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Küchenöfen

Mit einem Küchenofen, auch bekannt als Küchenhexe, kochen, backen und heizen Sie mit demselben Holzfeuer: Oben köchelt die Beilage, unten im Backfach gart der Braten, und die Küche wird warm. Im Kamin-Shop bei kamdi24 finden Sie Küchenherde vom schmalen Beistellherd bis zum Standherd mit Backfach, modern in Anthrazit, im Landhausstil mit Majolika-Keramik oder Naturstein, mit Speckstein oder Gusseisen. Mehr lesen …

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Ihr Berater zum Thema Öfen und Kamine:

Silvio Wirth berät Sie gern rund um das Thema Kaminöfen. Keine Frage bleibt unbeantwortet, kein Problem ungelöst. Haben Sie Fragen zu unseren Produkten? Dann kontaktieren Sie uns gern unter:
Silvio Wirth
Silvio Wirth Ihr Kaminöfen-Berater

Küchenofen: heizen, kochen und backen mit Holz

Ein Küchenofen ist Herd und Heizung in einem: Das Holzfeuer erhitzt die Kochplatte, das Backfach und zugleich die Küche. Bei kamdi24 finden Sie Küchenherde mit 5 bis rund 12 kW, vom 40 cm schmalen Beistellherd bis zum großen Herd mit über einem Meter Breite, für Wohnküche, Ferienhaus und Hütte.

Wer einmal auf einem Holzherd gekocht hat, kennt den Unterschied: Die Platte hat keine Stufen, sondern Zonen. Über dem Feuerraum brodelt das Wasser, am Rand zieht die Suppe langsam durch, und nebenbei backt im Ofenfach das Brot. Gleichzeitig wärmt der Herd den Raum, in dem die Familie ohnehin zusammenkommt.

Weiß gesprenkelter Holzherd mit Feuerraum und Backfach auf einer schwarzen Funkenschutzplatte, dahinter Holzdielen und ein Fenster zum Garten
Küchenofen mit Backfach La Nordica Rosa 16 Steel, weiß gesprenkelt

Was ist eine Küchenhexe?

„Küchenhexe“ ist der volkstümliche Name für den Holzofen mit Herdplatte, regional heißt er auch Kochhexe. Gemeint ist ein Herd, der mit Holz befeuert wird und dabei die Küche wärmt.

Technisch ist die Küchenhexe Holzofen und Küchenherd zugleich. Der Feuerraum ist geschlossen, die Herdplatte durchgehend, und meist gehört ein Backfach dazu. Vom Kaminofen unterscheidet sich der Küchenholzofen durch die Bauweise: Er steht auf Arbeitshöhe von rund 85 bis 90 cm, hat eine durchgehende Kochfläche und führt die heißen Rauchgase um das Backfach, bevor sie in den Schornstein ziehen.

Ein Küchenherd lohnt sich, wenn …

  • Sie regelmäßig kochen und dabei gleich die Küche heizen möchten
  • Sie auch bei Stromausfall kochen und backen können wollen
  • ein Ferienhaus oder eine Hütte ohne Gas- und Stromherd auskommen soll
  • die Wohnküche der Raum ist, in dem Sie die meiste Zeit verbringen

Ein anderer Ofen passt, wenn …

  • Sie im Wohnzimmer nur gelegentlich einen Topf warm halten: Dann reicht ein Kaminofen mit Kochplatte
  • der Herd auch Heizkörper und Warmwasser versorgen soll: Dafür gibt es wasserführende Küchenöfen
  • Sie vor allem einen Wohnraum mit Flammenbild heizen möchten: Dann ist ein Kaminofen statt eines Herdes die bessere Wahl

Bauformen

Beistellherd, Standherd oder Einbauherd?

Die Breite entscheidet, was der Herd kann. Schmale Beistellherde ab 40 cm ergänzen einen Elektroherd, Standherde um 90 cm bringen fast immer ein Backfach mit, Einbauherde fügen sich bündig in die Küchenzeile, und Herde ab einem Meter Breite bieten die größte Kochfläche.

