Ein Kamineinsatz ist eine geschlossene Feuerstätte aus Stahl oder Guss, die in eine gemauerte oder gebaute Verkleidung eingesetzt wird; sichtbar bleibt nur die Scheibe. Die luftgeführten Einsätze bei kamdi24 leisten 5 bis 15 kW und heizen damit rund 30 bis 160 m² gut gedämmte Wohnfläche. Die meisten erreichen 80 bis 82 Prozent Wirkungsgrad.
Kamineinsätze
Was ist ein Kamineinsatz?
Der Einsatz ist das Herz eines Kamins: Brennraum, Tür, Luftregelung und Rauchrohranschluss stecken in einem fertigen Gerät, die Verkleidung drumherum planen Sie frei, als flache Wandscheibe, als Eckkamin oder als Raumteiler mitten im Wohnzimmer. Gegenüber einem offenen Kamin verbrennt das Holz hinter Glas mit geregelter Sekundärluft, deshalb kommt ein Großteil der Wärme im Raum an, statt durch den Schornstein zu entweichen. Die Prüfnorm der Produktgruppe ist DIN EN 13229; neuere Modelle werden bereits nach ihrer Nachfolgerin EN 16510 geprüft.
Ein Kaminofen steht dagegen fertig verkleidet im Raum und wird nur angeschlossen. Der Einsatz verlangt mehr Planung, gibt Ihnen aber einen Kamin, der aussieht, als wäre er mit dem Haus gebaut worden. Wer Einsatz und Verkleidung lieber aus einer Hand bestellt, findet beides als Kaminbausatz.
Ein Kamineinsatz lohnt sich, wenn …
- Sie einen offenen Kamin sauberer und sparsamer betreiben möchten
- die Verkleidung zur Architektur passen soll, an der Wand, in der Ecke oder als Raumteiler
- ein geeigneter Schornstein vorhanden ist oder ohnehin gebaut wird
- der Wohnbereich mit Feuer beheizt werden soll, nicht nur dekoriert
Besser eine andere Lösung, wenn …
- Sie ohne Umbau heizen möchten; dann passt ein freistehender Kaminofen besser
- das Feuer Heizkörper und Warmwasser versorgen soll; dafür gibt es wasserführende Kamineinsätze
- Sie nicht nachlegen wollen; dann sind Pelleteinsätze mit automatischer Zufuhr die Alternative
- kein Schornstein vorhanden ist und auch keiner gebaut werden kann
Verglasung
Verglasungsarten im Überblick
Die Verglasung bestimmt, von wo Sie das Feuer sehen und wie der Kamin im Raum wirkt: Frontverglasung für die gerade Wand, Eckverglasung für die Raumecke, Panoramaverglasung mit drei Scheiben als Blickfang und der Tunnelkamin mit Durchsicht als Raumteiler. Die Frontscheibe ist die häufigste Bauform im Sortiment.
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Frontverglasung
Eine Scheibe, flach in die Wand eingelassen. Die Bauform braucht die wenigsten Bauteile in der Verkleidung und passt am ehesten in eine vorhandene Kaminöffnung. Im Sortiment reicht sie von kompakten 5 kW bis zu breiten Formaten mit 15 kW, wahlweise mit Klapptür oder Schiebetür.
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Eckverglasung
Front- und Seitenscheibe laufen über eine Ecke, das Feuer ist auch vom Sofa oder Esstisch aus zu sehen. Ob die Seitenscheibe links oder rechts sitzt, bestimmen Sie beim Kauf, frontal vor dem Kamin stehend; spiegeln lässt sich ein Eckeinsatz später nicht. Leistung im Sortiment: 5 bis 13,2 kW.
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Panoramaverglasung
Scheiben auf drei Seiten machen das Feuer zum Mittelpunkt des Raums. Die Verkleidung braucht dafür einen Vorsprung oder eine freistehende Kaminwange, der Einsatz ragt also in den Raum hinein. Leistung im Sortiment: 8,4 bis 15 kW.
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Tunnelkamin
Scheiben vorn und hinten, eingebaut in die Wand zwischen zwei Räumen, etwa zwischen Wohn- und Essbereich. Beide Seiten sehen dasselbe Feuer, die Verkleidung braucht deshalb auf beiden Seiten eine Öffnung. Leistung im Sortiment: 6 bis 12 kW.
