisch an.
Beliebte Fischarten zum Grillen im Überblick
| Fischart |
Fettgehalt |
Empfehlung |
Garzeit (ca.) |
| Lachs |
Hoch |
Filet oder Steak |
8–12 Min. |
| Forelle |
Mittel |
Im Ganzen |
10–15 Min. |
| Dorade |
Mittel |
Im Ganzen |
12–18 Min. |
| Wolfsbarsch |
Niedrig |
Im Ganzen |
12–18 Min. |
| Makrele |
Hoch |
Im Ganzen |
8–12 Min. |
| Thunfisch |
Mittel |
Steak |
4–6 Min. |
Die richtige Vorbereitung
Gute Vorbereitung ist beim Fisch grillen das A und O. Zunächst solltest du auf die Qualität des Fisches achten: Frischer Fisch erkennt sich an klaren Augen, leuchtend roten Kiemen und einer intakten Schleimschicht. Außerdem sollte er neutral oder angenehm nach Meer riechen – niemals unangenehm fischig.
Bevor der Fisch auf den Grill kommt, solltest du ihn gründlich unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Nasser Fisch klebt nämlich besonders leicht am Grillrost. Bei ganzen Fischen lohnt es sich, den Bauch mit Kräutern, Zitronenscheiben und Knoblauch zu füllen – das sorgt für zusätzliches Aroma von innen.
Ein wichtiger Schritt ist das Entfernen der Gräten. Mit einer speziellen Grätenzange gelingt das besonders einfach: Streiche mit den Fingern entgegen der Grätenrichtung über das Filet, um die Gräten zu ertasten, und ziehe sie dann vorsichtig heraus.
Tipp: Rechne beim Fisch grillen mit etwa 250 bis 300 Gramm pro Person, wenn der Fisch als Hauptspeise serviert wird. Bei vielen Beilagen genügen auch kleinere Portionen.

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Grillmethoden im Überblick
Beim Fisch grillen hast du verschiedene Möglichkeiten, die alle Ihre Vor- und Nachteile haben. Die klassische Methode ist das direkte Grillen auf dem Rost – dabei solltest du den Rost und den Fisch vorher großzügig mit Öl einstreichen, um das Ankleben zu verhindern.
Fisch direkt auf dem Rost
Heize den Grill gut vor und bringe den Rost auf Temperatur. Ein häufiger Fehler ist es, den Fisch auf einen kalten Rost zu legen – dann erwärmen sich Fisch und Metall gleichzeitig, was zum gefürchteten Klebe-Effekt führt. Lege den Fisch auf den heißen, geölten Rost und schiebe ihn zunächst etwa 5 cm hin und her, damit er sich nicht festsetzen kann.
Mit dem Fischhalter
Die sicherste Methode, Fisch zu grillen, ist die Verwendung eines Fischhalters. Diese praktischen Helfer gibt es als Grillzangen, Grillkörbe oder klassische Halter. Der Fisch wird darin fixiert und lässt sich problemlos wenden, ohne zu zerfallen. Besonders bei ganzen Fischen oder empfindlichen Filets ist ein Fischhalter Gold wert.
Auf der Grillplanke
Eine besonders aromatische Methode ist das Grillen auf Grillplanken. Die Holzbretter – meist aus Zedernholz – werden vor dem Grillen mindestens zwei Stunden gewässert, dann auf den Grill gelegt und mit dem Fisch belegt. Das Holz verleiht dem Fisch ein unvergleichliches Raucharoma und schützt ihn gleichzeitig vor dem Austrocknen.
Lachs auf dem Flammlachsbrett
Für echte Lachs-Fans empfiehlt sich ein Flammlachsbrett. Das Brett wird am Grill oder über einem offenen Feuer befestigt, der Lachs aufgespannt und langsam gegart. Diese ursprüngliche Zubereitungsart sorgt für besonders saftigen Fisch mit herrlichem Raucharoma.
Im Fisch-Päckchen
Eine weitere schonende Methode ist das Grillen im Päckchen. Dafür wird der Fisch zusammen mit Gemüse, Kräutern und etwas Öl in Backpapier oder umweltfreundliche Bananenblätter eingeschlagen. Im Päckchen gart der Fisch im eigenen Saft und bleibt besonders zart – allerdings entsteht dabei keine knusprige Haut.
