Warum regelmäßige Wartung unverzichtbar ist
Ein Pelletofen ist eine Investition, die sich über viele Jahre bezahlt macht – vorausgesetzt, er wird regelmäßig gewartet. Die gute Nachricht: Im Vergleich zu anderen Heizsystemen sind die laufenden Kosten überschaubar. Die schlechte Nachricht: Wer nur die Pelletpreise betrachtet, rechnet sich arm.
Regelmäßige Wartung sorgt nicht nur für einen störungsfreien Betrieb, sondern auch für optimale Effizienz. Ein schlecht gewarteter Pelletofen verbraucht mehr Brennstoff, produziert mehr Asche und kann im schlimmsten Fall zur Sicherheitsgefahr werden.
Eine jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb ist bei Pelletöfen Pflicht – nicht nur für die Garantie, sondern auch für einen sicheren und effizienten Betrieb.
Kosten für die Fachmann-Wartung
Die professionelle Wartung durch einen autorisierten Fachbetrieb ist das Herzstück der Pelletofen-Pflege. Dabei werden alle wichtigen Komponenten geprüft, gereinigt und bei Bedarf nachjustiert.
Was bei einer professionellen Wartung passiert:
Der Techniker inspiziert den Kesselkörper, prüft den Wärmetauscher und reinigt die Brennkammer gründlich. Motoren und Gebläse werden auf einwandfreie Funktion getestet, die Pelletszuführung und Förderschnecke kontrolliert. Auch die Abgaswege und der Kaminanschluss werden überprüft.
Wartungskosten im Überblick
| Leistung |
Kosten |
Häufigkeit |
| Standard-Wartung Pelletofen |
150 – 280 € |
1x jährlich |
| Wartung wasserführender Pelletofen |
250 – 400 € |
1x jährlich |
| Wartung Pelletkessel |
300 – 450 € |
1x jährlich |
Viele Hersteller und Händler bieten Wartungsverträge an. Ein solcher Vertrag hat mehrere Vorteile: Sie vergessen keinen Wartungstermin, oft verlängert sich dadurch die Garantiezeit, und bei manchen Anbietern sind kleinere Ersatzteile bereits im Preis enthalten.

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Kosten für den Schornsteinfeger
Der Schornsteinfeger ist nicht nur für die Abnahme Ihres Pelletofens zuständig, sondern auch für regelmäßige Kontrollen während des Betriebs. Diese Kosten sind gesetzlich geregelt und variieren je nach Bundesland.
Vor der Erstinbetriebnahme muss der Schornsteinfeger eine Feuerstättenbeschau durchführen und die Abnahme erteilen. Diese einmalige Gebühr liegt zwischen 40 und 150 Euro – in den meisten Fällen unter 100 Euro.
Im laufenden Betrieb ist der Schornsteinfeger für das Freihalten der Abgaswege zuständig. Bei Pelletöfen muss er die Abgaswege in der Regel zweimal jährlich reinigen und die Emissionswerte kontrollieren.
Schornsteinfeger-Kosten
| Leistung |
Kosten |
Häufigkeit |
| Erstabnahme (Feuerstättenbeschau) |
40 – 150 € |
einmalig |
| Kehrung & Überprüfung |
100 – 170 € |
pro Jahr |
| Emissionsmessung |
30 – 50 € |
alle 2 Jahre |
Typische Ersatzteilkosten
Auch bei bester Pflege müssen bestimmte Verschleißteile regelmäßig ausgetauscht werden. Der Zündstab (auch Glühzünder genannt) ist das am häufigsten benötigte Ersatzteil – er hält je nach Nutzungsintensität etwa 2 bis 5 Jahre.
Ersatzteile und ihre Kosten
| Ersatzteil |
Kosten |
Lebensdauer |
| Zündstab / Glühzünder |
30 – 100 € |
2 – 5 Jahre |
| Türdichtung |
15 – 40 € |
3 – 5 Jahre |
| Brennertopf / Brennschale |
50 – 150 € |
5 – 10 Jahre |
| Gebläse / Lüfter |
80 – 200 € |
8 – 15 Jahre |
| Förderschnecke |
100 – 250 € |
10 – 15 Jahre |
Auf das Jahr gerechnet fallen im Durchschnitt etwa 20 bis 50 Euro für Ersatzteile an. Wer seinen Pelletofen regelmäßig warten lässt und hochwertige Pellets verwendet, kann diese Kosten minimieren.
Verwenden Sie ausschließlich zertifizierte Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1. Minderwertige Pellets erhöhen den Verschleiß und können zu teuren Reparaturen führen.