  • Schmaler weißer Beistellherd mit Kochplatte in einer hellen Küche, daneben ein Regal mit Brennholz

    Beistellherd: klein und schmal

    Ein kleiner Küchenofen von 40 bis 60 cm Breite passt neben die Küchenzeile oder den Elektroherd. Beistellherde für Küchen mit wenig Platz liefern 5 bis 7 kW und wiegen rund 80 bis 150 kg. Nur ein Teil der kleinen Küchenhexen hat ein Backfach. Weil Breite und Backfach den Preis mitbestimmen, ist ein schmaler Küchenherd in der Regel die günstigere Wahl, um mit Holz zu kochen.

    • Zweite Kochstelle und Zusatzheizung für die Küche
    • Passt in Ferienwohnung, Gartenhaus und kleine Küchen
    • Beistellöfen für die Küche gibt es mit Stahl- oder Ceranplatte
  • Cremefarbener Holzherd mit Feuerraum und Backfach mit Sichtfenster in einer Landhausküche

    Standherd mit Backfach

    Die klassische Küchenhexe ist 70 bis knapp 100 cm breit und die größte Gruppe im Sortiment. Fast jedes Modell ist ein Holzherd mit Backofen, meist mit 7 bis 8 kW Leistung und 120 bis rund 270 kg Gewicht. Diese Bauform kennen viele noch als Kochmaschine mit Holzfeuerung, bei der Feuerraum und Backofen nebeneinanderliegen, je nach Ausführung links oder rechts.

    • Backfach mit Thermometer in der Tür bei vielen Modellen
    • Darunter Holzfach oder Warmhaltefach als Schublade
    • Linke und rechte Ausführung passend zum Schornstein
  • Schmaler anthrazitfarbener Holzherd mit Edelstahlrahmen bündig zwischen hellen Küchenschränken unter einer Marmorplatte

    Einbauherd für die Küchenzeile

    Ein Holzofen, der in die Küche integriert wird, braucht die Maße einer Einbauküche: 60 cm Tiefe und eine Höhe, die zur Arbeitsplatte passt. Einbaufähige Modelle haben dafür verstellbare Füße, der HS 40 von Haas+Sohn zum Beispiel 852 bis 950 mm bei 40 cm Breite. Die Abstände zu den Nachbarschränken legt die Anleitung fest.

    • Höhenverstellbar auf rund 85 bis 95 cm Arbeitshöhe
    • Breiten von 40 bis rund 100 cm
    • Abstandsleisten oder Hitzeschutz nach Herstellervorgabe
  • Breiter Holzherd mit Natursteinverkleidung, großem Backfach und Wasserkessel auf der Kochplatte in einer Küche

    Großer Herd ab einem Meter

    Herde mit 102 bis 131 cm Breite bieten Platz für mehrere große Töpfe und ein geräumiges Backfach. Sie leisten 8 bis 12,1 kW und wiegen 170 bis 350 kg. Damit heizen sie neben der Küche auch einen offenen Essbereich oder ein Landhaus mit.

    • Viel Kochfläche für Familien und Gäste
    • Großer Feuerraum, seltener nachlegen
    • Tragfähigkeit des Bodens vorab klären

Leistung

Welche Leistung braucht ein Holz-Küchenherd?

Die Leistung richten Sie nach dem Raum, den der Herd beheizt, nicht nach dem Kochwunsch. Die Hersteller geben dafür das Raumheizvermögen in Kubikmetern an. Die meisten Küchenöfen im Sortiment leisten 7 bis 8 kW. Damit heizen sie in der Regel 144 bis 227 m³, bei 2,5 m Raumhöhe also etwa 58 bis 91 m².

Leistung Raumheizvermögen Fläche bei 2,5 m Raumhöhe Passt etwa zu
5–6,1 kW meist 88–116 m³ ca. 35–46 m² Küche mit Essplatz, Ferienwohnung
6,8–8 kW meist 144–227 m³ ca. 58–91 m² Wohnküche mit angrenzendem Wohnraum
8,2–9,5 kW 232–272 m³ ca. 93–109 m² offener Wohn- und Essbereich
10,5–12,1 kW 301–344 m³ ca. 120–138 m² Landhaus oder Hütte mit großem Hauptraum

Fläche = Raumvolumen geteilt durch 2,5 m Raumhöhe. Das Raumheizvermögen gilt für übliche Bedingungen, die genaue Heizlast ermittelt ein Fachbetrieb.