Den perfekten Garpunkt treffen
Die richtige Garzeit hängt von der Dicke und Größe des Fisches ab. Je dicker das Stück, desto länger braucht es auf dem Grill. Als Faustregel gilt: Pro Zentimeter Dicke rechnet man etwa 3 bis 4 Minuten Garzeit pro Seite bei mittlerer Hitze.
Die Garprobe machst du am einfachsten mit einem Messer: Stich in die dickste Stelle des Fisches und schiebe das Fleisch etwas auseinander. Ist es nicht mehr glasig und durchscheinend, sondern undurchsichtig und saftig, ist der Fisch perfekt. Mit einem Grillthermometer kannst du auch die Kerntemperatur messen – die meisten Fischarten sind bei 60 bis 65 Grad Celsius optimal gegart.
Der Trick mit der Flossenprobe: Wenn du einen ganzen Fisch grillst, ziehe vorsichtig an der Rückenflosse. lassen Sie sich mühelos lösen, ist der Fisch perfekt. Haftet sie noch am Fleisch, braucht er noch etwas Zeit.
Im Sternerestaurant wird Fisch oft nur noch leicht glasig serviert – bei etwa 55 bis 58 Grad. Das Fleisch ist dann besonders saftig und aromatisch. Wer seinen Fisch lieber „durch" mag, lässt ihn einfach etwas länger auf dem Grill.

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Marinaden und Würzung
Bei Marinaden gilt beim Fisch: Weniger ist mehr. Anders als Fleisch sollte Fisch nicht zu lange mariniert werden – maximal 30 Minuten reichen aus. Zu viel Säure (etwa von Zitrone oder Essig) kann das empfindliche Fleisch „garen" und mürbe machen.
Eine gute Basis für Fisch-Marinaden ist neutrales Öl, das du mit frischen Kräutern wie Dill, Petersilie, Thymian oder Rosmarin verfeinern kannst. Knoblauch, Chili und ein Spritzer Zitronensaft runden das Aroma ab. Bei der Verwendung von Gewürzen solltest du auf hochwertige Produkte setzen, die das Eigenaroma des Fisches nicht überdecken.
Wichtig: Tupfe die Marinade vor dem Grillen etwas ab. Tropfendes Öl in der Glut führt zu starker Rauchentwicklung und kann den Geschmack des Fisches beeinträchtigen.
Klassische Kräutermarinade
Für eine einfache Kräutermarinade vermischst du 4 EL Olivenöl mit dem Saft einer halben Zitrone, einer fein gehackten Knoblauchzehe und frischen Kräutern nach Geschmack. Salz und Pfeffer erst kurz vor dem Grillen dazugeben – Salz entzieht dem Fisch sonst Feuchtigkeit.
Mediterrane Würzung
Für mediterranes Flair füllst du den Bauch eines ganzen Fisches mit Zitronenscheiben, Rosmarin- und Thymianzweigen, etwas Knoblauch und Olivenöl. Von außen reibst du den Fisch mit grobem Meersalz und Pfeffer ein – fertig ist die perfekte mediterrane Würzung.
Passende Beilagen zum Grillfisch
Zu gegrilltem Fisch passen am besten leichte, frische Beilagen. Klassiker sind ein knackiger Blattsalat mit Kräuterdressing, gegrilltes Gemüse wie Zucchini, Paprika und Aubergine oder duftender Zitronenreis. Auch ein cremiger Dip mit Joghurt und Dill harmoniert wunderbar mit Fisch vom Grill.
Für den besonderen Touch kannst du eine frische Tomatensalsa oder Chimichurri als Topping servieren. Ein knuspriges Baguette mit Knoblauchbutter rundet das Grillmenü perfekt ab.
Als Getränkebegleitung empfehlen sich trockene Weißweine wie Sauvignon Blanc, Pinot Grigio oder ein mineralischer Riesling. Sie begleiten den Fisch, ohne sein feines Aroma zu überdecken.
Grilltipp: Fisch schmeckt am besten frisch vom Rost. Bereite Beilagen und Saucen vor, damit der Fisch direkt nach dem Grillen serviert werden kann – kalter Fisch verliert schnell an Genuss!