Warum die Vorbereitung vor der Heizsaison so wichtig ist
Ein Kaminofen, der mehrere Monate nicht genutzt wurde, verdient vor dem ersten Anfeuern besondere Aufmerksamkeit. Während der Sommerpause können sich Feuchtigkeit, Staub und sogar Insekten im Ofenrohr oder Schornstein ansammeln. Ungeprüfte Dichtungen können spröde werden, und Rückstände in der Brennkammer beeinträchtigen die Verbrennungsqualität.
Eine sorgfältige Wiederinbetriebnahme schützt nicht nur vor unangenehmen Gerüchen und Rauchentwicklung, sondern ist vor allem eine Frage der Sicherheit. Defekte Dichtungen oder ein verstopfter Schornstein können im schlimmsten Fall zu einem Rückstau von Rauchgasen führen – mit ernsthaften Gesundheitsrisiken. Nehmen Sie sich daher die Zeit, Ihren Kaminofen systematisch zu überprüfen.
Schornstein und Ofenrohr prüfen
Der Schornstein ist das Herzstück jeder Holzfeuerung. Vor der Heizsaison sollte er vom Schornsteinfeger überprüft und bei Bedarf gekehrt werden. Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin – in der Herbstsaison sind die Fachleute besonders gefragt. Der Schornsteinfeger kontrolliert den freien Querschnitt, prüft auf Risse und stellt sicher, dass der Kaminzug einwandfrei funktioniert.
Auch das Ofenrohr verdient Aufmerksamkeit. Kontrollieren Sie die Verbindungsstellen auf festen Sitz und prüfen Sie, ob sich Flugasche oder Ruß im Inneren abgelagert haben. Eine Ofenrohrbürste in der passenden Größe erleichtert die Reinigung erheblich. Achten Sie darauf, dass alle Rohrstücke dicht sitzen und keine Korrosionsstellen aufweisen.
„Ein freier Schornsteinzug ist die Grundvoraussetzung für eine sichere und effiziente Verbrennung. Lassen Sie den Schornstein vor jeder Heizsaison vom Fachmann prüfen."
Kaminofen gründlich reinigen
Bevor Sie den Ofen wieder befeuern, sollte er innen und außen gründlich gereinigt werden. Entfernen Sie zunächst alle Aschereste aus dem Feuerraum und dem Aschekasten. Ein Aschesauger eignet sich hierfür besonders gut, da er auch feine Staubpartikel zuverlässig aufnimmt.
Reinigen Sie anschließend die Sichtscheibe mit einem speziellen Kaminglasreiniger oder einem feuchten Tuch, das Sie in feine Asche getaucht haben. Prüfen Sie die Schamottesteine im Feuerraum auf Risse oder Abplatzungen – leichte Haarrisse sind normal, größere Beschädigungen sollten jedoch behoben werden, da sie die Wärmespeicherung beeinträchtigen.
Die Außenflächen des Ofens können Sie mit einem trockenen Tuch abwischen. Lackierte Oberflächen lassen sich bei Bedarf mit speziellem Ofenlack auffrischen. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, die den Lack angreifen könnten.
Dichtungen und Verschleißteile kontrollieren
Die Türdichtung ist eines der wichtigsten Verschleißteile am Kaminofen. Sie sorgt dafür, dass die Verbrennungsluft kontrolliert zugeführt wird und keine Rauchgase in den Wohnraum gelangen. Prüfen Sie die Dichtung, indem Sie ein Blatt Papier zwischen Tür und Ofenrahmen klemmen und die Tür schließen. Lässt sich das Papier leicht herausziehen, ist die Dichtung verschlissen und sollte ausgetauscht werden.
Kontrollieren Sie außerdem die Schamottesteine, den Rost und die Aschelade auf Verschleiß. Bei kamdi24 finden Sie passende Kaminofen-Ersatzteile für nahezu alle gängigen Modelle. Auch die Luftregler sollten sich leichtgängig bewegen lassen – klemmen sie, kann dies auf Verschmutzung oder Korrosion hindeuten.