Gekocht wird auch an warmen Tagen, und jedes Feuer für die Herdplatte heizt den Raum mit. Ein zu starker Herd überheizt die Küche dann schnell; wählen Sie deshalb lieber die knappere Klasse. Für den Sommer haben einzelne Modelle einen höhenverstellbaren Sommer-/Winterrost, für andere gibt es einen höhenverstellbaren Ascherost als Zubehör. Oben liegt das Feuer näher an der Kochplatte, und schon eine kleine Holzmenge reicht zum Kochen.

Kochen & Backen

So kochen und backen Sie auf dem Holzherd

Auf einem Kochofen mit Holzfeuer regeln Sie die Hitze mit dem Standort des Topfes, nicht mit einem Drehknopf. Direkt über dem Feuerraum ist die Platte am heißesten, zum Rand und über dem Backfach wird sie kühler. Mit etwas Übung kochen, schmoren und warmhalten Sie gleichzeitig, während im Backfach Brot oder Braten garen.

Kochen auf der Herdplatte

  • Anheizen: mit dünnem, trockenem Holz und offenen Luftreglern beginnen. Einzelne Modelle haben eine Anheizklappe, die den Zug verstärkt und geschlossen wird, sobald das Feuer gleichmäßig brennt.
  • Hitze steuern: zum Ankochen den Topf über den Feuerraum stellen, zum Köcheln an den Rand schieben. Die Luftregler bestimmen, wie stark das Feuer brennt.
  • Kochringe: Gussplatten haben teils herausnehmbare Ringe. Ohne Ring steht der Topf näher an der Flamme, der Boden wird dabei aber rußig.
  • Wasserschiff: Einige Modelle haben eine Aussparung für einen Wasserbehälter, der beim Kochen mitwärmt.

Backen im Backfach

Das Backfach wird von den Rauchgasen umströmt, die vom Feuerraum zum Schornstein ziehen. Je nach Modell und Feuer erreicht es meist 150 bis 250 °C, einzelne Modelle bis 300 °C; ein Thermometer in der Tür zeigt die Temperatur. Thermorossi-Herde mit zwei Backfächern kommen im unteren Fach auf 350 °C und im oberen auf bis zu 400 °C, etwa für Pizza. Zum Vorheizen braucht das Backfach je nach Modell 20 bis 45 Minuten. Die Backfächer fassen rund 15 bis 78 Liter; ein mittleres Fach mit etwa 40 Litern nimmt ein Blech oder einen Braten auf.

Damit Brot und Kuchen gleichmäßig bräunen, drehen Sie das Blech zur Halbzeit, denn die Seite zum Feuerraum ist heißer. Bei vielen Modellen gehören Backblech und Bratrost zum Lieferumfang. Backfach und Herdplatte nutzen dasselbe Feuer: Unten gart der Braten, oben köchelt die Beilage.

Das passende Kochgeschirr

  • Gusseisen: speichert Wärme und verträgt die hohen Temperaturen über dem Feuer.
  • Edelstahl und Emaille: mit dickem, planem Boden, damit die Hitze gleichmäßig übergeht.
  • Eigenes Set: Wer häufig ohne Kochringe direkt über der Flamme kocht, nimmt dafür eigene Töpfe, weil die Böden rußen.

Kaufberatung

Worauf beim Küchenofen-Kauf achten?

Achten Sie neben Bauform und Leistung auf vier Punkte: das Material der Herdplatte, die Anschlussseite passend zum Schornstein, die Verkleidung als Stilfrage und die Ausstattung von Brennraum und Luftzufuhr. Die Herdplatte bestimmt, wie schnell Töpfe heiß werden, die Anschlussseite, ob das Rauchrohr kurz zum Schornstein führt. Die Energieeffizienzklasse lautet A oder A+, wo sie angegeben ist.

Herdplatte Wärmeverhalten Pflege Passt zu
Stahl schnell heiß, gleichmäßig bürsten, dünn einölen täglichem Kochen
Gusseisen langsamer, speichert lange trocken halten, einölen Schmoren und Warmhalten, klassischer Optik
Ceran / Glaskeramik glatt, Kochzonen sichtbar Schaber, Spezialreiniger pflegeleichter, moderner Küche

Stahl und Gusseisen sind im Sortiment die häufigsten Herdplatten, Ceran und Glaskeramik kommen seltener vor.

