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03.02.26

Outdoor-Kamine & Nachbarschaft – was ist erlaubt?

Outdoor-Kamine & Nachbarschaft: Regeln, Rechte & Tipps | kamdi24

03.02.26

Outdoor-Kamine & Nachbarschaft: Regeln, Rechte & Tipps | kamdi24
Outdoor-Kamine & Nachbarschaft: Regeln, Rechte & Tipps | kamdi24

Bild wurde KI-generiert

Ein Outdoor-Kamin oder eine Feuerschale im Garten sorgt für Gemütlichkeit und wohlige Wärme. Doch was ist rechtlich erlaubt? Welche Abstände zum Nachbarn gelten und wie vermeiden Sie Konflikte? Wir klären alle wichtigen Fragen rund um Outdoor-Kamine und das Nachbarschaftsrecht.

03.02.26 | von kamdi24 Redaktion

Rechtliche Grundlagen: Kein einheitliches Bundesrecht

In Deutschland gibt es kein einheitliches Bundesgesetz, das den Betrieb von Outdoor-Kaminen und Feuerstellen im privaten Bereich regelt. Stattdessen greifen verschiedene Regelwerke ineinander: Landesbauordnungen, kommunale Satzungen und das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bilden den rechtlichen Rahmen.

Die Bauordnungen der Bundesländer legen fest, welche baulichen Voraussetzungen für Feuerstätten gelten. Ob Sie für Ihren Outdoor-Kamin oder Gartenkamin eine Genehmigung benötigen, hängt von Größe, Standort und Nutzungsart ab. Informiere Sie daher immer zuerst bei Ihrem zuständigen Bezirksschornsteinfeger oder der örtlichen Baubehörde.

Zusätzlich können Gemeinden eigene Verordnungen erlassen, die das Abbrennen von Feuern im Freien einschränken oder zu bestimmten Zeiten ganz verbieten. Besonders in Neubaugebieten oder Wohnanlagen mit Gemeinschaftsgärten existieren häufig spezielle Regelungen.

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Immissionsschutz: Rauch, Geruch und Ruß

Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die zugehörige Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) regeln, welche Emissionen zulässig sind. Für Outdoor-Kamine bedeutet das: Rauch, Geruch und Ruß dürfen keine unzumutbare Belästigung für die Nachbarschaft darstellen.

Gemäß § 3 BImSchV sind als Brennmaterial vor allem naturbelassenes, trockenes Holz, Holzbriketts, Holzpellets sowie Holz- und Braunkohle zulässig. Verboten ist das Verbrennen von behandeltem Holz, Spanplatten, Papier, Pappe oder Abfällen. Bei Verstößen drohen Bußgelder, da die illegale Abfallbeseitigung nach § 326 StGB eine Straftat darstellt.

Achte darauf, nur gut getrocknetes Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt unter 25 Prozent zu verwenden. Feuchtes Holz erzeugt mehr Rauch und belastet die Umwelt sowie Ihre Nachbarn deutlich stärker.

"Wer einen Outdoor-Kamin betreibt, muss sicherstellen, dass Abgase so abgeleitet werden, dass sie keine Gefahr oder unzumutbare Belästigung für andere darstellen."

Abstände zum Nachbarn und zur Grundstücksgrenze

Die einzuhaltenden Abstände zur Grundstücksgrenze variieren je nach Bundesland und Gemeinde. Als Faustregel gilt: Halte mindestens 3 Meter Abstand zur Grundstücksgrenze, um potenzielle Konflikte zu vermeiden. Bei festinstallierten Gartenkaminen können größere Abstände vorgeschrieben sein.

Beachte auch den Abstand zu brennbaren Materialien wie Hecken, Holzzäunen oder Gartenmöbeln. Die genauen Sicherheitsabstände finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Outdoor-Ofens oder Ihrer Feuerstelle. Ein feuerfester Untergrund aus Stein, Pflaster oder Metall ist ebenfalls Pflicht.

Gesetzlich vorgeschrieben ist außerdem, dass ein Holzofen im Garten nicht breiter als ein Meter sein darf. Bei größeren Anlagen ist eine Baugenehmigung erforderlich.