Typische Verschleißteile und Prüfintervalle
| Bauteil |
Prüfintervall |
Anzeichen für Verschleiß |
Maßnahme |
| Türdichtung |
Jährlich |
Papiertest negativ, verhärtet |
Austauschen |
| Schamottesteine |
Jährlich |
Große Risse, Abplatzungen |
Einzelne Steine ersetzen |
| Rost / Ascherost |
Jährlich |
Durchgebrannt, verbogen |
Austauschen |
| Ofenrohr |
Jährlich |
Korrosion, undichte Stellen |
Reinigen oder ersetzen |
| Sichtscheibe |
Bei Bedarf |
Risse, starke Trübung |
Austauschen |
Das erste Anheizen der Saison: Schritt für Schritt
Wenn alle Prüfungen abgeschlossen sind, können Sie den Kaminofen wieder in Betrieb nehmen. Gehen Sie dabei behutsam vor – ein zu schnelles Aufheizen nach der Sommerpause kann Materialspannungen verursachen.
1 Brennholz vorbereiten
Verwenden Sie ausschließlich gut getrocknetes Scheitholz mit einer Restfeuchte unter 20 %. Feuchtes Holz führt zu starker Rauchentwicklung und beschleunigt die Versottung des Schornsteins. Geeignete Kaminanzünder erleichtern das Anfeuern.
2 Luftregler öffnen
Öffnen Sie alle Luftregler und die Drosselklappe vollständig. So stellen Sie sicher, dass genügend Verbrennungsluft zugeführt wird und der Kaminzug schnell aufgebaut werden kann.
3 Kleines Feuer entzünden
Beginnen Sie mit einer kleinen Menge Holz und steigern Sie die Brennstoffmenge erst nach 20 bis 30 Minuten. So kann sich der Ofen langsam erwärmen und eventuelle Restfeuchtigkeit im Schornstein verdampft kontrolliert.
4 Gut lüften
Beim ersten Anfeuern nach der Sommerpause kann es zu leichter Geruchsbildung kommen – Staub auf dem Ofen verbrennt und Lackschichten härten nach. Lüften Sie den Raum gut durch und behalten Sie den Ofen im Blick.
5 Funktion prüfen
Beobachten Sie, ob der Rauch sauber über den Schornstein abzieht. Kontrollieren Sie die Türdichtung auf Rauchaustritte und prüfen Sie, ob die Luftregler korrekt arbeiten. Ein gut eingestellter Ofen zeigt nach kurzer Zeit ein gleichmäßiges, ruhiges Flammenbild.
Checkliste zur Wiederinbetriebnahme
Brennholz rechtzeitig vorbereiten
Gutes Brennholz ist die Basis für effizientes und sauberes Heizen. Idealerweise haben Sie Ihr Scheitholz bereits im Frühjahr gespalten und zum Trocknen aufgestapelt. Frisch geschlagenes Holz benötigt je nach Holzart ein bis zwei Jahre Trocknungszeit, bis es ofenfertig ist.
Achten Sie auf eine Restfeuchte von maximal 20 Prozent – ein einfaches Holzfeuchtemessgerät gibt Ihnen schnell Auskunft. Zu feuchtes Holz erkennen Sie an zischendem Geräusch beim Verbrennen, starker Rauchentwicklung und dunklen Ablagerungen an der Sichtscheibe. Lagern Sie Ihr Brennholz stets trocken und gut belüftet, idealerweise unter einem Dach mit offenen Seiten.
Sicherheit geht vor: CO-Melder und Rauchmelder
Ein oft unterschätztes Thema bei der Wiederinbetriebnahme ist die Sicherheitsausstattung. Ein CO-Melder (Kohlenmonoxid-Melder) ist zwar in Deutschland keine Pflicht, wird aber von Experten dringend empfohlen. Kohlenmonoxid ist geruch- und farblos – ein defekter Kaminzug oder eine undichte Ofentür kann unbemerkt zu gefährlichen Konzentrationen führen.
Prüfen Sie vor der Heizsaison, ob Ihr CO-Melder noch funktionsfähig ist, und tauschen Sie gegebenenfalls die Batterie aus. Auch Rauchmelder sollten regelmäßig getestet werden. Für die Bedienung und Pflege Ihres Kaminofens empfiehlt sich zudem ein hochwertiges Kaminbesteck – Schürhaken, Besen und Zange gehören zur Grundausstattung.
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