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18.11.25

Wasserführender Ofen im Neubau – sinnvoll?

Wasserführender Ofen im Neubau – sinnvoll? | kamdi24

Bild wurde KI-generiert

Du planst einen Neubau und fragst dich, ob ein wasserführender Kaminofen noch zeitgemäß ist? Im Zusammenspiel mit Wärmepumpe, Fußbodenheizung und moderner Gebäudedämmung kann er eine clevere Ergänzung sein – wenn die Planung stimmt.

| 18.11.2025 von kamdi24 Redaktion

So funktioniert ein wasserführender Kaminofen

Ein wasserführender Kaminofen unterscheidet sich von herkömmlichen Modellen durch eine integrierte Wassertasche oder einen Wassermantel. Diese nimmt einen Teil der Verbrennungswärme auf und leitet sie in den Heizkreislauf deines Hauses weiter.

Während ein klassischer Kaminofen nur den Aufstellraum erwärmt, kann ein wasserführendes Modell die erzeugte Energie ins gesamte Haus transportieren. Die Wärme wird über einen Pufferspeicher zwischengespeichert und steht so für Heizkörper, Fußbodenheizung oder Warmwasser zur Verfügung.

Das Verhältnis zwischen Raumwärme und Wasserwärme variiert je nach Modell. Typischerweise gehen 30 bis 70 Prozent der Wärmeleistung in den Wasserkreislauf. So bleibt der Aufstellraum angenehm warm, ohne zu überhitzen – ein häufiges Problem bei gut gedämmten Neubauten.

Ein wasserführender Kaminofen verbindet die Gemütlichkeit eines offenen Feuers mit der Effizienz einer modernen Zentralheizung – ideal für durchdachte Hybridkonzepte im Neubau.

Illustration zum Artikel über wasserführende Kaminöfen im Neubau: Kaminofenansicht mit Textfragmenten zu Ofenfunktion und

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Wasserführender Ofen und Wärmepumpe – ein starkes Team

Im modernen Neubau ist die Wärmepumpe oft das Herzstück der Heizungsanlage. Sie arbeitet besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen und in gut gedämmten Gebäuden. Doch an kalten Wintertagen sinkt ihre Effizienz – genau hier kann ein wasserführender Kaminofen unterstützen.

Die Kombination beider Systeme bietet mehrere Vorteile: Der Kaminofen entlastet die Wärmepumpe bei Spitzenlasten, sodass diese kleiner dimensioniert werden kann. Gleichzeitig übernimmt er die Warmwasserbereitung, die für Wärmepumpen energetisch aufwändiger ist.

Besonders Luftwärmepumpen profitieren von dieser Ergänzung. Bei Außentemperaturen unter null Grad müssen sie mehr Strom aufwenden, um die benötigte Wärme zu erzeugen. Ein wasserführender Ofen springt genau dann ein, wenn er am meisten gebraucht wird.

Wichtig ist die richtige Abstimmung beider Systeme. Eine sogenannte Verriegelung sorgt dafür, dass die Wärmepumpe pausiert, sobald der Kaminofen in Betrieb ist. So wird verhindert, dass beide Systeme gleichzeitig Wärme produzieren und der Pufferspeicher überhitzt.

Fußbodenheizung und wasserführender Ofen – passt das zusammen?

Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen von etwa 30 bis 35 Grad Celsius. Wasserführende Kaminöfen hingegen erzeugen Temperaturen von 60 Grad und mehr. Diese Differenz wirft bei vielen Bauherren Fragen auf.

Die gute Nachricht: Beide Systeme lassen sich problemlos kombinieren. Ein Mischer reduziert die Temperatur des Heizungswassers auf das für die Fußbodenheizung optimale Niveau. Die überschüssige Wärme wird im Pufferspeicher zwischengespeichert.

In der Praxis bedeutet das: Der wasserführende Ofen speist seine Energie in den Pufferspeicher mit Brauchwasserblase ein. Von dort wird sie bedarfsgerecht an die Fußbodenheizung oder das Warmwassersystem abgegeben. So profitierst du von der Strahlungswärme im Wohnzimmer und gleichzeitig von warmen Füßen im ganzen Haus.

Temperaturvergleich der Heizsysteme

Heizsystem Typische Vorlauftemperatur Besonderheit
Fußbodenheizung 30–35 °C Niedrige Temperatur, große Fläche
Wasserführender Kaminofen 60–80 °C Hohe Temperatur, Mischer erforderlich
Wärmepumpe 35–55 °C Effizient bei niedrigen Temperaturen
Wandheizkörper 50–70 °C Direkte Nutzung ohne Mischer möglich
Wasserführender Kaminofen im Neubau neben einer Wärmepumpe. Heizungsanlage mit Pufferspeicher und Verrohrung im Technikraum.