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Stromkosten nicht vergessen
Anders als ein klassischer Kaminofen benötigt ein Pelletofen Strom für die Steuerung, Pelletszufuhr und das Gebläse. Diese Kosten werden oft unterschätzt, fallen aber das ganze Jahr über an.
Der Stromverbrauch variiert je nach Modell erheblich. Vollautomatische Pelletöfen verbrauchen etwa 100 bis 150 Watt pro Stunde, halbautomatische Modelle können bis zu 255 Watt benötigen. Im Standby-Modus sind es meist nur 5 bis 15 Watt.
Beispielrechnung Stromkosten
| Parameter |
Wert |
| Durchschnittlicher Verbrauch |
0,12 – 0,18 kWh/h |
| Betriebsstunden pro Tag |
6 – 8 Stunden |
| Heizperiode |
150 – 180 Tage |
| Strompreis (Durchschnitt) |
0,30 €/kWh |
| Jährliche Stromkosten |
35 – 65 € |
Wer auf Stromkosten komplett verzichten möchte, kann einen Kombiofen für Holz und Pellets in Betracht ziehen – hier bleibt die Option, bei Bedarf auch mit Holzscheiten zu heizen.
Die ehrliche Gesamtrechnung
Jetzt wird es spannend: Was kostet ein Pelletofen wirklich pro Jahr? Wir rechnen mit realistischen Durchschnittswerten für einen typischen luftgeführten Pelletofen in einem Einfamilienhaus.
Jährliche Gesamtkosten Pelletofen
| Kostenposition |
Minimum |
Maximum |
| Fachmann-Wartung |
150 € |
280 € |
| Schornsteinfeger |
100 € |
170 € |
| Ersatzteile (Durchschnitt) |
20 € |
50 € |
| Stromkosten |
35 € |
65 € |
| Summe Wartungskosten |
305 € |
565 € |
Hinzu kommen natürlich die Pelletkosten. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 600 bis 1.000 kg pro Heizsaison und einem Pelletpreis von etwa 280 bis 350 Euro pro Tonne liegen diese bei zusätzlich 170 bis 350 Euro.
Die realistischen Gesamtbetriebskosten eines Pelletofens liegen bei 475 bis 915 Euro pro Jahr – inklusive Brennstoff, Wartung, Schornsteinfeger und Strom.
Vergleich mit Kaminofen-Wartungskosten
Wie schneidet der Pelletofen im Vergleich zum klassischen Kaminofen ab? Hier zeigt sich ein differenziertes Bild.
Wartungskosten im Vergleich
| Kostenposition |
Pelletofen |
Kaminofen |
| Fachmann-Wartung |
150 – 280 € |
80 – 150 € |
| Schornsteinfeger |
100 – 170 € |
60 – 100 € |
| Ersatzteile |
20 – 50 € |
10 – 30 € |
| Stromkosten |
35 – 65 € |
0 € |
| Gesamt Wartung |
305 – 565 € |
150 – 280 € |
Der Kaminofen ist in der reinen Wartung günstiger. Allerdings bietet der Pelletofen deutlich mehr Komfort: automatische Temperaturregelung, programmierbare Heizzeiten und kein manuelles Nachlegen von Brennholz. Wer diese Vorteile schätzt, nimmt die höheren Wartungskosten gern in Kauf.
Für alle, die sich nicht entscheiden können: Mit einem Pelleteinsatz lässt sich ein bestehender offener Kamin effizient auf Pelletbetrieb umrüsten.
Fazit: Ehrlich gerechnet lohnt sich der Pelletofen
Die Wartungskosten eines Pelletofens sind höher als beim klassischen Kaminofen – das ist die ehrliche Wahrheit. Mit 305 bis 565 Euro pro Jahr für Wartung, Schornsteinfeger, Ersatzteile und Strom sollten Sie rechnen.
Dafür erhalten Sie aber einen Ofen, der praktisch von allein heizt, die Temperatur konstant hält und sich per App steuern lässt. Die Investition in regelmäßige Wartung zahlt sich durch längere Lebensdauer, höhere Effizienz und geringeren Pelletverbrauch aus.
Unser Rat: Schließen Sie einen Wartungsvertrag mit einem autorisierten Fachbetrieb ab, verwenden Sie ausschließlich hochwertige Pellets und führen Sie die wöchentliche Reinigung von Aschebehälter und Brennschale selbst durch. So minimieren Sie die Kosten und maximieren die Freude an Ihrem Pelletofen oder Pelletkessel.
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