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Leistung
Welche Leistung brauchen Sie?
Die passende Leistung hängt von Wohnfläche, Dämmung und Raumschnitt ab. Als Richtwert für gut gedämmte Gebäude reichen 6 bis 7 kW für 50 bis 70 m² und 10 bis 12 kW für 100 bis 130 m². Nennt ein Modell ein eigenes Raumheizvermögen, gilt dieser Wert. Im unsanierten Altbau ermittelt der Fachbetrieb die Heizlast.
Ein zu großer Einsatz ist das häufigere Problem als ein zu kleiner: Er läuft gedrosselt, das Holz verbrennt unvollständig, die Scheibe verrußt und der angegebene Wirkungsgrad wird nicht erreicht. Weil ein Kamineinsatz oft im offenen Wohn- und Essbereich steht, rechnen Sie die angrenzenden Flächen mit, sofern keine Tür dazwischen liegt.
| Leistung | Wohnfläche gut gedämmt | Typische Einbausituation |
|---|---|---|
| 4–5 kW | 30–50 m² | einzelnes Wohnzimmer, Niedrigenergiehaus |
| 6–7 kW | 50–70 m² | Wohnzimmer mit offener Küche |
| 8–9 kW | 70–100 m² | offener Wohn- und Essbereich |
| 10–12 kW | 100–130 m² | großer offener Grundriss über mehrere Bereiche |
| 13–15 kW | 130–160 m² | sehr große Räume, hohe Decken, Galerie |
Richtwerte für gut gedämmte Gebäude; das Raumheizvermögen des Modells geht vor. Fensterflächen, Deckenhöhe und offene Treppen verschieben das Ergebnis; die genaue Heizlast ermittelt ein Fachbetrieb.
So lesen Sie die Tabelle: Ein Wohnzimmer mit offener Küche und 60 m² und normaler Deckenhöhe in einem gut gedämmten Einfamilienhaus fällt in die Zeile 50 bis 70 m² und braucht damit 6 bis 7 kW. Nennt ein Modell ein maximales Raumheizvermögen, teilen Sie den Wert in m³ durch die Deckenhöhe: 150 m³ bei 2,5 m entsprechen 60 m². Dieser Wert gilt für günstige Bedingungen; im unsanierten Altbau ermittelt der Fachbetrieb die Heizlast und legt die Leistung verbindlich aus.
Kaufberatung
Welcher Kamineinsatz passt zu Ihnen?
Neben Leistung und Verglasung entscheiden drei Punkte: der Raum, in dem der Kamin steht, die Dichtheit des Gebäudes und der vorhandene Schornstein. Ein gut gedämmtes Haus mit Lüftungsanlage braucht in der Regel einen raumluftunabhängigen Einsatz, ein Schornstein mit weiteren angeschlossenen Feuerstätten einen Einsatz der Bauart 1. Prüfen Sie beide Angaben, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden.
Nach Raumsituation
Steht der Kamin an einer geraden Wand, ist die Frontverglasung die einfachste Lösung. In einer Raumecke holt ein Eckeinsatz das Feuer in den Blick, ohne Stellfläche zu kosten. Trennt der Kamin zwei Bereiche, lohnt sich der Tunnel; soll er als Blickfang frei in den Raum ragen, die Panoramaverglasung. Bauen Sie einen vorhandenen offenen Kamin um, entscheidet die Kaminöffnung: Messen Sie Breite, Höhe und Tiefe, bevor Sie ein Modell wählen.
Nach Gebäudetyp
In Neubauten mit dichter Gebäudehülle und kontrollierter Wohnraumlüftung sollte die Feuerstätte der Raumluft keinen Sauerstoff entziehen; sonst ist eine Sicherheitseinrichtung wie ein Unterdruckwächter nötig. Dafür gibt es Einsätze mit DIBt-Zulassung, die ihre Verbrennungsluft dicht über einen Außenluftanschluss beziehen; eine Auswahl finden Sie unter raumluftunabhängige Kamineinsätze. Im Altbau genügt meist eine externe Luftzufuhr; sie entlastet die Raumluft und verhindert Zugluft im Wohnraum.