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Passivhaus und Niedrigenergiehaus – zu viel Wärme?

Moderne Niedrigenergie- und Passivhäuser haben einen extrem geringen Heizwärmebedarf. Die Sorge vieler Bauherren: Erzeugt ein Kaminofen nicht viel zu viel Wärme für solche Gebäude?

Diese Bedenken sind berechtigt, aber lösbar. Der Schlüssel liegt in der richtigen Dimensionierung und einem hohen wasserseitigen Anteil. Ein wasserführender Ofen mit hoher Wasserwärme-Quote gibt nur einen kleinen Teil seiner Energie direkt an den Aufstellraum ab – den Rest speichert er im Pufferspeicher.

Für ein Passivhaus eignen sich besonders Komplett-Sets mit Pufferspeicher, bei denen alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Mit einer wasserseitigen Leistung von 70 bis 80 Prozent bleibt die Raumerwärmung moderat, während das gesamte Haus von der erzeugten Energie profitiert.

Im Passivhaus wird ein wasserführender Ofen zum Energieverteiler: Wenig Wärme für den Aufstellraum, viel Energie für den Rest des Hauses und das Warmwasser.

Ein weiterer Vorteil: Die Unabhängigkeit von Strom und externen Energieversorgern. Fällt der Strom aus, liefert der Holzofen weiterhin Wärme – zumindest für den Aufstellraum. Diese Resilienz ist für viele Hausbesitzer ein wichtiges Argument.

Von Anfang an richtig planen

Ein wasserführender Kaminofen lässt sich am einfachsten im Neubau integrieren, wenn er von Beginn an eingeplant wird. Nachträgliche Einbauten sind zwar möglich, aber deutlich aufwändiger und teurer.

Bei der Planung solltest du folgende Punkte berücksichtigen:

Schornstein: Ein wasserführender Ofen benötigt einen geeigneten Schornsteinanschluss. Im Neubau kann dieser optimal positioniert und dimensioniert werden. Der Schornsteinfeger sollte frühzeitig einbezogen werden.

Leitungen: Die Wasserleitungen vom Kaminofen zum Pufferspeicher müssen eingeplant werden. Im Rohbau lassen sich diese Leitungen leicht in Wände oder Fußböden integrieren.

Pufferspeicher: Ein ausreichend großer Pufferspeicher ist essenziell. Als Faustformel gilt: Pro Kilowatt wasserseitiger Leistung sollten 50 bis 100 Liter Speichervolumen zur Verfügung stehen. Bei 10 kW wasserseitiger Leistung wären das also 500 bis 1.000 Liter.

Aufstellort: Der ideale Standort liegt zentral im Wohnbereich. So verteilt sich die direkte Strahlungswärme gleichmäßig, und die Leitungswege zum Pufferspeicher bleiben kurz.

Fördermöglichkeiten: Wasserführende Pelletöfen können im Rahmen der BEG-Förderung bezuschusst werden. Informiere dich frühzeitig über aktuelle Programme und Voraussetzungen.

Fazit: Wasserführender Ofen im Neubau – eine sinnvolle Investition?

Ein wasserführender Kaminofen ist im Neubau keineswegs überholt – im Gegenteil. Als Teil eines durchdachten Hybridheizkonzepts ergänzt er Wärmepumpe und Fußbodenheizung optimal.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du nutzt einen nachwachsenden Rohstoff, entlastest die Wärmepumpe an kalten Tagen und genießt die einzigartige Atmosphäre eines echten Kaminfeuers. Gleichzeitig profitiert das ganze Haus von der erzeugten Wärme.

Entscheidend ist die frühe Planung. Schornstein, Leitungen und Pufferspeicher müssen von Anfang an berücksichtigt werden. Wer diese Punkte beachtet, erhält ein zukunftssicheres Heizsystem, das Komfort, Effizienz und Unabhängigkeit vereint.

Bei kamdi24 findest du eine große Auswahl an wasserführenden Kaminöfen für jede Raumgröße und jedes Heizkonzept. Unser Fachberater-Team unterstützt dich gern bei der Planung deines individuellen Systems.

Die Blog-Inhalte wurden von unserer Redaktion mithilfe von KI erstellt