Anschlussseite und Rauchrohrabgang

Viele Herde gibt es als linke und als rechte Ausführung. Je nach Hersteller bezeichnet die Seitenangabe den Feuerraum, das Backfach oder den Abgang des Rauchrohrs; das klären Sie im Datenblatt. Maßgeblich ist, wo der Schornstein liegt: Das Rauchrohr soll kurz und mit möglichst wenigen Bögen anschließen.

Der Rauchrohrabgang sitzt je nach Modell oben, hinten oder seitlich. Die meisten Herde bieten zwei oder drei Richtungen zur Wahl, einzelne Modelle nur den seitlichen Abgang. Steht der Herd in der Küchenzeile mit dem Schornstein daneben, ist der seitliche Abgang oft der kürzeste Weg; liegt der Schornstein hinter dem Herd, passt der Abgang hinten.

Verkleidung und Stil

Emaillierter Stahl in Weiß, Creme oder Schwarz prägt die Küchenherde von Westminster und die Herde von Wamsler. Wer den Landhausstil liebt, findet bei La Nordica Modelle mit Majolika-Keramik oder Naturstein, die an den alten Kachelherd erinnern. Justus kleidet einzelne Modelle in Speckstein, Hergom und Thermorossi setzen auf Gusseisen. Moderne Küchenöfen kommen in Anthrazit mit Edelstahlrahmen.

Brennraum und Verbrennungsluft

Die Feuerräume sind mit Schamotte oder Gusseisen ausgekleidet, einzelne mit Vermiculite oder Stahl. Viele Modelle lassen sich an eine externe Luftzufuhr anschließen; echte raumluftunabhängige Herde für dichte Häuser mit Lüftungsanlage sind dagegen die Ausnahme. Der Wirkungsgrad liegt bei 73 bis 89 Prozent.

Aus der Praxis

Erst den Schornstein anschauen, dann den Herd

Beim Küchenherd frage ich zuerst, wo der Schornstein sitzt und wie die Küchenzeile verläuft. Daraus ergibt sich, ob Sie die linke oder die rechte Ausführung brauchen und ob ein Einbauherd überhaupt passt. Erst danach reden wir über Leistung. Ein Küchenofen heizt bei jedem Kochen mit. Er soll zur Küche passen, nicht zum ganzen Haus.

Silvio Wirth, Ofen-Fachberater bei kamdi24

Planung

Küche mit Holzherd planen: Platz, Abstand, Schornstein

Bevor Sie einen Holzofen für die Küche bestellen, prüfen Sie drei Dinge: genug Abstand zu brennbaren Möbeln, einen Boden, der das Gewicht trägt, und einen Schornstein mit ausreichendem Zug. Abstände und Gewicht nennt die Anleitung des Modells; ob der Schornstein passt und ob weitere Feuerstätten daran hängen dürfen, klären Sie vorab mit dem Bezirksschornsteinfeger.

  • Abstände: meist 70 bis 100 cm nach vorn sowie 30 bis 40 cm zur Seite und 20 bis 40 cm nach hinten zu brennbaren Bauteilen. Verbindlich ist die Anleitung des jeweiligen Modells.
  • Gewicht: 82 bis 350 kg, meist 120 bis 155 kg. Auf Holzbalkendecken die Tragfähigkeit vorab prüfen lassen.
  • Boden: Vor brennbaren Böden gehört eine Funkenschutzplatte unter und vor den Herd.
  • Rauchrohr: Anschluss mit 120, 130 oder 150 mm Durchmesser, je nach Modell oben, hinten oder seitlich.
  • Schornsteinzug: Die meisten Küchenherde brauchen einen Förderdruck um 12 Pascal.
  • Mehrfachbelegung: Herde der Bauart 1 dürfen grundsätzlich an einen Schornstein, an dem schon eine andere Feuerstätte hängt. Das ist im Sortiment die Mehrheit.
Pflicht
  • Rauchrohr

    Verbindet den Abgasstutzen mit dem Schornstein, im Durchmesser des Herdes.

