So dimensionierst du deinen Kaminofen richtig
Die goldene Regel lautet: Lieber etwas zu wenig als zu viel Leistung. Ein Kaminofen, der gelegentlich etwas mehr arbeiten muss, ist in der Praxis unproblematisch. Einer, der permanent gedrosselt werden muss, hingegen nicht.
Faustregeln zur Dimensionierung nach Dämmstandard
| Dämmstandard |
Richtwert |
Beispiel (30 m² Raum) |
| Neubau / KfW-Standard |
ca. 1 kW pro 15–20 m² |
ca. 2 kW |
| Altbau, teilsaniert |
ca. 1 kW pro 10 m² |
ca. 3 kW |
| Altbau, unsaniert |
ca. 1 kW pro 7 m² |
ca. 4–5 kW |
Diese Werte sind Orientierungshilfen. Für eine sichere Auslegung empfiehlt sich immer die Rücksprache mit dem zuständigen Schornsteinfeger. Er kennt die lokalen Gegebenheiten und kann den vorhandenen Schornstein beurteilen.
Ein weiterer Tipp: Wer in einem gut gedämmten Haus lebt, sollte gezielt nach Kaminöfen bis 5 kW suchen. Diese kompakten Modelle sind speziell für kleinere Räume konzipiert und arbeiten auch bei geringerem Wärmebedarf effizient.
Ein passend dimensionierter Kaminofen lässt sich entspannt im optimalen Leistungsfenster betreiben – mit schöner Flamme, sauberem Abbrand und angenehmer Wärme. Weniger ist hier wirklich mehr.
Fazit: Richtige Dimensionierung spart Brennstoff und Ärger
Ein Kaminofen soll Wärme und Gemütlichkeit bringen – nicht Stress und Sicherheitsrisiken. Wer beim Kauf auf die richtige Leistung achtet, profitiert langfristig: weniger Brennstoffverbrauch, saubere Scheiben, bessere Emissionswerte und vor allem: kein Glanzruß im Schornstein.
Die Investition in eine professionelle Beratung lohnt sich. Denn der beste Kaminofen ist nicht der stärkste, sondern derjenige, der perfekt zum Raum passt.