Technik, die den Einbau bestimmt
- Rauchrohr: Die Einsätze im Sortiment haben Abgasstutzen von 150 bis 250 mm. Das Rauchrohr muss zu Stutzen und Schornstein passen; bei einigen Modellen sitzt der Anschluss wahlweise oben oder hinten.
- Förderdruck: Der Schornstein muss den vom Hersteller genannten Unterdruck liefern. Das prüft der Schornsteinfeger vor dem Kauf.
- Tür: Eine Klapptür schwenkt seitlich auf, eine Schiebetür gleitet nach oben in die Verkleidung und braucht keinen Schwenkraum. Modelle mit hochschiebbarer Tür finden Sie unter Kamine mit Schiebetür.
- Scheitlänge: Je nach Brennraum nehmen die Einsätze Scheite von 25 bis 100 cm, die meisten bis 33 cm. Längere Scheite bedeuten weniger Spalten und seltener Nachlegen.
- Warmluft: Über Warmluftstutzen und Kanäle lässt sich die Konvektionswärme in angrenzende Räume führen, etwa ins Bad oder ins Obergeschoss. Nicht jeder Einsatz hat dafür Anschlüsse.
Aus der Praxis
Erst Schornstein und Maße, dann das Design
Bei Kamineinsätzen fragen mich viele zuerst nach der Verglasung. Ich frage zurück nach drei Dingen: Welchen Durchmesser hat der Schornstein, hängen dort noch andere Feuerstätten, und wie groß ist die Fläche, die wirklich warm werden soll? Daraus ergeben sich Rauchrohr, Bauart und Leistung, und nicht selten passt dann ein kleinerer Einsatz besser als gedacht. Wer einen offenen Kamin umbaut, schickt uns am besten gleich Breite, Höhe und Tiefe der Öffnung mit. Bei einem Eckeinsatz klären wir außerdem vorab, auf welcher Seite die Seitenscheibe sitzen muss, denn das lässt sich später nicht mehr ändern.
Silvio Wirth, Ofen-Fachberater bei kamdi24
Marken
Unsere Marken im Sortiment
Die größte Auswahl an Kamineinsätzen kommt bei kamdi24 von Spartherm aus Deutschland, gefolgt von Austroflamm aus Österreich und La Nordica aus Italien. Ergänzt wird das Sortiment durch Einsätze von Dovre aus Belgien, Lotus und Aduro aus Dänemark sowie von HS Flamingo, Haas+Sohn und Oranier.
Spartherm deckt mit den Linien Varia, Arte, Premium, Mini, Lean und Renova nahezu jede Einbausituation ab, viele davon raumluftunabhängig. Austroflamm führt jede Verglasungsart in mehreren Größen und nennt die Türart im Modellnamen: K steht für Klapptür, S für Schiebetür. Dovre setzt auf Gusseisen in Korpus oder Brennraum, La Nordica erreicht bei einzelnen Modellen 86 Prozent Wirkungsgrad.
Die Einsätze der beiden größten Hersteller sehen Sie gesammelt unter Spartherm Kamineinsätze und Austroflamm Kamineinsätze. Alle Hersteller des Kaminsortiments finden Sie in der Übersicht der Kamin-Marken.
Empfehlung
Welcher Kamineinsatz ist der beste?
Den einen besten Kamineinsatz gibt es nicht; der beste ist der, der zu Raum, Gebäude und Schornstein passt. Bevor Sie einen Kamineinsatz kaufen, prüfen Sie drei Dinge: eine Leistung passend zur Fläche, einen Wirkungsgrad ab etwa 80 Prozent und die Bauart, die Ihr Schornstein zulässt. Die Ausgangslagen unten zeigen, worauf es jeweils ankommt.
- Kleines Wohnzimmer: die kleinste Klasse um 5 kW. Unter rund 30 m² prüfen Sie die Leistung mit der Fachberatung oder führen Warmluft in Nachbarräume, damit der Raum nicht überheizt. Ein kompakter Eckeinsatz spart zusätzlich Stellfläche.
- Schornstein mit weiteren Feuerstätten: nur ein Einsatz der Bauart 1 mit selbstschließender Tür; das trifft auf etwa die Hälfte der Modelle im Sortiment zu.
- Dichter Neubau mit Lüftungsanlage: ein raumluftunabhängiger Einsatz mit DIBt-Zulassung und dichtem Außenluftanschluss.
