Die richtige Anzündtechnik für deinen Holz-Saunaofen
Das korrekte Anzünden deines Holz-Saunaofens ist der Schlüssel zu einem perfekten Saunaerlebnis. Bevor du das Feuer entfachst, solltest du einige wichtige Vorbereitungen treffen: Überprüfe, ob der Schornstein frei und in gutem Zustand ist. Bei kalten Temperaturen oder nach längerer Pause kann ein kalter Schornstein Probleme verursachen.
Das Brennholz spielt eine entscheidende Rolle. Verwende ausschließlich trockenes, unbehandeltes Hartholz wie Birke, Buche oder Eiche. Der Feuchtigkeitsgehalt sollte unter 20 % liegen – nasses Holz brennt schlecht, erzeugt mehr Rauch und belastet sowohl Ofen als auch Schornstein. Teile größere Holzscheite in handliche Stücke, etwa so dick wie ein Männerhandgelenk.
1 Vorbereitung
Öffne die Abzugshaube und entferne alte Asche aus dem Aschekasten. Ein sauberer Aschekasten sorgt für bessere Luftzufuhr und effizientere Verbrennung.
2 Anzünden von oben
Lege mehrere Holzscheite auf den Boden des Feuerraums – etwa ein Drittel voll. Darauf platzierst du Anzündholz und Anzünder. Die moderne Methode von oben ist umweltfreundlicher als das klassische Anzünden von unten.
3 Luftzufuhr regulieren
Schließe die Ofenklappe und öffne den Aschekasten leicht, damit das Feuer ausreichend Sauerstoff bekommt. Sobald das Holz richtig brennt, kannst du den Aschekasten fast schließen.
4 Nachlegen
Nach etwa 15 Minuten, wenn das erste Holz gut brennt, legst du weitere Scheite nach. Fülle den Feuerraum nun zu etwa zwei Dritteln. Lege das Holz nicht zu eng aneinander – die Luft muss zirkulieren können.
Der optimale Temperaturverlauf in der Holzsauna
Eine traditionelle finnische Sauna erreicht Temperaturen zwischen 80 °C und 100 °C. Für Anfänger sind bereits 60–75 °C ausreichend, um ins Schwitzen zu kommen. Die Aufheizzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Größe der Saunakabine, Außentemperatur, Ofenleistung und Isolierung.
Mit einem gut dimensionierten Saunaofen erreichst du die gewünschte Temperatur in etwa 45–90 Minuten. Im Winter oder bei schlecht isolierten Saunen kann es etwas länger dauern. Ein wichtiger Punkt: Die Temperatur ist am Boden deutlich niedriger als auf der oberen Bank – der Unterschied kann bis zu 40 °C betragen.
Tipp: Heize deine Sauna lieber etwas länger vor. Wenn die Saunasteine gut durchgewärmt sind, speichern sie die Hitze besser und der Aufguss wird intensiver.
Temperaturübersicht nach Saunatyp
| Saunatyp |
Temperatur |
Luftfeuchtigkeit |
Aufheizzeit |
| Finnische Sauna (Holzofen) |
80–100 °C |
10–20 % |
45–90 Min. |
| Softsauna |
50–70 °C |
40–50 % |
30–45 Min. |
| Dampfbad |
40–50 °C |
100 % |
15–30 Min. |
Saunasteine richtig schichten und pflegen
Die Saunasteine sind das Herzstück deines Saunaofens. Sie speichern die Wärme und sorgen beim Aufguss für den charakteristischen Dampfstoß. Die richtige Schichtung ist dabei entscheidend für die Wärmespeicherung und Luftzirkulation.
Schichte die größeren Steine (8–10 cm) unten und die kleineren (5–8 cm) oben. Zwischen den Steinen sollte genügend Platz für die Luftzirkulation bleiben – lege sie nicht zu dicht aneinander. Eine gute Faustregel: Die Steine sollten etwa ein Drittel bis zur Hälfte ihrer Oberfläche sichtbar sein.
Prüfe die Saunasteine regelmäßig auf Risse und Absplitterungen. Beschädigte Steine können die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigen und sollten ausgetauscht werden. Je nach Nutzungshäufigkeit empfiehlt sich ein kompletter Steinwechsel alle 1–2 Jahre.
Sauna richtig lüften – so bleibt das Holz in Form
Regelmäßiges Lüften ist für die Langlebigkeit deiner Holzsauna unverzichtbar. Nach jedem Saunagang solltest du Tür und Lüftungsöffnungen vollständig öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Optimal ist es, wenn du nach dem letzten Aufguss noch einige Holzscheite nachlegst – die entstehende Wärme trocknet die Kabine schneller aus.
Während des Saunagangs sorgt eine kontrollierte Belüftung für frische Luft ohne zu viel Wärmeverlust. Die Zuluftöffnung sollte in Bodennähe, die Abluft in Deckennähe positioniert sein. So entsteht eine natürliche Luftzirkulation, die für ein angenehmes Klima sorgt.
Nach dem Saunieren: Lass die Sauna mit offener Tür und geöffnetem Fenster mindestens 30 Minuten auslüften. Im Sommer auch länger, damit keine Restfeuchtigkeit im Holz bleibt.
Holzpflege für die Saunakabine
Das Saunaholz ist hohen Temperaturen und Feuchtigkeit ausgesetzt – trotzdem solltest du auf chemische Behandlungen verzichten. Lacke und Lasuren würden bei den hohen Temperaturen ausdampfen und könnten eingeatmet werden. Die beste Pflege ist regelmäßige Reinigung und gutes Auslüften.
Wische die Sitzbänke und Rückenlehnen nach jedem Saunagang mit einem feuchten Tuch ab. Bei stärkeren Verschmutzungen kannst du eine milde Seifenlauge verwenden. Flecken auf unbehandeltem Holz lassen sich oft durch vorsichtiges Abschleifen mit feinem Schleifpapier (Körnung 180–220) entfernen.
Im Außenbereich der Saunakabine, etwa bei einer Gartensauna, schützt ein geeignetes Holzöl die Oberflächen vor Witterungseinflüssen. Achte darauf, dass das Produkt für hohe Temperaturen geeignet ist, falls es in der Nähe des Ofens aufgetragen wird.
Sicherheitstipps für deine Holzofen-Sauna
Sicherheit hat beim Betrieb eines Holz-Saunaofens oberste Priorität. Halte die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien ein – mindestens 50 cm nach hinten und zu den Seiten, je nach Herstellerangabe auch mehr.
Verwende ausschließlich zugelassenes Saunazubehör und achte darauf, dass die Asche vollständig erkaltet ist, bevor du sie entsorgst. Glühende Aschereste können auch nach Stunden noch Brände verursachen – verwende daher immer einen nicht brennbaren Behälter.
Lass den Schornstein regelmäßig vom Schornsteinfeger überprüfen und reinigen. Rußablagerungen können sich entzünden und zu gefährlichen Schornsteinbränden führen. Bei sichtbarem schwarzem Rauch aus dem Schornstein solltest du die Verbrennung sofort optimieren oder einen Fachmann hinzuziehen.
Wichtig: Überheize den Saunaofen niemals! Ein rotglühendes Ofengehäuse verkürzt die Lebensdauer erheblich und erhöht die Brandgefahr. Die Temperatur sollte 110 °C nicht überschreiten.
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