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RSS Feed Solarthermie: Das Heizpotenzial der Sonne, einfach erklärt


Im Rahmen der Energiewende wird oft nur von Photovoltaik und Strom gesprochen, dabei steckt das viel größere Einsparpotential für den privaten Haushalt in der Solarthermie.

Unsere Grafik zeigt den Energieverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes nach BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie).


Die Komponenten der Solarthermie wandeln Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie um. Diese Energie wird zum Beispiel für heißes Wasser zum Duschen oder die Unterstützung Ihrer Heizung verwendet.

Wie funktioniert Solarthermie?

Die wichtigsten Komponenten einer Solaranlage sind die Solarkollektoren. Diese wandeln die Energie der Sonne in verwertbare Wärmeenergie um. Die von den Solarkollektoren erzeugte Wärmeenergie wird mittels einer Wärmeträgerflüssigkeit (Solarglykol) an ein Speichermedium abgegeben. Dieses Medium ist entweder das Brauchwasser für die Brauchwassererwärmung oder das Heizungswasser, wenn die Solarthermie zur Heizungsunterstützung verwendet wird. Bei Hygienespeichern oder Kombispeichern erfolgt die Nutzung automatisch für die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.

Eine Solaranlage ist ein in sich geschlossener Kreislauf. Die Wärmeübertragung an das jeweilige Medium erfolgt über einen Wärmetauscher, welcher sich im Brauchwasserspeicher oder Pufferspeicher befindet.

Tipp: Bereits bei einer Heizungssanierung den Pufferspeicher so auswählen, dass jederzeit Solarthermie nachgerüstet werden kann. Unser Kundenservice unterstützt Sie gern bei der richtigen Wahl des Speichers. 

Was ist beim Kauf einer Solaranlage zu beachten?

Bevor Sie Ihre neue Solaranlage kaufen, sollte geklärt werden, was die Hauptaufgabe der Anlage werden soll. Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

  1. Reine Brauchwassererwärmung
  2. Reine Heizungsunterstützung
  3. Kombiniert: Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung

Zusätzlich bietet die Solarthermie Zusatzfunktionen wie die Erwärmung eines Pools mit Überschussenergie oder die Vorwärmung von Wasser für Geschirrspüler und Waschmaschine (modellabhängig nutzbar).

1. Solaranlage für die Brauchwassererwärmung:

Reine Warmwasseranlagen werden im Regelfall mit einer Größe von 3-7 m² geplant. Im Vorfeld sollte unbedingt der wirtschaftliche Nutzen gegengeprüft werden. Voraussetzung ist ein Brauchwasserspeicher.

2. Solaranlage zur Heizungsunterstützung:

Solaranlagen zur reinen Heizungsunterstützung finden meist Anwendung in Industrie- und Gewerbeanlagen. Dadurch fallen die Anlagen oft groß aus (ab ca. 20 m²). Voraussetzung ist ein Pufferspeicher mit Solarwärmetauscher.

3. Solaranlage für Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung

Idealerweise wird die Solarthermie für beide Zwecke genutzt. Die erforderliche Fläche hierfür fängt bei 7-9 m² an, um Fördermöglichkeiten durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch nehmen zu können. Die optimale Fläche ist vom Gebäude, von Nutzungsfaktoren sowie dem individuellen Wärmebedarf abhängig. Voraussetzung ist ein Pufferspeicher mit Brauchwasser oder ein Hygienespeicher, jeweils mit Solarwärmetauscher.

Tipp: Unter Berücksichtigung der BAFA-Förderung kann eine kombinierte Anlage ähnlich günstig sein wie eine Solarthermie-Anlage für reine Warmwassererzeugung. Sie benötigen in beiden Fällen ähnliche Komponenten, nur die Kollektorfläche und das Speichermedium ändern sich. Eine Solaranlage für Heizung und Brauchwasser bietet das deutlich größere Einsparpotential als eine Solaranlage nur für Warmwasser.

Welchen Nutzen bringt eine Solaranlage?

Wirtschaftliche Vorteile der Solarthermie:

Solarthermie reduziert Ihre Heizkosten für die Brauchwassererwärmung und Heizung. Eine übliche Brauchwasseranlage mit ca. 6 m² Fläche hat einen solaren Deckungsanteil von ca. 50-70 % der Brauchwassererwärmung. Bei einer Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung beträgt die Gesamtdeckungsrate ca. 10-30 % für Heizung und Brauchwasser. Je nach Solarfläche und Gegebenheiten kann es hier zu Abweichungen kommen.

Ökologische Vorteile der Solarthermie:

Die Lebensdauer unserer Solaranlagen liegt bei 20 bis 30 Jahren. Manche Flachkollektoren halten auch 40 Jahre und länger. Die bei der Herstellung eingesetzte Energie ist bereits nach etwa drei Jahren eingespart. Solarthermieanlagen reduzieren den CO2-Verbrauch lokal vor Ort und sorgen dank ihrer hohen Langlebigkeit dafür, dass auch die nächste Generation mit grüner Energie versorgt wird.

