Was ist Kaminbesteck und wozu braucht man es?
Unter dem Begriff Kaminbesteck wird eine Zusammenstellung aus einzelnen Werkzeugen zur Bearbeitung des Kaminfeuers verstanden. Der Name rührt daher, dass jedes Werkzeug seinen eigenen Verwendungszweck hat und als Armverlängerung zur besseren Handhabung dient. In der Zusammenstellung spricht man auch von einer Kamingarnitur.
Ein Kaminbesteck dient zur Reinigung Ihrer Feuerstätte sowie zum Vorbereiten eines idealen Aschebettes. Es erleichtert Ihnen den Alltag mit Ihrem Kaminofen erheblich. Mit dem Schürhaken können Sie brennende Holzscheite auflockern und sorgen damit für eine bessere Sauerstoffzufuhr, wodurch das Feuer erneut entfacht wird.
Handelsübliche Kehrbesen und Kehrbleche bestehen oft aus Kunsthaar und Plastik. Sollte die Asche bei der Reinigung noch nicht ganz erkaltet sein, besteht die Gefahr, dass diese synthetischen Materialien zu schmelzen beginnen. Daher ist ein spezielles Kaminbesteck aus hitzebeständigen Materialien unerlässlich.
Die wichtigsten Bestandteile einer Kamingarnitur
Zur Grundausstattung einer Kamingarnitur gehören Kaminschaufel, Kaminbesen und Schürhaken. Einige Sets enthalten zudem eine Kaminzange oder einen Ascheschieber. Jedes dieser Werkzeuge erfüllt eine spezifische Funktion bei der Bedienung und Pflege Ihres Kamins.
Schürhaken: Der Allrounder unter den Werkzeugen. Er kann zum Platzieren von Holzscheiten genutzt werden, und durch seine Spitze lassen sich Scheite zerteilen. Das Feuer wird so richtig entfacht, wenn das Holz mal nicht so brennen will. Auch zum Öffnen von Metalltüren am Kamin eignet sich der Haken optimal.
Kaminzange: Die Zange wird primär zum Umschichten und Platzieren der Holzscheite verwendet. Das richtige Platzieren der individuell abbrennenden Holzscheite hält das Feuer langfristig am Brennen. Mit einer feuerfesten Zange riskiern Sie keine Verbrennungen bei der Befeuerung.
Kaminschaufel und Besen: Die Schaufel gleicht einem Kehrblech mit langem Stiel und dient der nachträglichen Kaminreinigung. Zusammen mit dem Kaminbesen können Sie die Fläche optimal reinigen und von Asche befreien. Achte beim Kauf auf hochwertige Borsten – Rosshaare eignen sich besonders gut.
Blasebalg: Ein optionales Werkzeug zur Sauerstoffzufuhr, um das Feuer erstmals oder zwischendurch neu anzufachen. Besonders bei in die Wand eingelassenen Kaminen ist er sinnvoll, da dort keine Zugluft für genug Sauerstoff sorgen kann.
"Wer bei einem Kaminbesteck am Material spart, hat an falscher Stelle gespart. Je hochwertiger das Material, desto sicherer und langlebiger ist die Garnitur."
Materialien im Vergleich: Edelstahl, Schmiedeeisen oder Messing?
Die verschiedenen Kamingarnituren variieren in Design, Farbe und Material. Dadurch unterscheiden sie sich nicht zuletzt in Qualität und Preis. Stilvolle Materialien wie Messing, Stahl, Schmiedeeisen oder Designer-Variationen aus Glas und Edelstahl zeichnen sich durch hohe Funktionalität und attraktive Optik aus.
