Warum ein Kaminholzregal sinnvoll ist
Ein Kaminholzregal ist weit mehr als nur eine Abstellfläche für Brennholz. Es sorgt dafür, dass Ihre Scheite trocken, griffbereit und ordentlich gelagert sind – innen wie außen. Lose gestapeltes Holz neben dem Kamin sieht nicht nur unordentlich aus, es kann auch zur Stolperfalle werden und Schmutz im Wohnraum verursachen.
Ein gut durchdachtes Regal erfüllt gleich mehrere Funktionen: Es hält das Holz belüftet, sodass Restfeuchtigkeit entweichen kann. Es schützt vor Bodenfeuchtigkeit und – im Außenbereich – vor Regen und Schnee. Und es macht das Nachlegen einfach, weil die Scheite übersichtlich sortiert sind und nicht erst aus dem Keller oder der Garage geholt werden müssen.
Darüber hinaus setzen viele Kaminholzregale echte optische Akzente. Gestapeltes Holz strahlt Wärme und Natürlichkeit aus – ein Effekt, den immer mehr Interior-Liebhaber bewusst nutzen. In Kombination mit dem richtigen Material wird das Regal zum Designelement, das Wohnzimmer, Terrasse oder Garten aufwertet.
Materialien im Vergleich: Stahl, Holz und Cortenstahl
Die Wahl des Materials entscheidet über Optik, Haltbarkeit und Einsatzbereich Ihres Kaminholzregals. Drei Materialien haben sich besonders bewährt: Stahl, Holz und Cortenstahl. Jedes bringt eigene Stärken mit und eignet sich für unterschiedliche Situationen.
Materialvergleich: Kaminholzregale
| Eigenschaft |
Stahl (pulverbeschichtet) |
Holz |
Cortenstahl |
| Optik |
Modern, schlicht |
Natürlich, warm |
Rustikal-edel, Rostpatina |
| Witterungsbeständigkeit |
Gut (mit Beschichtung) |
Eingeschränkt |
Sehr gut |
| Tragfähigkeit |
Hoch |
Mittel bis hoch |
Sehr hoch |
| Pflege |
Gering |
Regelmäßig ölen/lasieren |
Nahezu wartungsfrei |
| Preisspanne |
50–200 € |
30–150 € (DIY günstiger) |
150–500 € |
| Ideal für |
Innen & außen |
Vorwiegend innen |
Garten & Terrasse |
Stahl ist der Allrounder: Pulverbeschichtete Regale sind in vielen Größen und Formen erhältlich, lassen sich leicht reinigen und passen mit ihrer klaren Linienführung in moderne Wohnräume ebenso wie auf die Terrasse. Achten Sie bei der Außenverwendung auf eine hochwertige Beschichtung, damit Rost keine Chance hat.
Holz fügt sich besonders harmonisch in den Wohnraum ein. Eiche, Kiefer oder Obstholz sorgen für eine natürliche Ausstrahlung. Allerdings braucht Holz regelmäßige Pflege – vor allem, wenn es draußen steht. Wer ein Holzregal im Freien nutzt, sollte zu druckimprägniertem oder geöltem Hartholz greifen.
Cortenstahl – auch als Edelrost bekannt – ist der Star im Außenbereich. Das Material bildet eine schützende Rostpatina, die nicht weiter korrodiert und mit der Zeit immer edler wirkt. Cortenstahl-Regale sind extrem langlebig und vertragen jede Witterung. Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich durch die Wartungsfreiheit.
„Die Wahl des richtigen Materials hängt vom Aufstellort und dem persönlichen Stil ab. Cortenstahl für den Garten, Holz für die gemütliche Ecke neben dem Ofen – oder Stahl als vielseitiger Kompromiss für beides."
Ideen für den Innenbereich: Vom Wandregal bis zur Nische
Im Wohnraum muss ein Kaminholzregal nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend sein. Die gute Nachricht: Es gibt für jeden Einrichtungsstil die passende Lösung – vom minimalistischen Wandhalter bis zur großzügigen Kaminholznische.
