Edelstahlschornstein vs. gemauerter Schornstein
Grundsätzlich stehen Ihnen zwei Optionen zur Verfügung: ein Edelstahlschornstein zur Außenmontage oder ein gemauerter Schacht im Inneren des Gebäudes. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
Edelstahlschornstein (doppelwandig): Die häufigste Wahl bei Nachrüstungen. Das doppelwandige System mit Isolierung kann problemlos an der Außenfassade montiert werden – ohne große Eingriffe in die Bausubstanz. Die Montage ist in der Regel innerhalb eines Tages erledigt. Edelstahlschornsteine sind korrosionsbeständig, säurefest und für nahezu alle Brennstoffe geeignet.
Gemauerter Schornstein: Traditionell und optisch unauffällig, da er im Gebäudeinneren verläuft. Die Nachrüstung ist jedoch aufwendiger und erfordert Durchbrüche durch alle Geschossdecken bis zum Dach. Diese Variante wird bei Bestandsgebäuden selten gewählt, da der Aufwand und die Kosten deutlich höher sind.
Vergleich: Edelstahl vs. gemauert
| Kriterium |
Edelstahlschornstein |
Gemauerter Schornstein |
| Kosten |
1.500 – 2.500 € |
2.500 – 5.000 € |
| Montagezeit |
1 Tag |
Mehrere Tage bis Wochen |
| Bauliche Eingriffe |
Minimal (Wanddurchführung) |
Erheblich (Deckendurchbrüche) |
| Optik |
Sichtbar an Fassade |
Unsichtbar im Gebäude |
| Geeignet für Nachrüstung |
Sehr gut |
Aufwendig |
Brauche ich eine Baugenehmigung?
In den meisten Bundesländern ist für die Nachrüstung eines Außenschornsteins an einem Einfamilienhaus keine Baugenehmigung erforderlich – es handelt sich um eine genehmigungsfreie Maßnahme. Allerdings gibt es regionale Unterschiede, daher sollten Sie vor Baubeginn immer beim zuständigen Bauamt nachfragen.
Wichtig: Unabhängig von der Baugenehmigung müssen Sie den zuständigen Bezirksschornsteinfeger kontaktieren. Er prüft vor der Installation, ob der geplante Schornstein die technischen Anforderungen erfüllt, und nimmt ihn nach der Montage ab. Ohne diese Abnahme dürfen Sie den Kaminofen nicht in Betrieb nehmen.
Der Schornsteinfeger berechnet auch, ob der Schornstein den richtigen Querschnitt und die passende Höhe für Ihre Feuerstätte hat. Diese individuelle Berechnung ist nach DIN V 18160-1 vorgeschrieben und stellt sicher, dass die Abgase ordnungsgemäß abgeführt werden.
"Bevor Sie mit der Schornsteinnachrüstung beginnen, kontaktieren Sie immer zuerst Ihren Bezirksschornsteinfeger. Er kann Ihnen genau sagen, welche Anforderungen in Ihrem Fall gelten – und verhindert so böse Überraschungen bei der Abnahme."
Mit diesen Kosten müssen Sie 2026 rechnen
Die Kosten für eine Schornsteinnachrüstung hängen von der Gebäudehöhe, der gewählten Schornsteinart und den örtlichen Gegebenheiten ab. Hier eine Orientierung für 2026:
Edelstahlschornstein (doppelwandig, außen): Für ein typisches Einfamilienhaus rechnen Sie mit 1.500 bis 2.500 Euro inklusive Material und Montage. Bei höheren Gebäuden oder komplexen Dachformen kann der Preis auf 3.000 bis 4.000 Euro steigen.
Gemauerter Schornstein: Hier beginnen die Kosten bei etwa 2.500 Euro und können bei aufwendigen Nachrüstungen mit Deckendurchbrüchen schnell 5.000 Euro und mehr erreichen.
Zusätzliche Kosten: Vergessen Sie nicht die Gebühren für den Schornsteinfeger (Beratung, Berechnung, Abnahme: ca. 100–200 Euro) sowie eventuelle Anschlussarbeiten für den Kaminofen.
So läuft die Montage ab
Die Nachrüstung eines Edelstahlschornsteins folgt einem bewährten Ablauf:
1. Beratung und Planung: Kontaktieren Sie den Schornsteinfeger und lassen Sie prüfen, welcher Schornsteintyp für Ihren Ofen geeignet ist. Er berechnet den notwendigen Querschnitt und die Mindesthöhe.
2. Materialauswahl: Wählen Sie einen passenden Edelstahlschornstein aus. Bei kamdi24 finden Sie komplette Bausätze, die alle notwendigen Komponenten enthalten.
3. Wanddurchführung: An der Außenwand wird eine Kernbohrung für das Verbindungsstück zum Ofen gesetzt. Diese Arbeit übernimmt in der Regel der Fachbetrieb.
4. Montage der Schornsteinelemente: Die doppelwandigen Rohrsegmente werden von unten nach oben zusammengesteckt und mit Wandhalterungen an der Fassade befestigt.
5. Dachdurchführung und Mündung: Am Dach wird der Schornstein durch eine wettersichere Dachdurchführung geführt. Die Mündung muss einen Mindestabstand zum Dach und zu Fenstern einhalten.
6. Abnahme: Nach der Montage nimmt der Schornsteinfeger den Schornstein ab und erteilt die Freigabe für den Betrieb des Kaminofens.
Förderung für die Schornsteinnachrüstung?
Eine direkte Förderung nur für den Schornstein gibt es in der Regel nicht. Allerdings können Sie unter bestimmten Voraussetzungen von der Heizungsförderung 2025/2026 profitieren, wenn Sie den Schornstein im Rahmen einer förderfähigen Heizungsanlage installieren – etwa in Kombination mit einem wasserführenden Kaminofen oder Pelletofen.
Informieren Sie sich frühzeitig über die aktuellen Förderprogramme der BAFA und KfW. Ein Energieberater kann Ihnen helfen, die optimale Kombination aus Fördermitteln und Heiztechnik zu finden.
Fazit: Schornstein nachrüsten lohnt sich
Die Nachrüstung eines Schornsteins ist einfacher und günstiger, als viele denken – insbesondere mit einem doppelwandigen Edelstahlschornstein an der Außenfassade. Mit Kosten zwischen 1.500 und 2.500 Euro und einer Montagezeit von nur einem Tag steht dem Traum vom eigenen Kaminofen nichts im Wege. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Schornsteinfeger, um die Planung reibungslos zu gestalten.
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