Die Wartung Ihrer Pelletheizung – Die wichtigsten Fakten

Damit Ihre Pelletheizung reibungslos arbeitet, ist es erforderlich, in bestimmten Abständen Reinigungsaufgaben vorzunehmen und sie einmal im Jahr durch einen Fachmann überprüfen zu lassen. Weiterhin muss die Anlage der gesetzlich vorgeschriebenen Feuerstättenschau durch den Schornsteinfeger unterzogen werden. So wird Ihre Heizanlage mängelfrei und wirtschaftlich arbeiten und die notwendigen Brand- und Betriebssicherheitsbestimmungen erfüllen.


Die Reinigungs- und Wartungsintervalle

Wie bei einem Kaminofen ist es auch für eine Pelletheizung unabdingbar, sie regelmäßig zu säubern und Wartungsmaßnahmen vorzunehmen. Grundsätzlich sind dafür ein paar wenige Punkte einzuhalten. In kürzeren Intervallen ist es nötig, die Pelletheizung von Brennrückständen zu befreien. Etwa alle ein bis zwei Wochen entleeren Sie daher den Ascheaustrag und ungefähr alle vier bis sechs Wochen nehmen Sie eine Reinigung des Brennraumes vor. Während der Aschebehälter einfach über den Hausmüll oder den Kompost entleert werden kann, bietet sich für die Brennkammer die Nutzung eines Aschesaugers an.

Neben diesen kleineren Arbeiten ist es zudem erforderlich, die Pelletheizung im Abstand von einem Jahr einer größeren Reinigung und Wartung zu unterziehen. Die fachgerechte Wartung Ihrer Anlage übernimmt dabei der Schornsteinfeger. Er überprüft die gesetzlichen Grenzwerte und kehrt den Schornstein. Daneben sollte einmal im Jahr der Pelletbehälter bzw. das Pelletsilo gesäubert werden. Dies nehmen Sie am besten dann vor, wenn ohnehin wenige Pellets enthalten sind – das wird meistens am Ende der Heizperiode der Fall sein. Reinigen Sie das Lager mit einem Besen und überprüfen Sie dabei die Oberflächen auf eventuelle Schäden und bessern Sie diese aus.

Die Feuerstättenschau

Neben der jährlichen Wartung müssen Sie als Eigentümer die Heizungsanlage regelmäßig in der Feuerstättenschau durch den Bezirksschornsteinfeger überprüfen lassen. Dieser geht bei der Prüfung nach einer festgelegten Checkliste vor. Es werden unter anderem der Zustand der Feuerstätte, die Brandschutzbestimmungen (z.B. Mindestabstände zu brennbaren Materialien), die Abgasanlage, die Sicherheitseinrichtungen und die Daten des amtlichen Kehrbuches geprüft.

Diese Überprüfung ist im § 14 des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes geregelt. Der Bezirksschornsteinfeger muss innerhalb seiner Bestellungszeit von sieben Jahren zweimal eine Feuerstättenschau an Ihrer Heizanlage durchführen. Die beiden Termine sollen mindestens drei und dürfen maximal fünf Jahre auseinander liegen. Des Weiteren ist es erforderlich, bei wesentlichen Änderungen eine erneute Feuerstättenschau durchführen zu lassen. Dazu zählen beispielsweise ein gesteigertes Nutzen der Anlage oder die Installation einer neuen Feuerstätte.

Ziel der Prüfung ist es, eventuell vorhandene Mängel aufzudecken, um festzustellen, ob die Anlage betriebs- und brandsicher ist. Ist dies der Fall, setzt der zuständige Schornsteinfeger im Anschluss im sogenannten Feuerstättenbescheid fest, welche gesetzlich vorgeschriebenen Schornsteinfeger-Arbeiten in welchem Zeitraum durchgeführt werden müssen.

Kosten der Wartung

Bei Schornsteinfegerarbeiten wird differenziert: Während hoheitliche Tätigkeiten mit bestimmten Arbeitswerten festgesetzt und die Kosten damit konkret geregelt sind, gilt bei freien Tätigkeiten kein fixer Gebührensatz und der Preis ist verhandelbar.

Caldaia PK20
Der Pelletkessel – der wichtigste Bestandteil einer Pellet-
heizung. Die Modelle Caldaia PK von Extraflame sind mit
effizienter Technik ausgestattet. Beispielsweise verfügen
sie über die Funktion Auto Clean Checkup, welche den
Reinigungsaufwand verringert.

