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18.12.25

Kaminofen im Passivhaus – geht das?

Kaminofen im Passivhaus – geht das? | kamdi24
Helles Wohnzimmer mit Kaminofen in modernem Passivhaus. Holzofen sorgt für Wärme. Nachhaltiges Heizen im Niedrigenergiehaus.

Bild wurde KI-generiert

Ein Passivhaus braucht kaum Heizenergie – und trotzdem träumen viele vom knisternden Kaminfeuer. Die gute Nachricht: Es geht! Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wir erklären, worauf du bei Heizlast, DIBt-Zulassung und Lüftungsanlage achten musst.

18.12.25 | von kamdi24 Redaktion

Die Herausforderung: Geringe Heizlast im Passivhaus

Ein Passivhaus ist so gut gedämmt, dass es nur einen minimalen Heizwärmebedarf hat – oft liegt dieser bei nur 1 bis 2 kW. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Kaminofen bringt schnell 5 bis 8 kW Leistung ins Haus. Das Problem ist offensichtlich: Zu viel Wärme auf zu kleinem Raum führt unweigerlich zur Überhitzung.

Deshalb ist die Wahl eines Ofens mit niedriger Mindestleistung entscheidend. Modelle mit modulierbarer Leistung oder einer Nennwärmeleistung von maximal 4 bis 5 kW sind für Passivhäuser besser geeignet. Bei kamdi24 findest du eine Auswahl an Kaminöfen bis 5 kW, die sich für kleine Räume und energieeffiziente Gebäude eignen.

Kaminofen im Passivhaus: Feuerstelle unter einer modernen Dunstabzugshaube. Wärmequelle und Lüftungsanlage im Zusammenspiel.

Bild wurde KI-generiert

DIBt-Zulassung: Pflicht im Passivhaus

In einem Passivhaus mit kontrollierter Be- und Entlüftung ist ein raumluftunabhängiger Kaminofen mit DIBt-Zulassung zwingend erforderlich. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) prüft Kaminöfen auf ihre besondere Dichtigkeit und bestätigt, dass die Feuerstätte völlig unabhängig von der Raumluft funktioniert.

Die DIBt-Zertifizierung garantiert, dass Tür, Korpus und Aschefach absolut dicht sind und der Ofen über eine selbstverriegelnde Tür verfügt. Nur so ist sichergestellt, dass bei gleichzeitigem Betrieb von Kaminofen und Lüftungsanlage kein gefährlicher Unterdruck entsteht, der Rauchgase in den Wohnraum ziehen könnte.

„In Passiv- und Niedrigenergiehäusern mit kontrollierter Lüftung dürfen ausschließlich raumluftunabhängige Kaminöfen mit DIBt-Zulassung betrieben werden. Dies ist keine Empfehlung, sondern eine gesetzliche Vorschrift."

Bei kamdi24 findest du eine große Auswahl an raumluftunabhängigen Kaminöfen mit DIBt-Zulassung, die speziell für den Einsatz in modernen, luftdichten Gebäuden konzipiert sind.

Lüftungsanlage und Kamin: Die Druckverhältnisse

Die kontrollierte Wohnraumlüftung ist das Herzstück eines Passivhauses. Sie sorgt für frische Luft und Wärmerückgewinnung – kann aber beim Betrieb eines Kaminofens zum Problem werden. Durch die Absaugung der Raumluft kann ein Unterdruck entstehen, der die Abgase nicht mehr durch den Schornstein nach oben, sondern zurück in den Wohnraum zieht.

Dieses Szenario birgt Lebensgefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung. Deshalb ist die externe Luftzufuhr beim Kaminofen im Passivhaus unverzichtbar. Die Verbrennungsluft wird dabei über einen separaten Luftkanal direkt von außen zum Ofen geführt – entweder über einen Luftschlauch, aus einem nicht belüfteten Raum wie dem Keller oder über einen Luft-Abgas-Schornstein.

Kaminofen mit DIBt-Zulassung im Passivhaus. Raumluftunabhängige Feuerstätte mit Prüfzeichen des Deutschen Instituts für

Bild wurde KI-generiert

Vergleich: Kaminofen im Passivhaus vs. Altbau

Kriterium Passivhaus Altbau
Heizlast 1–2 kW 5–10 kW
Empfohlene Ofenleistung max. 4–5 kW 6–10 kW
DIBt-Zulassung Pflicht Optional
Externe Luftzufuhr Pflicht Empfohlen
Unterdruckwächter Dringend empfohlen Optional
Schornsteinfeger-Abnahme Pflicht + erweiterte Prüfung Standard-Abnahme

Die richtige Ofenwahl: Worauf es ankommt

Bei der Auswahl eines Kaminofens für dein Passivhaus solltest du auf folgende Punkte achten:

Niedrige Mindestleistung: Wähle einen Ofen, dessen Nennwärmeleistung zum geringen Heizwärmebedarf deines Passivhauses passt. Modelle mit 4 bis 5 kW sind oft ideal, da sie auch bei gedrosseltem Betrieb effizient arbeiten.

DIBt-Zertifizierung: Achte unbedingt auf die offizielle DIBt-Zulassung. Nur diese garantiert die absolute Dichtigkeit und den sicheren Betrieb mit deiner Lüftungsanlage.

Externer Verbrennungsluftanschluss: Der Ofen muss über einen Anschlussstutzen für die externe Luftzufuhr verfügen. Plane die Verlegung des Zuluftkanals bereits in der Bauphase ein.

Speichervermögen: Ein Kaminofen mit Speicherstein (z.B. Speckstein oder Schamotte) gibt die Wärme langsamer und gleichmäßiger ab – ideal für das ausgeglichene Raumklima im Passivhaus.

„Tipp: Sprich vor dem Kauf unbedingt mit deinem Schornsteinfeger. Er kennt die örtlichen Vorschriften und kann dir bestätigen, ob dein Wunschofen im Passivhaus betrieben werden darf."

Fazit: Kaminofen im Passivhaus – ja, aber richtig!

Ein Kaminofen im Passivhaus ist kein Widerspruch, sondern durchaus realisierbar. Die wichtigsten Voraussetzungen sind ein raumluftunabhängiger Ofen mit DIBt-Zulassung, eine externe Verbrennungsluftzufuhr und eine auf den niedrigen Heizwärmebedarf abgestimmte Ofenleistung.

Mit der richtigen Planung und einem geeigneten Kaminofen kannst du auch im Passivhaus die behagliche Atmosphäre eines echten Holzfeuers genießen – sicher, effizient und im Einklang mit der modernen Gebäudetechnik.

Die Blog-Inhalte wurden von unserer Redaktion mithilfe von KI erstellt