Materialvergleich für Kaminbesteck
| Material |
Eigenschaften |
Optik |
Pflegeaufwand |
| Edelstahl |
Hoher Reinheitsgrad, robust |
Modern, silberglänzend |
Mittel |
| Schmiedeeisen |
Kunstvoll gedreht, sehr robust |
Rustikal, herrschaftlich |
Gering |
| Messing |
Edel, hochwertig |
Golden glänzend |
Hoch |
| Stahl (beschichtet) |
Pulverlack-Beschichtung, pflegeleicht |
Schwarz oder Anthrazit |
Gering |
Design und Stil: Von modern bis antik
So verschieden die Möglichkeiten bei der Wahl des Kamins, so vielfältig ist auch das Kaminbesteck. Egal ob klassisch und einfach gehalten, im rustikalen Stil oder ganz modern – zum heimatlichen Kamin soll es das passende Kaminbesteck sein. Die Garnitur wirkt nicht nur funktional, sondern auch als erweiterndes Dekorationsobjekt im Raum.
Moderne Bestecke sind oft aus gebürstetem Edelstahl gefertigt und äußern langlebig. Sie sehen dezent aus und können eine moderne Wohnung optisch aufwerten. Rustikale und antike Modelle hingegen bestehen meist aus Gusseisen und zeugen von hochwertiger Handwerkskunen. Diese kommen in rustikal eingerichteten Wohnungen besonders schön zur Geltung.
Ein wichtiger Aspekt ist die Wahl der Griffe. Passend zum schwarzen Schmiedeeisen können grob geschliffene Holzgriffe kombiniert werden, oder ein elegantes Edelstahl-Besteck wird durch zarte Edelstahl-Griffe abgerundet. Wichtig ist, dass die Griffe keine Hitze weiterleiten. Bei uns finden Sie beispielsweise das Kaminbesteck Otto mit Holzgriffen, das Funktionalität mit ansprechendem Design verbindet.
Tipps für den Kauf: Worauf sollten Sie achten?
Da Sie mit Zange und Schürhaken in der heißen Glut agiern, sollten Sie Garnituren wählen, die aus feuerfesten Materialien bestehen. Die Hitze sollte nie die Griffe erreichen, damit Sie sich nicht verbrennen. Legen Sie besonderen Wert auf die Verarbeitung, damit Sie lange Freude an Ihrem Kaminbesteck haben.
Stabilität: Besonders wichtig ist ein Modell mit stabilem Ständer, um ein Umfallen und damit eine Beschädigung des Bodens durch heißes Besteck zu vermeiden. Ein praktisches Set mit integriertem Holzregal bietet das Raik Holzregal mit 4-teiligem Kaminbesteck.
Sicherheit bei Kindern: Wer kleine Kinder zuhause hat, sollte auf die Zugänglichkeit achten. Das Kaminbesteck sollte außer Reichweite stehen oder in einem rundherum geschützten Ständer aufbewahrt werden.
Vollständigkeit: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Set alle nötigen Elemente enthält: Kaminschaufel, Kaminbesen, Schürhaken und optional Kaminzange sowie Blasebalg. Eine vollständige Kamingarnitur ist oft günstiger als der Einzelkauf.
Aufbewahrung und Pflege
Um jederzeit auf Änderungen im Brennraum reagieren zu können, ist es ratsam, Ihr Besteck in unmittelbarer Nähe des Ofens aufzubewahren. Eine entsprechende Ständerhalterung oder Haken-Aufhängung sorgt dafür, dass alles griffbereit ist. Modernes Design-Kaminbesteck in Form eines Ritters oder aus kunstvollem Schmiedeeisen kann dabei ein echter Blickfang sein.
Bei der Reinigung des Kamins sollten Sie warten, bis das Feuer aus ist. Ein wenig Glut darf noch vorhanden sein, sofern Sie über einen feuerfesten Ascheeimer verfügen. Nach der Ascheentfernung kann der Ofen mit dem Kaminbesen ausgekehrt werden. Bis dahin sollte der Ofen soweit abgekühlt sein, dass keine Handschuhe mehr nötig sind.
Bei Modellen in Schwarz oder Anthrazit stören Rußablagerungen weniger als bei silbernem Edelstahl oder goldenem Messing. Der Pflegeaufwand fällt bei dunklen Modellen insgesamt geringer aus.
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