Justus Dauerbrandöfen sind für zeitlich unbegrenzten Betrieb zugelassen, meist mit Verbrennungsluftautomatik und einer Gluthaltung von bis zu 12 Stunden mit Braunkohlebriketts. Die Nennwärmeleistung reicht von 5 bis 7 kW.
Der Unterschied zum Zeitbrandofen liegt weniger in der Betriebsdauer als im zulässigen Brennstoff. Ein Zeitbrandofen ist auf einzelne Abbrände mit Scheitholz ausgelegt und muss zwischen den Beladungen weitgehend herunterbrennen. Ein Dauerbrandofen darf zeitlich unbegrenzt laufen und ist zusätzlich für Braunkohlebriketts geprüft. Weil Braunkohle langsamer abbrennt, halten Baltrum 5 D 2.0 und Usedom 5D damit die Glut bis zu 12 Stunden – mit reinem Scheitholz legen Sie deutlich häufiger nach. Verbindlich ist immer das Typenschild des Geräts.
Genau hier lohnt der Blick ins Detail, denn 24-Stunden-Zulassung und Braunkohle-Freigabe sind nicht dasselbe. Reno R, Baltrum 5 D 2.0, Usedom 5D, Austin 5 II und Austin 7 nennen Holz, Holzbriketts und Braunkohle als zulässige Brennstoffe. Der Island 5 2.0 ist zwar ausdrücklich für 24-Stunden-Dauerbetrieb zugelassen, laut Produktangabe aber nur für Holz und Holzbriketts – wer auf Braunkohle setzt, wählt eines der anderen Modelle.
Hersteller ist die Justus GmbH in Haiger, die zur Oranier-Gruppe gehört. Technisch teilen sich die Modelle das Justus-Dreifach-Luftsystem aus Primär-, Sekundär- und Tertiärluft, Brennräume mit Vermiculite-Auskleidung, eine integrierte Scheibenspülung und Rauchrohranschlüsse mit Ø 150 mm. Die Baltrum-Serie ist vertieft auf Justus Baltrum beschrieben.