Hoheitliche Tätigkeiten übernimmt ausschließlich der Bezirksschornsteinfeger, welcher sich nach den, in der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) festgelegten, Gebührensätzen für die verschiedenen Wartungsarbeiten richtet. Die einzelnen Maßnahmen werden mit Arbeitswerten (AW) beziffert. Ein Arbeitswert kostet momentan (Stand: Feb. 2020) 1,05 € zzgl. Umsatzsteuer. Beispielsweise ist die Feuerstättenschau pro Gebäude und der ersten Nutzeinheit (Wohneinheit) mit 11,7 AW festgesetzt. Zusätzlich fallen für jede weitere Nutzeinheit 4,0 AW an. Für einen Feuerstättenbescheid werden 10,0 AW (bei bis zu drei Feuerungsanlagen) veranschlagt. Außerdem sind weitere Arbeiten gelistet, die der Schornsteinfeger durchführen kann.

Für eine freie Tätigkeit, also zum Beispiel das Kehren des Schornsteins, können Sie einen beliebigen Schornsteinfeger beauftragen. Jeder Betrieb legt dabei seine Preise individuell fest. Es lohnt sich, Preise unterschiedlicher Schornsteinfeger zu vergleichen. Die notwendigen Arbeiten, die Sie veranlassen müssen, sind in Ihrem Feuerstättenbescheid festgesetzt. Der beauftragte Schornsteinfeger muss nach der Abarbeitung ein Formblatt und die dazugehörige Bescheinigung ausfüllen. Diese Unterlagen übermitteln Sie an den Bezirksschornsteinfeger als Nachweis, dass die Aufgaben fristgerecht ausgeführt wurden. Das wird dann im Kehrbuch vermerkt.

Moderne Pelletheizungen sind in der Regel mit viel Technik ausgestattet. Gerade der Pelletkessel – das Herzstück des Heizsystems – bietet viele technische Raffinessen. Dadurch ist der Aufwand für die Wartung im Vergleich zu anderen Heizarten etwas höher. Es ist sinnvoll, wenn Sie einige Reinigungsarbeiten selbst übernehmen. Die Bedienungsanleitungen der Kessel liefern dazu viele Informationen und Anweisungen. Da die Preise für die jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb je nach Region unterschiedlich sind, sollten Sie vorab unterschiedliche Angebote einholen und vergleichen. Viele Heizungsfachbetriebe bieten zudem Wartungsverträge an. Diese haben den Vorteil, dass Sie die Kosten besser kalkulieren können und die Preise in der Regel etwas niedriger liegen, als bei einer einmaligen Beauftragung. Wartungsverträge schließen viele Arbeiten ein, gesondert werden nur spezielle Arbeiten wie Austausch oder Reparatur berechnet. Weiterhin werden Sie an die Wartung erinnert und erhalten bei der Terminvergabe oftmals Vorrang vor einem Einzelauftrag.

Vorteile der regelmäßigen Kontrolle

Jedes Heizsystem muss regelmäßig überprüft werden, um ungewollte Ausfälle zu vermeiden. Durch die Kontrollen ist die Wahrscheinlichkeit für Störungen nur noch minimal. Es bringt außerdem einige weitere Vorteile mit sich, wenn Sie Ihre Heizanlage periodisch kontrollieren lassen:

✓ Die Pelletheizung läuft optimal. Dadurch erreicht sie gute Verbrauchswerte und hält die Abgaswerte ein. Sie sparen Energie und senken die Heizkosten.
✓ Die Lebensdauer Ihrer Anlage wird verlängert.
✓ Probleme werden im besten Fall frühzeitig erkannt und können behoben werden, bevor sie zu hohen Reparaturkosten oder schlimmstenfalls zu einem Ausfall führen.
✓ Eine regelmäßige Wartung gewährleistet den sicheren Betrieb. Eine Heizanlage erzeugt starke Hitze und eine Kontrolle sorgt dafür, dass es nicht zu Gefährdungen kommt.
✓ Die Garantieansprüche bleiben erhalten. Viele Hersteller gewähren auf Ihre Produkte eine Garantie, daran geknüpft ist jedoch oft die Voraussetzung, dass die Anlagen in einem bestimmten Rhythmus überprüft und gewartet werden.

Seite teilen:

Zurück