Wandregale und Wandhalter: Kompakte Metallgestelle, die an der Wand befestigt werden, sparen Stellfläche und wirken besonders in modernen Wohnräumen elegant. Sie nehmen genug Holz für ein bis zwei Abende auf und lassen sich in Kaminnähe montieren. Achten Sie auf eine sichere Wandbefestigung, da gestapeltes Holz einiges an Gewicht mitbringt.
Freistehende Regale: Ein klassisches Kaminholzregal aus Stahl oder Holz mit Fächern bietet Platz für einen mehrtägigen Vorrat. Modelle mit zusätzlichen Halterungen für Kaminbesteck – Schürhaken, Besen und Zange – halten alles griffbereit. Besonders praktisch: Regale auf Rollen, mit denen Sie das Holz flexibel positionieren können.
Einbaunischen: Wer neu baut oder renoviert, kann eine Nische in der Wand neben dem Kamin einplanen. Kaminholz in einer beleuchteten Wandnische wirkt hochwertig und aufgeräumt. Je nach Höhe lässt sich das Regal auch als Podest für Zimmerpflanzen oder als Abstellfläche nutzen.
Möbel-Hacks: Bestehende Regalmöbel lassen sich mit wenigen Handgriffen zum Kaminholzlager umfunktionieren. Regale mit quadratischen, geräumigen Fächern eignen sich besonders gut. Tipp: Kleiden Sie die Fächer mit selbstklebenden Schrankmatten aus, um den Boden vor Kratzern und Feuchtigkeit zu schützen.
Wichtig für alle Innenraum-Lösungen: Lagern Sie nur einen kleinen Vorrat für den kurzfristigen Gebrauch – etwa für ein bis zwei Tage. Auch gut getrocknetes Holz enthält Restfeuchtigkeit, die beim Trocknen in der warmen Stube an die Raumluft abgegeben wird. Halten Sie zudem mindestens 5–10 cm Abstand zur Wand, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Ideen für den Außenbereich: Garten, Terrasse und Hauswand
Draußen gelten andere Anforderungen: Das Regal muss witterungsbeständig sein, eine gute Belüftung gewährleisten und das Holz vor Bodennässe schützen. Dafür bietet der Außenbereich mehr Platz – und die Möglichkeit, richtig große Holzvorräte für die gesamte Heizsaison anzulegen.
Kaminholzunterstand an der Hauswand: Die klassische Lösung für den Außenbereich. Ein offenes Regal mit Dach, das an die Hauswand gelehnt oder dort befestigt wird, schützt vor Regen und nutzt die Restwärme der Fassade zum Nachtrocknen. Die Seiten bleiben offen, damit die Luft zirkulieren kann. Ideal: Südseite oder Westseite des Hauses für maximale Sonneneinstrahlung.
Freistehende Garten-Regale: Cortenstahl-Regale in geometrischen Formen – Kreis, Quadrat oder als Sichtschutz-Wand – sind echte Hingucker. Sie dienen gleichzeitig als Gartendeko und trennen Bereiche optisch voneinander ab. Die Rostpatina harmoniert perfekt mit Pflanzen, Steinen und Holzelementen im Garten.
Holzunterstand mit Satteldach: Für größere Holzmengen lohnt sich ein stabiler Unterstand aus druckimprägniertem Holz mit Satteldach. Er fasst einen Raummeter und mehr und lässt sich auch als Sichtschutz zum Nachbarn nutzen. Wichtig: Der Boden sollte nicht direkt auf der Erde stehen, sondern auf Kies, Pflastersteinen oder Einschlaghülsen – so bleibt das unterste Holz trocken.
Kaminholzsäulen und -türme: Schlanke, hohe Regale nutzen wenig Grundfläche und setzen einen vertikalen Akzent. Aus Altholzsparren oder Metallprofilen gebaut, passen sie neben die Haustür, auf den Balkon oder in eine Ecke der Terrasse. Ein quadratisches Holzbrett als Boden und vier stabile Pfosten genügen als Grundkonstruktion.
Kaminholzregal selber bauen: 5 kreative DIY-Ideen
Ein selbst gebautes Kaminholzregal ist günstiger als ein gekauftes Modell, lässt sich individuell an den vorhandenen Platz anpassen und macht stolz. Hier kommen fünf bewährte Ideen – von einfach bis anspruchsvoll.