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Ruhezeiten beachten

Auch wenn es keine bundesweit einheitlichen Ruhezeiten für Outdoor-Kamine gibt, sollten Sie die allgemeinen Ruhezeiten respektieren. In den meisten Gemeinden gelten folgende Zeiten als schützenswert:

Typische Ruhezeiten in Deutschland

Zeitraum Typische Ruhezeit Empfehlung
Mittagsruhe 13:00 – 15:00 Uhr Kein Feuer oder sehr dezent
Nachtruhe 22:00 – 06:00 Uhr Feuer sollte erloschen sein
Sonn- und Feiertage Ganztägig Besondere Rücksichtnahme

Diese Zeiten sind nicht überall gesetzlich vorgeschrieben, gelten aber als allgemeine Empfehlung für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander. Informiere Sie bei Ihrer Gemeinde über lokale Regelungen.

Häufige Streitpunkte und Lösungen

Der häufigste Konfliktpunkt ist die Rauchbelästigung. Wenn sich Ihr Nachbar durch Rauch gestört fühlt, suche zunächst das persönliche Gespräch. Oftmals lassen sich Probleme durch einfache Maßnahmen lösen:

Standortwahl überdenken: Platziere Ihren Outdoor-Kamin so, dass der Rauch nicht direkt in Richtung Nachbargrundstück zieht. Berücksichtige dabei die vorherrschende Windrichtung.

Hochwertiges Brennmaterial verwenden: Trockenes, naturbelassenes Holz reduziert die Rauchentwicklung erheblich. Vermeide feuchtes Holz, Grünschnitt oder behandelte Materialien.

Richtig löschen: Lösche das Feuer niemals mit Wasser – das erzeugt massive Rauchschwaden. Lass das Feuer stattdessen kontrolliert herunterbrennen.

"Ein offenes Gespräch mit dem Nachbarn vor dem ersten Anheizen kann viele Konflikte von vornherein vermeiden. Fragen Sie nach, ob bestimmte Zeiten besonders ungünstig sind."

Wenn ein direktes Gespräch nicht zum Erfolg führt, kann eine Mediation durch eine neutrale dritte Person helfen. Viele Gemeinden bieten kostenlose Schlichtungsstellen für Nachbarschaftskonflikte an.

Wann drohen Konsequenzen?

Wenn Sie gegen das Immissionsschutzgesetz verstößt, kann der Schornsteinfeger bei den Ordnungsbehörden Anzeige erstatten. Die möglichen Konsequenzen reichen von Verwarnungen über Bußgelder bis hin zur Stilllegung der Feuerstätte.

Hält Ihr Outdoor-Kamin jedoch die gesetzlichen Vorgaben ein, kann laut Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 1 A 10876/09) keine Stilllegung erwirkt werden – selbst wenn sich Nachbarn belästigt fühlen. In diesem Fall müssen Betroffene selbst Maßnahmen ergreifen, um sich vor Rauch und Geruch zu schützen.

Regelmäßige Kontrollen durch den Bezirksschornsteinfeger sind Pflicht. Zweimal alle sieben Jahre erfolgt eine Feuerstättenschau, bei der geprüft wird, ob alle Vorschriften eingehalten werden. Bei festgestellten Mängeln kann der Schornsteinfeger häufigere Reinigungen oder Nachbesserungen anordnen.

Fazit: Rücksichtnahme ist der Schlüssel

Ein Outdoor-Kamin bereichert jeden Garten und ermöglicht gemütliche Abende im Freien. Mit dem richtigen Brennmaterial, einem durchdachten Standort und etwas Rücksichtnahme auf die Nachbarn steht dem ungetrübten Feuergenuss nichts im Wege.

Informiere Sie vor der Anschaffung bei Ihrem Schornsteinfeger und der Gemeinde über lokale Vorschriften. Führe ein offenes Gespräch mit Ihren Nachbarn und respektiere die üblichen Ruhezeiten. So vermeiden Sie Konflikte und können Ihren Outdoor-Kamin entspannt genießen.

Die Blog-Inhalte wurden von unserer Redaktion mithilfe von KI erstellt