Heizen mit Holz – ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz

Durch die steigenden Öl- und Gaspreise in Deutschland setzen in den letzten Jahren immer mehr Menschen auf brennholzbetriebene Feuerstätten, wie Kaminöfen oder Küchenöfen. Etwa 14 Millionen solcher Holzöfen befinden sich derzeit in deutschen Wohnzimmern, und jährlich kommen rund 100.000 weitere hinzu.

Immer wieder liest man, dass mit dem Umstieg auf moderne Holzheizungen dem Klimawandel entgegengewirkt werden kann. Aber wie genau hilft das dem Klima und was spielen unsere Wälder dabei für eine Rolle?


Quelle: www.waermeausholz.at

Wie steht es um unser Klima?

Noch heute wird viel Energie aus fossilen Ressourcen gewonnen. Früher halfen uns diese auf dem Weg zum industriellen Zeitalter. Am Anfang wurde nur Kohle verbrannt, später dann auch Erdöl und Erdgas. Über Jahre hinweg wurde dadurch viel Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt, dass nicht gebunden werden kann und sich in der Atmosphäre anreichert. Ergebnis ist der sogenannte Treibhauseffekt. Hitzewellen und der Anstieg des Meeresspiegels sind die Folge. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist demnach maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich.

Auch bei der Verbrennung von Holz wird CO2 an die Atmosphäre abgegeben, jedoch nur so viel wie der Baum während seines gesamten Wachstums gebunden hat.

Was tut der Wald für das Klima?

Der Wald als Holzlieferant beeinflusst unser Klima maßgeblich. Er ist für die Wolkenbildung verantwortlich und absorbiert das Sonnenlicht. Aber was am wichtigsten ist: Er entzieht der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid.

In ihrer Wachstumsphase wandeln Bäume Sonnenenergie in Biomasse um. Diesen Prozess nennt man Fotosynthese. Dazu nimmt der Baum CO2 direkt aus der Atmosphäre auf und speichert den enthaltenen Kohlenstoff (C). Der Sauerstoff (O2) wird wieder an die Atmosphäre abgegeben. Der Baum filtert auf diese Weise unsere Luft. Verrottet das Holz dann im Wald, bildet sich aus dem gespeicherten Kohlenstoff in Verbindung mit Sauerstoff wieder CO2, welches freigesetzt wird. Das wird wiederrum von anderen Bäumen gebunden und somit schließt sich der Kreislauf.

Die CO2-Konzentration kann zum Beispiel durch einen nachhaltig bewirtschaftenden Wald deutlich gesenkt werden. Wird ein Baum gefällt, werden junge Bäume gepflanzt, die wiederrum CO2 binden. Daher wird in Deutschland genauestens darauf geachtet, dass nicht mehr Holz geerntet wird als nachwachsen kann. Ein wahres Vorbild in Sachen Klimaschutz.

Holz im Überschuss

Wer denkt, dass das Holz in Deutschland bald zur Neige geht liegt falsch. In Deutschland gibt es das größte Holzvorkommen Europas. Ein Drittel der Gesamtfläche ist mit Wald bedeckt, das sind etwa 11,3 Millionen Hektar. Durch eine nachhaltige Forstwirtschaft konnte die Waldfläche in den letzten 50 Jahren stetig erweitert werden. Auf dieser Fläche befinden sich etwa 3,6 Milliarden Kubikmeter Holz und jährlich wachsen rund 120 Millionen Kubikmeter nach. Momentan werden davon aber nur rund 70 Millionen Kubikmeter genutzt. Somit wächst unser Holzvorrat immer weiter. Da mehr Holz da ist als nachgefragt wird, werden die Holzpreise auch in den nächsten Jahren relativ stabil bleiben.

Die regionale Wirtschaft stärken

Doch trotz rentabler Preise ist die Forst- und Holzbranche nicht zu unterschätzen. 2012 wurde ein Umsatz von rund 160 Mrd. Euro erwirtschaftet. Ein Teil dieser Gewinne wird wiederum in die Aufforstung investiert. Am meisten profitiert davon die lokale Wirtschaft, denn viele Kaminbesitzer kaufen ihr Brennholz in der näheren Umgebung oder schlagen es selbst. Dadurch fallen auch lange Transportwege weg und die CO2-Belastung wird verringert.

Wer mit Holz heizt, heizt also nachhaltig und stärkt die regionale Wirtschaft.

Umweltbewusst heizen

Doch nicht nur das, Kaminbesitzer schonen darüber hinaus auch die Umwelt, denn eine Verbrennung von Holz erfolgt völlig CO2-neutral. Bei der Verbrennung wird zwar Kohlendioxid freigesetzt, jedoch nur so viel wie der Baum beim Wachstum gebunden hat. Die Verbrennung gleicht also einem sehr schnellen Verrottungsprozess. Bei der Verbrennung, wie bei der Verrottung, wird das Holz in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt und von der Natur wieder aufgenommen. Natürlich ist es hier auch wichtig, auf das richtige Holz zu achten. Nicht alle Holzarten brennen gut und sauber.

Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas hingegen, setzen bei der Verbrennung jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2 frei. Das kann nicht gebunden werden und verbleibt in der Atmosphäre.

Auch die alten Bäume müssen nicht im Wald verrotten, sie können von uns vielfältig genutzt werden. Bei Holzmöbeln beispielsweise bleibt der Kohlenstoff im Holz erhalten und wird während der Nutzungsdauer nicht in die Atmosphäre abgegeben, was zu einer Senkung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre führt.

Effiziente Produkte

Aufgrund dieser Fakten sind viele Hersteller bestrebt, möglichst effiziente Produkte zu bauen. Ein hoher Wirkungsgrad und die Umweltverträglichkeit werden neben der Optik und der Leistung immer wichtiger. Überlegte Feuerraumkonzepte ermöglichen dabei hohe Wirkungsgrade. In unserem Shop bieten wir auch Öfen mit hohen Wirkungsgraden an, zum Beispiel den Tolima PowerSystem Compact von Olsberg.

Wer bestrebt ist, nachhaltig und effizient zu heizen, sollte also über die Anschaffung eines Holzofens nachdenken.

Sind Holzheizungen die Lösung?

Holzheizungen wie Kaminöfen oder Pelletöfen sind eine ökologische Alternative zu Öl- und Gasheizungen. Viele Hersteller versuchen möglichst effiziente Produkte herzustellen. Modernste Technik regelt den Verbrennungsprozess so optimal, dass dieser sehr effizient abläuft. Eine saubere Verbrennung und ein hoher Wirkungsgrad sind das Ergebnis. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel. Wichtig bei der Verbrennung von Holz ist auch die Qualität des Brennstoffs. Nicht alle Holzarten brennen gut und sauber. Achten Sie darauf, dass das Holz lange genug gelagert wurde und trocken ist.

Mit dem Umstieg auf Holzheizungen können auch Sie einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Weitere interessante Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Blogbeitrag:

Kaminofen – Welches Holz ist das Richtige?

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