  • Funkenschutzplatte

    Schützt brennbare Böden vor Glut, die beim Nachlegen herausfällt.

Empfohlen

Vor der ersten Nutzung nimmt der Bezirksschornsteinfeger den Herd ab. Sprechen Sie ihn schon bei der Planung an: Er weiß, ob der vorhandene Schornstein frei ist, genug Zug hat und welche Abstände in Ihrer Küche gelten.

Gut zu wissen: Herde, die nach dem 31. Dezember 2014 errichtet wurden, müssen Stufe 2 der 1. BImSchV (Anlage 4) einhalten: höchstens 1,50 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,04 g/m³ Staub, bezogen auf 13 % Sauerstoff, bei mindestens 70 % Wirkungsgrad, jeweils gemessen bei der Typprüfung.

Kostenlose Fachberatung zum Küchenherd

Unsere Berater prüfen mit Ihnen Breite, Anschlussseite, Leistung und Schornstein und schlagen passende Modelle vor.

Brennstoffe

Holz, Briketts oder Kohle: der richtige Brennstoff

Jeder Küchenofen im Sortiment brennt mit Scheitholz, die meisten sind zusätzlich für Holzbriketts freigegeben. Braunkohlebriketts dürfen nur in Modellen mit ausdrücklicher Freigabe brennen, im Sortiment vor allem bei Wamsler und Westminster. Welche Brennstoffe erlaubt sind, steht im Datenblatt; andere schaden dem Herd und sind verboten.

Als Holz-Kohle-Herd gilt ein Küchenherd mit Freigabe für Braunkohlebriketts. Die Briketts brennen gleichmäßiger und länger als Holz und halten die Glut über Stunden. Einige Küchenherde von La Nordica, Justus und Wamsler sind zudem als Dauerbrandöfen ausgewiesen, einige Hergom-Herde für den 24-Stunden-Betrieb.

  • Hartholz: Buche, Eiche oder Esche brennen lange und gleichmäßig, gut zum Kochen und Backen.
  • Weichholz: Fichte oder Kiefer brennen schnell heiß, gut zum Anheizen und für kurzes Kochen.
  • Scheitlänge: Die meisten Feuerräume nehmen Scheite bis 33 cm auf. Einzelne Modelle von Hergom, Justus und La Nordica nehmen 40 bis 50 cm; die Breite des Herdes sagt darüber wenig aus.
  • Restfeuchte: Die 1. BImSchV erlaubt Scheitholz und Holzbriketts nur mit weniger als 25 Prozent Feuchte bezogen auf das Trockengewicht, das entspricht rund 20 Prozent Wassergehalt.
  • Nie verbrennen: lackiertes oder behandeltes Holz, Spanplatten, Kunststoff, Hausmüll und Zeitungspapier in größerer Menge.

Pflege

Reinigung und Pflege Ihres Holz-Küchenherdes

Ein Holz-Küchenofen wird täglich benutzt und entsprechend gepflegt. Die Herdplatte braucht je nach Material eine andere Behandlung, die Asche muss regelmäßig raus, und die Rauchgaszüge rund um das Backfach reinigen Sie in den Abständen, die die Anleitung nennt. Arbeiten Sie dabei immer am abgekühlten Herd.

  • Stahl- und Gussplatte: Reste mit einer Drahtbürste lösen, danach dünn mit hitzebeständigem Öl einreiben, damit kein Rost entsteht.
  • Ceran und Glaskeramik: Eingebranntes mit dem Glaskeramikschaber entfernen, danach Spezialreiniger; keine Scheuermittel.
  • Emaille und Keramik: mit einem feuchten Tuch und mildem Spülmittel abwischen, nie auf den heißen Herd.
  • Naturstein und Speckstein: feucht abwischen, pH-neutraler Reiniger; keine Säuren.
  • Asche: den Aschekasten leeren, bevor er voll ist, sonst bekommt das Feuer zu wenig Luft von unten.
  • Rauchgaszüge: Flugasche unter und neben dem Backfach mindert die Backleistung; über die Reinigungsöffnung absaugen.

