Was kann man wirklich mit dem Backfach zubereiten?
Die gute Nachricht zuerst: Ja, du kannst mit einem Kaminofen mit Backfach tatsächlich backen – und zwar richtig gut. Besonders Brot gelingt hervorragend. Die gleichmäßige Strahlungswärme sorgt für eine knusprige Kruste und ein saftiges Inneres, wie es nur wenige Elektroöfen hinbekommen. Auch Pizza, Brötchen, Aufläufe und Gratins werden im Backfach wunderbar.
Typische Gerichte, die sich bewährt haben, sind: selbstgebackenes Bauernbrot, Flammkuchen, überbackene Gerichte, Bratäpfel, Aufwärmen von Speisen und sogar langsam gegarte Schmorgerichte. Viele Nutzer berichten begeistert davon, morgens das Backfach anzuheizen und mittags duftendes Brot auf dem Tisch zu haben.
Allerdings gibt es Einschränkungen: Kuchen mit präzisen Temperaturvorgaben sind eine Herausforderung. Da das Backfach keine exakte Temperaturregelung hat, benötigst du Erfahrung und etwas Experimentierfreude. Empfindliche Biskuitteige oder Soufflés gelingen nicht immer perfekt. Bei einem Kaminofen mit Backfach ist etwas Übung gefragt – aber genau das macht für viele den Reiz aus.
Temperaturen und Möglichkeiten: Was ist realistisch?
Die typische Backtemperatur in einem Kaminofen-Backfach liegt zwischen 180 und 220 °C – ideal für die meisten Backwaren und Gerichte. Diese Temperatur erreichst du durch eine gut aufgebaute Glut und regelmäßiges Nachlegen von Brennholz. Moderne Modelle wie der Hergom Arce mit Backfach verfügen über ein integriertes Thermometer, das die Temperaturkontrolle deutlich erleichtert.
Der wesentliche Unterschied zum Elektroherd: Du regelst die Temperatur nicht über einen Drehknopf, sondern über die Luftzufuhr und das Nachlegen von Holz. Das erfordert anfangs etwas Übung, wird aber schnell zur Routine. Viele erfahrene Nutzer empfehlen den "Buttertest": Wenn ein Stückchen Butter im Backfach zügig zerläuft, ist die richtige Temperatur erreicht.
Wichtig zu wissen: Das Backfach hat keinen Umluftbetrieb. Die Backzeiten können daher etwas länger sein als im modernen Elektroofen. Für manche Gerichte – etwa langsam gegartes Brot – ist das sogar ein Vorteil.
Nutzwert vs. Optik: Eine ehrliche Einschätzung
Seien wir ehrlich: Viele Kaminöfen mit Backfach werden gekauft, weil sie einfach wunderschön aussehen. Das nostalgische Design erinnert an Großmutters Küche und bringt eine besondere Atmosphäre in den Raum. Aber ist das Backfach nur Dekoration?
Die Antwort hängt stark von deinem Lebensstil ab. Wenn du regelmäßig heizt und ohnehin Zeit am Kaminofen verbringst, ist das Backfach eine sinnvolle Ergänzung. Die entstehende Wärme wird optimal genutzt, anstatt ungenutzt zu verpuffen. So sparst du Energie und hast gleichzeitig frische Backwaren.
Wenn du jedoch nur selten heizt oder der Kaminofen hauptsächlich im Wohnzimmer steht, wird das Backfach wahrscheinlich weniger genutzt. Bedenke auch: Beim Backen entstehen Gerüche, die sich im Raum verteilen. Während der Duft von frischem Brot meist willkommen ist, kann das bei anderen Gerichten störend sein.
Kaminofen mit Backfach vs. ohne Backfach im Vergleich
| Kriterium |
Mit Backfach |
Ohne Backfach |
| Anschaffungspreis |
Höher (ca. 300-800 € Aufpreis) |
Günstiger |
| Funktionalität |
Heizen + Backen/Kochen |
Nur Heizen |
| Energienutzung |
Optimale Wärmeausnutzung |
Standard |
| Platzbedarf |
Meist größer/höher |
Kompakter möglich |
| Reinigungsaufwand |
Höher (Backfach pflegen) |
Geringer |
| Notfall-Kochen |
Möglich bei Stromausfall |
Nur mit Kochplatte |
"Früher konnte meine Oma ohne Temperaturanzeige perfekte Kuchen backen – das war reine Erfahrungssache. Mit einem modernen Kaminofen mit Thermometer im Backfach ist es heute viel einfacher, gute Ergebnisse zu erzielen."