Komfort-Vorteile der Solarthermie:

Ein weiterer Vorteil ist der Gewinn an Komfort. Ihr Kaminofen oder die Ölheizung bleibt länger außer Betrieb, da die Wärme automatisch von der Solaranlage produziert wird. Ihr Heizaufwand wird somit geringer und zudem sparen Sie beim Brennstoff.

Die Planung der Solaranlage: Welche Faktoren müssen berücksichtigt werden?

Wir raten bei bei der Planung einer Solarthermie-Anlage dringend davon ab, die Größe nach Faustformeln auszulegen. Stattdessen empfehlen wir, die tatsächlichen Gegebenheiten und das Nutzungsverhalten zu analysieren. Das sind beispielsweise folgende Daten:

  • Ausrichtung der Kollektoren (Südabweichung)
  • Dachneigung
  • Verschattung, z. B. durch Nachbarhäuser oder Bäume
  • Leistungsdaten der gewünschten Kollektoren
  • Heizkreis- und Brauchwassertemperaturen
  • Anzahl der Bewohner im Haus (einschließlich künftiger Familienplanung)
  • zu beheizende Fläche
  • Leitungslänge von Dach bis Pufferspeicher
  • Heizkosten bzw. Verbrauchsdaten (Einsparpotenzial)
  • Sanierungszustand/Wärmebedarf des Gebäudes
  • Standort bzw. zu erwartende Sonnenstunden
  • bauliche Gegebenheiten (verfügbare Fläche auf dem Dach; welche Speichergröße passt in den Keller etc.)

Gern geben wir eine Empfehlung für die passende Kollektorfläche ab, bevor Sie die Solaranlage kaufen. Bitte erteilen Sie uns dazu Auskunft zu den o. g. Faktoren. Für genaue Werte wenden Sie sich am besten an Ihren Energieberater (unabhängige Berater stellt z. B. die Verbraucherzentrale). Bitte beachten Sie, dass bei sehr ungünstigen Gegebenheiten ggf. kein wirtschaftlicher Nutzen zustande kommt – beispielsweise bei einem Nord-Dach mit 10° Dachneigung und gegenwärtigen Heizkosten von 500 €. Deshalb ist eine gewissenhafte Kalkulation im Vorhinein das A und O.

Wie soll mein Dach ausgerichtet sein?

Im optimalen Fall zeigt das für die Solaranlage vorgesehene Dach nach Süden. Eine Abweichung von 30 Prozent nach Ost oder West verringert den Ertrag nur wenig. Auch auf einem Ost-West-Dach können mit Solarkollektoren auf beiden Seiten gute Erträge erzielt werden. Ein Dach mit Nordausrichtung eignet sich nicht für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Welche Dachneigung ist optimal?

Die Dachneigung spielt ebenfalls eine große Rolle für den Ertrag der Solaranlage. Der perfekte Winkel ist wieder vom Verwendungszweck abhängig. Bei einer Solaranlage für Brauchwasser ist ein eher flacher Winkel sinnvoll (20-50°), da diese Anlagen vor allem im Sommer die Warmwasserversorgung sicherstellen sollen. Eine Solaranlage für Brauchwasser und Heizungsunterstützung soll hingegen auch in den Übergangszeiten und bestenfalls im Winter noch viel Wärme produzieren. Da in diesen Zeiten die Sonne tiefer steht, ist ein größerer Winkel von 45-70° zu empfehlen. Bei Anlagen ab 20 m² kann ein Winkel von bis zu 80° sinnvoll sein, um die Erträge im Winter und in der Übergangszeit zu optimieren und die Stagnationsgefahr im Sommer zu reduzieren. Auch größere Fassadenanlagen sind dafür gut geeignet.

Welche Komponenten benötige ich für meine neue Solaranlage?

Prinzipiell sind in unseren Komplettpaketen alle wichtigen Komponenten enthalten. Die Hauptbestandteile eine Solaranlage sind folgenden Teile (in der Reihenfolge vom Dach zum Keller):

  1. Solarkollektoren als Röhrenkollektor oder Flachkollektor
  2. Kollektorbefestigung, abhängig vom Untergrund
  3. Verbindungsteile
  4. Solarflüssigkeit
  5. Solarleitung
  6. Solarsteuerung mit mind. 2 Fühlern
  7. Solarstation mit Hocheffizienzpumpe
  8. Solarausdehnungsgefäß
  9. Pufferspeicher, Brauchwasserspeicher oder Hygienespeicher je nach Anwendungsart

Fördermöglichkeiten für Solaranlagen

Das BAFA fördert schon seit vielen Jahren die regenerative Energieerzeugung. Solaranlagen zur Wärmeerzeugung erfuhren dabei in den letzten Jahren häufig eine Steigerung des Förderbetrages. So erhalten Sie aktuell folgende Förderungen (Stand 01.06.2018):

  • Solaranlage für Warmwasser: mindestens 500 € oder 50 €/m²
  • Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung: mindestens 2.000 € oder 140 €/m²
  • Solaranlagen ab 20 m² für Mehrfamilienhäuser ab 3 Wohneinheiten: 200 €/m²

Weitere Informationen finden Sie in unserem Förderratgeber. Für Fragen rund um das Thema Solarthermie stehen wir zudem unter 0351 25930011 oder unter info@kamdi24.de zur Verfügung.

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