- Raumteiler zwischen Wohnen und Essen: ein Tunnelkamin mit 6 bis 12 kW; geplant wird die Verkleidung für beide Seiten.
- Großer offener Wohnbereich: 10 bis 15 kW mit breiter Front- oder Panoramascheibe, damit das Feuer von mehreren Plätzen aus zu sehen ist.
Schwanken Sie zwischen zwei Modellen, nehmen Sie das mit der passenden Bauart und der kleineren Leistung. Ein Einsatz, der nahe seiner Nennleistung brennt, verbrennt sauberer und hält die Scheibe länger frei als ein großer, der ständig gedrosselt läuft.
Einbau
Installation und Anforderungen
Ein Kamineinsatz wird in eine Verkleidung aus nicht brennbaren Baustoffen gesetzt, an den Schornstein angeschlossen und vor der ersten Nutzung vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen. Weil Dämmung, Luftführung und Abstände zusammenspielen, gehört der Einbau in die Hand eines Fachbetriebs. Die Reihenfolge unten zeigt, was wann zu klären ist.
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Schornsteinfeger fragen
Er beurteilt Querschnitt und Förderdruck, sieht nach, welche Feuerstätten schon am Schornstein hängen, und sagt Ihnen, ob Bauart 1 nötig ist.
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Einsatz und Verglasung festlegen
Leistung nach Fläche, Verglasung nach Raum, bei Eckeinsätzen die Seite im Grundriss bestimmen.
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Verkleidung planen
Gemauert, aus Bauplatten oder als Bausatz; Sicherheitsabstände und Dämmstärken nennt die Montageanleitung des Einsatzes.
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Verbrennungsluft klären
Externe Luftzufuhr oder raumluftunabhängiger Betrieb, je nach Dichtheit des Gebäudes und Lüftungsanlage.
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Einbauen und anschließen
Einsatz ausrichten, Rauchrohr und Luftleitungen anschließen, Verkleidung mit Konvektionsöffnungen aufbauen.
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Abnahme
Der Bezirksschornsteinfeger prüft die Anlage; erst danach darf der Einsatz befeuert werden.
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Einbrennen
Die ersten Feuer moderat halten und gut lüften, damit Lack und Dichtungen aushärten.
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Rauchrohr
Verbindet den Abgasstutzen mit dem Schornstein, im Durchmesser des Einsatzes.
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Dämmung nach Montageanleitung
Meist Platten aus Kalziumsilikat; sie schützen die Wand hinter und neben dem Einsatz vor Hitze.
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Lüftungsgitter
Lassen Konvektionsluft in die Verkleidung hinein und warme Luft heraus.
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Bodenplatte
Schützt brennbare Böden vor dem Kamin vor Funkenflug.
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Außenluftanschluss
Führt Verbrennungsluft von außen zu, Voraussetzung für raumluftunabhängigen Betrieb.
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Kaminverkleidung
Fertige Verkleidungen sparen die eigene Planung der Ummantelung.
Rechtlicher Rahmen
Neue Kamineinsätze müssen die zweite Stufe der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) einhalten: höchstens 1,25 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,04 g/m³ Staub bei mindestens 75 Prozent Wirkungsgrad. Achten Sie in den technischen Angaben auf den Hinweis „BImSchV Stufe 2“ oder die Prüfnorm (DIN EN 13229 bzw. EN 16510) und lassen Sie sich die Herstellerbescheinigung zeigen. Bau- und Brandschutzrecht ist Landesrecht; Abstände und Anforderungen an die Verkleidung klärt der Schornsteinfeger vor Ort.
FAQ
Häufige Fragen zu Kamineinsätzen
Kann ich meinen offenen Kamin mit einem Kamineinsatz nachrüsten?
Ja, das ist einer der häufigsten Gründe für einen Kamineinsatz. Der Einsatz wird in die vorhandene Kaminöffnung gesetzt und an den bestehenden Schornstein angeschlossen; aus der offenen Feuerstelle wird eine geschlossene mit Scheibe.
- Maße: Breite, Höhe und Tiefe der Öffnung messen; der Einsatz braucht rundum Platz für Dämmung und Luftführung.
- Schornstein: Querschnitt und Zustand prüft der Schornsteinfeger; bei Bedarf hilft eine Schornsteinsanierung.