Ist der Mehrpreis gerechtfertigt?
Ein Kaminofen mit Backfach kostet in der Regel 300 bis 800 Euro mehr als ein vergleichbares Modell ohne diese Funktion. Ob sich das lohnt, hängt von deiner Nutzung ab. Ein Beispiel: Der Thermorossi Anna Evo Easy mit Backfach bietet neben dem Backfach auch beeindruckende 12,5 kW Heizleistung und eignet sich ideal für größere Räume.
Rechne dir aus, wie oft du das Backfach nutzen würdest. Wenn du regelmäßig Brot backst und der Ofen sowieso läuft, amortisiert sich der Mehrpreis über die Jahre durch gesparte Stromkosten für den Elektroofen. Außerdem gewinnst du Unabhängigkeit bei Stromausfällen – ein Argument, das in Zeiten unsicherer Energieversorgung an Bedeutung gewinnt.
Für Gelegenheitsnutzer, die den Kaminofen nur an wenigen Wochenenden im Jahr anfeuern, ist das Backfach eher ein "Nice-to-have" als ein Muss. Hier steht der ästhetische Wert im Vordergrund.
Pflege und Reinigung des Backfachs
Die Reinigung eines Backfachs ist unkomplizierter als gedacht. Da die hohen Temperaturen viele Rückstände verbrennen, reicht oft ein feuchtes Tuch nach dem Abkühlen. Hartnäckigere Verschmutzungen lassen sich mit einem speziellen Ofenreiniger oder einer Paste aus Backpulver und Wasser entfernen.
Wichtig: Reinige das Backfach nur, wenn der Ofen vollständig abgekühlt ist. Bei emailliertem Backfach keine scheuernden Schwämme verwenden, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Viele Modelle haben herausnehmbare Einschübe, die die Reinigung zusätzlich erleichtern.
Ein Tipp aus der Praxis: Lege beim Backen Backpapier oder einen Pizzastein unter das Backgut. So minimierst du Verschmutzungen von vornherein und verlängerst die Reinigungsintervalle.
Alternativen: Küchenherd mit Holzfeuerung
Wenn das Backen und Kochen im Vordergrund steht, könnte ein klassischer Küchenherd mit Holzfeuerung die bessere Wahl sein. Diese Geräte bieten neben dem Backfach auch eine großzügige Kochfläche und sind speziell für die Zubereitung von Speisen konzipiert.
Der Nachteil: Küchenherde benötigen mehr Platz und sind fest in der Küche installiert. Ein Kaminofen mit Backfach hingegen findet auch im Wohnbereich seinen Platz und dient primär als Wärmequelle mit Zusatzfunktion. Die Entscheidung hängt davon ab, wo deine Prioritäten liegen.
Für wen lohnt sich ein Kaminofen mit Backfach?
Ein Kaminofen mit Backfach ist ideal für dich, wenn du regelmäßig heizt und die entstehende Wärme optimal nutzen möchtest. Familien, die gerne gemeinsam backen, Selbstversorger und alle, die Wert auf Unabhängigkeit legen, profitieren besonders. Auch für Ferienhäuser oder ländliche Anwesen ist die Kombination aus Heizen und Backen praktisch.
Weniger sinnvoll ist ein Backfach, wenn du selten heizt, der Ofen in einem repräsentativen Raum steht, wo Kochgerüche stören würden, oder wenn du einen sehr kompakten Ofen suchst. In diesen Fällen ist ein klassischer Kaminofen ohne Backfach die bessere Wahl.
Fazit: Romantik mit praktischem Mehrwert
Ein Kaminofen mit Backfach vereint Nostalgie und Funktionalität auf charmante Weise. Wer bereit ist, sich auf das Backen ohne präzise Temperaturregelung einzulassen, wird mit einzigartigen Geschmackserlebnissen belohnt. Das langsam gebackene Brot, die knusprige Pizza direkt aus dem Holzofen – das sind Momente, die ein Elektroherd nicht bieten kann.
Der Mehrpreis relativiert sich für Vielnutzer durch die doppelte Funktion und gesparte Stromkosten. Für Gelegenheitsnutzer bleibt das Backfach eine schöne Option mit Lifestyle-Charakter. In jedem Fall gilt: Bevor du kaufst, überlege ehrlich, wie oft du das Backfach tatsächlich nutzen wirst. Dann triffst du die richtige Entscheidung.
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