Glasreiniger für die Sichtscheibe, Bürsten und weitere Helfer finden Sie unter Kaminreinigung. Wie oft der Schornsteinfeger kehrt und prüft, legt der Feuerstättenbescheid fest; bei Herden für feste Brennstoffe sind es je nach Nutzung ein- bis viermal im Jahr.

FAQ

Häufige Fragen zum Küchenofen

Kann ich einen Küchenherd an einen bestehenden Schornstein anschließen?

Meistens ja. Entscheidend sind drei Werte: der Durchmesser des Rauchrohrs (120, 130 oder 150 mm), der nötige Förderdruck, meist um 12 Pascal, und die Bauart. Herde der Bauart 1 dürfen grundsätzlich an einen Schornstein, an dem schon ein anderer Ofen hängt; Bauart 2 braucht einen eigenen Zug. Ob Ihr Schornstein passt, beurteilt der Bezirksschornsteinfeger.

Kann ich mit dem Holzherd ohne Strom kochen?

Ja. Ein Kochherd mit Holzfeuerung braucht weder Strom noch Gas: Das Feuer erhitzt Kochplatte und Backfach direkt, Luftregler und Klappen werden von Hand bedient. Deshalb eignet er sich als Kochstelle im Ferienhaus, in der Hütte und als Rückfall bei Stromausfall. Für den Betrieb brauchen Sie nur trockenes Holz und einen funktionierenden Schornstein.

Heizt ein Küchenofen im Sommer zu stark?

Nur wenn die Leistung zu groß ist: Ein kleines Feuer aus Weichholz reicht für eine Mahlzeit, und bei Modellen mit höhenverstellbarem Rost liegt die Glut im Sommer näher an der Platte. Wer ganzjährig mit Holz kocht, wählt die Leistung knapp: Ein Herd mit 5 bis 6 kW überheizt eine Küche weniger als einer mit 10 kW.

Welches Kochgeschirr eignet sich für den Küchenherd?

Töpfe und Pfannen aus Gusseisen, Edelstahl oder Emaille mit dickem, planem Boden. Sie verteilen die Hitze gleichmäßig und vertragen die hohen Temperaturen über dem Feuerraum. Kochgeschirr mit Kunststoffgriffen oder dünnem Boden ist ungeeignet. Wer oft ohne Kochringe direkt über der Flamme kocht, hält dafür ein eigenes Set bereit, weil die Böden rußen.

Gibt es auch einen Ölofen zum Kochen?

Ölöfen zum Kochen führt kamdi24 nicht. Die Küchenherde im Sortiment sind für feste Brennstoffe gebaut: Scheitholz, Holzbriketts und bei Freigabe Braunkohlebriketts. Wer heute einen neuen Herd mit Flamme sucht, kocht damit auf Holz: ohne Öltank, ohne Ölgeruch und unabhängig von Strom und Gas.

Kann eine Küchenhexe outdoor betrieben werden?

Nein. Eine Küchenhexe ist ein Innenraumgerät: Sie braucht einen Schornstein mit geprüftem Zug, ein Dach über dem Kopf und Schutz vor Regen, sonst rosten Platte und Korpus. Für das Kochen im Garten gibt es Outdoorküchen mit eigenen Feuerstellen und Grills.

Was muss eine neue Küchenhexe erfüllen?

Herde für feste Brennstoffe, die nach dem 31. Dezember 2014 errichtet werden, müssen die zweite Stufe der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung (Anlage 4) einhalten. Für Herde gelten dort höchstens 1,5 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,04 g/m³ Staub bei mindestens 70 Prozent Wirkungsgrad. Geprüft wird nach der Herdnorm EN 12815 oder ihrer Nachfolgerin EN 16510. Vor dem ersten Feuer nimmt der Bezirksschornsteinfeger den Herd ab.

Den passenden Küchenherd finden

Wir führen Küchenöfen von La Nordica, Wamsler, Westminster, Justus, Hergom, Haas+Sohn und Thermorossi, vom 40 cm schmalen Beistellherd bis zum Herd mit über einem Meter Breite. Gemeinsam mit Ihnen klären wir, welches Modell zu Küche, Schornstein und Kochgewohnheiten passt. Weitere Hersteller finden Sie unter Kamin-Marken.

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