- Rauchrohr: Der Abgasstutzen des Einsatzes muss zum Schornsteinanschluss passen.
Kann ich einen Kamineinsatz selbst einbauen?
Handwerklich Geübte können Teile der Verkleidung selbst bauen. Anschluss, Dämmung und Abstände sollten Sie aber einem Fachbetrieb überlassen, denn Fehler dort sind ein Brandrisiko. In jedem Fall muss der Bezirksschornsteinfeger die Anlage vor der ersten Nutzung abnehmen.
Planen Sie außerdem das Gewicht ein: Die Einsätze im Sortiment wiegen von rund 70 kg bis über 400 kg und werden mindestens zu zweit gesetzt.
Was bedeutet raumluftunabhängig beim Kamineinsatz?
Ein raumluftunabhängiger Kamineinsatz bezieht seine Verbrennungsluft über eine dichte Leitung von außen und entzieht dem Wohnraum keinen Sauerstoff. In Häusern mit kontrollierter Wohnraumlüftung ist das in der Regel Voraussetzung; die Eignung für diesen Betrieb bestätigt eine DIBt-Zulassung.
- Kein Unterdruck im Aufstellraum, auch wenn Dunstabzug oder Lüftung laufen.
- Viele Modelle von Spartherm und Austroflamm sind dafür ausgelegt, erkennbar an der Angabe „raumluftunabhängig“ bei der Verbrennungsluft.
Was unterscheidet die Bauarten von Kamineinsätzen?
Bei der Bauart 1 schließt die Feuerraumtür selbsttätig. Deshalb darf der Einsatz an einen Schornstein, an den noch weitere Feuerstätten angeschlossen sind, die sogenannte Mehrfachbelegung. Bei der Bauart 2 fehlt der Selbstschließmechanismus; der Einsatz braucht einen eigenen Schornsteinzug.
Im Sortiment sind beide Bauarten etwa gleich häufig vertreten. Welche Sie brauchen, sagt Ihnen der Schornsteinfeger, sobald er weiß, welche Feuerstätten am Schornstein hängen.
Wie viel Holz verbraucht ein Kamineinsatz an einem Abend?
An einem Abend von drei bis vier Stunden verbraucht ein Einsatz mit 10 kW wie der Austroflamm 75x39 S 2.0 rund 9 bis 11 kg Holz; der Hersteller nennt 2,85 kg pro Stunde. Kleinere Einsätze brauchen entsprechend weniger, der Austroflamm 45x51 K 2.0 mit 6 kW etwa 1,7 kg pro Stunde.
Voraussetzung ist trockenes Holz: Die 1. BImSchV erlaubt nur Scheitholz mit einer Holzfeuchte unter 25 Prozent (bezogen auf das Trockengewicht), für sauberen Abbrand sollten es unter 20 Prozent sein.
Wie reinige ich die Scheibe eines Kamineinsatzes?
Reinigen Sie die Scheibe nur im kalten Zustand. Leichte Beläge lösen Sie mit einem feuchten Zeitungsknäuel, das Sie in kalte Asche tauchen; danach mit einem trockenen Tuch nachwischen. Für hartnäckige Rückstände gibt es spezielle Kaminglasreiniger.
Verrußt die Scheibe schnell, liegt das meist an zu feuchtem Holz oder zu wenig Verbrennungsluft. Die Scheibenspülung moderner Einsätze wirkt am besten bei geöffneter Luftzufuhr.
Wann lohnt sich ein wasserführender Kamineinsatz?
Ein wasserführender Kamineinsatz gibt einen Teil seiner Leistung über einen Wärmetauscher an Heizkreis und Warmwasser ab. Das lohnt sich, wenn das Feuer nicht nur den Wohnraum, sondern das ganze Haus mitheizen soll und ein Pufferspeicher Platz findet.
Neben den einzelnen Geräten gibt es abgestimmte Pakete mit Pufferspeicher als wasserführendes Kamineinsatz-Set.
Den passenden Kamineinsatz finden
Wir führen Kamineinsätze von Herstellern, die für durchdachte Brennraumtechnik und belastbare Verarbeitung stehen, vom kompakten Eckeinsatz bis zum Tunnelkamin. Gemeinsam mit Ihnen klären wir, welcher Einsatz in Ihre Kaminöffnung und an Ihren Schornstein passt.
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