1. Regal-Hack mit Möbelregal: Ein vorhandenes Regal mit großen, quadratischen Fächern wird zum Kaminholzlager umfunktioniert. Regalböden und Seitenwände mit Schrankmatten auskleiden, Holz einstapeln – fertig. Zeitaufwand: unter zwei Stunden. Kosten: nahezu null, wenn das Regal bereits vorhanden ist.
2. Leiterregal aus altem Holz: Eine ausrangierte Holzleiter wird zum rustikal-charmanten Kaminholzregal. Einen Holm kürzen, damit die Leiter stabil an der Wand lehnt, Regalbretter auf den Sprossen befestigen – und fertig ist ein Unikat mit Vintage-Charakter. Vorher das Holz abschleifen und bei Bedarf mit Holzlack versiegeln.
3. Kaminholzregal aus Paletten: Upcycling at its best. Aus einer Euro-Palette lassen sich mit Stichsäge, Schleifgerät und etwas Geschick individuelle Regale bauen. Maße frei wählbar – zum Beispiel 100 cm Breite, 25 cm Tiefe und 70 cm Höhe. Die Palette zerlegen, Bretter sortieren, Rahmen montieren und mit Leim sowie Schrauben fixieren.
4. Industrie-Look mit Gewinderohren: Aus einer stabilen Holzkiste, vier Rollen und Gewinderohren entsteht ein mobiles Kaminholzregal im Industriestil. Die Rollen sorgen dafür, dass sich das schwere Holz mühelos verschieben lässt – etwa vom Eingang direkt zum Kamin. Rohrfittings und Flansche gibt es im Baumarkt.
5. Massivholzregal mit Dübeln: Für Heimwerker mit etwas Erfahrung: Ein elegantes Regal aus Eiche oder Obstholz, verbunden mit Holzdübeln statt Schrauben. Die sichtbare Maserung wird zum Designelement. Holzbalken und Bohlen auf Maß schneiden, schleifen, bohren und mit Holzdübeln verbinden. Anschließend mit Walnussöl einölen.
„Ein selbst gebautes Kaminholzregal spart nicht nur Geld – es ist auch ein Ausdruck von Individualität. Ob Paletten-Upcycling oder elegantes Massivholz: Wichtig sind eine stabile Konstruktion und ausreichend Belüftung."
Häufige Fragen zum Kaminholzregal
Welches Material eignet sich am besten für ein Kaminholzregal?
Für den Innenbereich eignen sich Holz (Eiche, Obstholz) und pulverbeschichteter Stahl. Im Außenbereich sind Cortenstahl, verzinkter Stahl und druckimprägniertes Holz die besten Optionen, da sie witterungsbeständig sind.
Wie viel Abstand sollte ein Kaminholzregal zur Wand haben?
Innen sollte das Regal mindestens 5–10 cm Abstand zur Wand haben, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann und keine Schimmelbildung entsteht. Draußen empfehlen sich mindestens 10–15 cm Wandabstand für eine gute Luftzirkulation.
Kann ich ein Kaminholzregal selber bauen?
Ja, ein einfaches Kaminholzregal lässt sich mit Grundkenntnissen im Heimwerken aus Holzbalken, Paletten oder einer alten Leiter bauen. Wichtig sind eine stabile Konstruktion und ausreichend Belüftung für das gelagerte Holz.
Wie viel Brennholz sollte ich im Innenraum lagern?
Im Wohnraum sollte nur ein kleiner Vorrat für ein bis zwei Tage gelagert werden. Größere Mengen gehören nach draußen in einen gut belüfteten Unterstand, da frisches Holz Restfeuchtigkeit abgibt und bei zu großer Menge das Raumklima beeinflussen kann.
Muss ein Kaminholzregal im Freien überdacht sein?
Ein Dach oder eine Abdeckung schützt das Holz vor Regen und Schnee und ist dringend empfehlenswert. Die Seiten sollten jedoch offen bleiben, damit die Luft zirkulieren kann und das Holz weiter trocknet.
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